Beachboys forderten den Tabellenführer

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An den Rand einer Niederlage brachte der EHC Timmendorfer Strand 06 den ungeschlagenen Tabellenführer aus Braunlage. Die Beachboys verloren das Spiel vor 615 Zuschauern mit 1:3 (1:2, 0:0, 0:1).

Nach eineinhalb Minuten durften die Beachboys-Fans das erste Mal jubeln. Matthias Koglin zog bei einer Überzahlsituation von der blauen Linie ab, der Puck sprang von der Bande direkt vor das Tor und Johann Harmstorf staubte zum 1:0 ab. Zwei Minuten später zog erneut Johann Harmstorf ab, traf aber diesmal nur die Maske von Gästekeeper Mario D´Antuono. In der siebten Spielminute durften die mitgereisten Fans aus Braunlage jubeln. Die Wölfe kam mit einem guten Aufbauspiel in die Überzahlformation und Stefan Bilstein konnte ausgleichen. Der Führungstreffer gelang Braunlage wieder durch Stefan Bilstein 13 Sekunden vor der ersten Drittelpause. Fast jedes Bully gewannen die Harzer Wölfe. Nach der Pause hatte Matthias Koglin eine gute Einschussmöglichkeit nach dem er von der Strafbank auf das Eis zurückgekehrt ist. Johann Harmstorf hatte nachdem er sich in Unterzahl den Puck erkämpft hatte, ein Solo scheiterte aber an Wölfe-Keeper Mario D´Antuono der auf der Hut war. Nun wurde der Schiedsrichter Stephan Kadow zur tragischen Figur. Er war mit der Partie hoffnungslos überfordert, was sich durch unverständliche Strafzeiten gegen beide Mannschaften bemerkbar machte. Höhepunkt war die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Matthias Koglin wegen Checks von hinten. Der Check war eindeutig fair – und von vorne. Nach der Partie entschuldigte sich Kadow bei Coach Henry Thom und räumte seine Fehlentscheidung ein. Die Beachboys schnürrten die Harzer Wölfe ordentlich ein und setzten sie permanent unter Druck, aber der Ausgleich wollte nicht fallen. Im Schlussdrittel hatte Julian Meyer eine Riesenchance auf dem Schläger, aber auch hier fand der Puck nicht den Weg ins Tor. Im Gegenzug setzte Christian Schock im 4 gegen 4 den Schlusspunkt von 1:3.

Der Coach von Braunlage Dieter Heckmann sagte auf der Pressekonferenz: „Ich muss den Beachboys ein Riesenkompliment aussprechen. Wir haben endlich mal ein Kampfspiel gehabt, in dem die Harzer Wölfe sich auch mal bis zuletzt den Allerwertesten aufreißen mussten und das werden wir in der Aufstiegsrunde gebrauchen. Deswegen war das Spiel ein sehr guter Test für mich. Timmendorf hat von Anfang an unwahrscheinlich viel Druck gemacht und hat uns nicht eingeschnürt, aber ganz schönes Pressing gespielt. Wir haben das erste Tor gleich in Unterzahl kassiert. Dann haben wir eine Überzahlsituation ausgenutzt. Dann fing es dann an mit den vielen Strafzeiten, wobei ich zu dem Schiedsrichter sagen muss, er hat auf beiden Seiten souverän den selben Mist gepfiffen. Es war wichtig, dass wir kurz vor Ende des 1. Drittels das 2:1 geschossen haben, weil Timmendorf uns ganz schön geärgert hat. Das zweite Drittel war geprägt von Strafzeiten, aber wir haben sehr gut hinten drin gestanden.“

Auf die Frage von Hockeyweb, ob das Braunlager Spiel zu sehr auf den Topscorer der Liga, Alexander Deibert (fehlte verletzungsbedingt), zugeschnitten ist, sagte Dieter Heckmann: „Nein, das ist definitiv nicht so. Alexander Deibert ist Teil der Mannschaft. Wir haben in Braunlage eine Super-Kameradschaft, wo jeder für jeden kämpft. Natürlich hat uns Alex gefehlt, wir können das aber kompensieren mit anderen Spielern. Deibert ist nicht die Mannschaft Braunlage.“

Coach Henry Thom gab folgendes Statement zum Spiel ab: „Ich möchte gratulieren zum Sieg, hier in Timmendorf zu gewinnen ist nicht einfach. Das Spiel war sehr kampfbetont und man sieht, warum Braunlage oben steht. Sie waren sehr kompakt, technisch und läuferisch sehr stark. Ich habe gerade noch mit dem Schiedsrichter gesprochen, er hat seine Linie eigentlich recht gut durchgeführt, er hat früh angezeigt, was seine Linie ist. Er hat sich bei mir noch mal entschuldigt wegen der Spieldauer. Da hat er gesagt, dass es eine Fehlentscheidung von ihm war. Leider Gottes ist nun ein Spieler gesperrt nächstes Spiel, aber was soll man machen. Insgesamt war es bei 5 gegen 5 ein ausgeglichenes Spiel, Braulage hat seine Überzahlchancen besser ausgenutzt und im richtigen Moment das 1:3 geschossen, sonst glaube ich hätten wir das Spiel auch gewonnen.“ Auf die Frage, ob der ehemalige Verteidiger der Beachboys Marcus Krützfeldt am Freitag gegen Adendorf für den gesperrten Matthias Koglin auflaufen wird, sagte Henry Thom folgendes: „Er wird bestimmt Mittwoch oder Donnerstag beim Training sein und ich werde wieder meinen Hundeblick aufsetzen und hoffe das funktioniert. Ich bin sehr froh, dass er uns am Freitag ausgeholfen hat, sonst hätten wir mit drei Verteidigern spielen müssen.

Tore: 1:0 (1:32) J. Harmstorf (Koglin/5-4), 1:1 (6:07) Bilstein (Westerkamp, Garthe/5-4), 1:2 (19:47) Bilstein (Garthe, Hoppe/4-4), 1:3 (53:14) Chr. Schock (Hiendlmeyer/4-4). Strafen: Timmendorfer Strand 32 + 5 + Spieldauer (Koglin), Braunlage 30. Zuschauer: 615. (lb)


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