Beachboys heiß auf Play-Offs

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Es ist angerichtet für den großen Showdown an der Ostsee, die wohl wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte des EHC Timmendorfer Strand stehen an: Nachdem sich die Strandjungs gegen die Wedemark Scorpions keine Blöße gegeben haben, kann an diesem Wochenende mit zwei Siegen der erste Play-off-Einzug seit acht Jahren aus eigener Kraft perfekt gemacht werden. Und die Gegner der Beachboys könnten interessanter kaum sein.

Am Freitag (erstes Bully: 20 Uhr) reist der EHCT-Tross zum ewigen Rivalen nach Adendorf, einen Tag später kommen die Rostock Piranhas zum absoluten Topspiel in den Eistempel am Kurpark (18 Uhr). „Das sind die Spiele, auf die man sich das ganze Jahr freut und auf die man die ganze Saison hingearbeitet hat“ freut sich nicht nur Top-Verteidiger Marcus Klupp (erzielte beim 8:1-Sieg in der Wedemark vier Treffer) auf das „Finale“ im ETC. Auch die Fans sind elektrisiert wie lange nicht: Der Saisonrekord von bisher 925 Zuschauern (ebenfalls gegen die Piranhas) sollte pulverisiert werden, alles andere als eine vierstellige Zuschauerzahl wäre eine dicke Überraschung. Allein aus Rostock dürften mindestens 200 Schlachtenbummler mitreisen. Und keiner der Zuschauer dürfte sein Kommen bereuen: Mit den Piranhas treffen die Beachboys auf das bisherige Überteam der Liga. Durch die Vorrunde marschierte das Team vom Ex-Timmendorfer Henry Thom komplett verlustpunktfrei und auch in der Meisterrunde patzte der REC nur einmal - gegen Braunlage kassierten Bartanus, Koubenski und Co. eine überraschende 4:6-Niederlage. Diese Niederlage ist es auch, die den Strandjungs sogar noch Chancen auf die Meisterschaft in der Regionalliga Nord lässt. Doch dazu bedarf es aufgrund der Hinspiel-Niederlage (4:10) schon eines deutlichen Sieges, um den direkten Vergleich noch für sich zu entscheiden. Aber wer weiß, was mit enthusiastischen Fans im Rücken alles möglich ist – im November legten die Strandjungs ein schnelles 3:0 gegen die Piranhas vor, ehe Schiedsrichter Meier die Regie übernahm...

Bevor es am Samstag zum großen Showdown kommen kann, muss jedoch am Freitag noch die Auswärtshürde Adendorf genommen werden. Nicht zuletzt an AEC-Goalie Michal Marik verzweifelten die Timmendorfer Stürmer in dieser Saison schon mehrfach. Vor allem bei der 1:2-Heimniederlage in der Vorrunde vernagelte der letztjährige Zweitliga-Stammkeeper der Dresdner Eislöwen seinen Kasten. „Das wird kein Selbstgänger“, warnt daher auch Marcus Klupp seine Teamkollegen. Doch mit der Unterstützung der erwarteten „Hundertschaft“ an EHCT-Fans sollte auch im "Dorf-Derby" der nötige Dreier eingefahren werden. Beim AEC wird Coach „Matze“ Schnabel (aus dem Skiurlaub zurückgekehrt) wohl der komplette Kader (bis auf Christian Herrmann) zur Verfügung stehen, im Spiel gegen Rostock droht aus beruflichen Gründen der Ausfall von Top-Torjäger „Korbi“ Witting.

Sollten die Beachboys beide Spiele gewinnen, stünde bereits im Zeitraum vom 19. bis 23. März das Play-Off-Halbfinale gegen eines der zwei besten Teams der Regionalliga West an. Wahrscheinlichster Gegner wären die Moskitos aus Essen. Ein mögliches Finale würde (genau wie das Halbfinale ebenfalls im Best-of-Three-Modus) vom 26. bis 30. März gespielt werden. Doch bevor es soweit ist, müssen am Samstag erst einmal die Piranhas eingefangen werden – ansonsten bedürfte es Bremer Schützenhilfe gegen die Harzer Wölfe.

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