Beachboys erstürmen den Wurmberg

Gemeinderat Timmendorf will Eishalle schließenGemeinderat Timmendorf will Eishalle schließen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Vorzeichen standen nicht gut für die Mannschaft von Trainer „Matze“ Schnabel, denn in den ersten beiden Spielen des neuen Jahres hatte der EHC Timmendorfer Strand nicht überzeugt und einige Stammspieler stehen auch weiterhin auf der Verletztenliste. Doch wie so oft in personellen Notlagen wuchsen die Strandjungs über sich hinaus und siegten beim amtierenden Meister Braunlage überraschend deutlich mit 5:0.

Im Harz zeigte der EHCT über 60 Minuten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Schnabel hatte seine Mannschaft taktisch perfekt eingestellt, die Harzer Wölfe bissen sich immer wieder an der kompakten Timmendorfer Defensive die Zähne aus und wenn doch einmal ein Schuss aufs Tor kam, wurde dieser vom überragenden Matthias Rieck im EHCT-Gehäuse entschärft. Im ersten Drittel erarbeiten sich die Beachboys beim Favoriten schon ein leichtes optisches Übergewicht, das Torjäger Korbinian Witting wenige Sekunden vor der ersten Pause mit dem wichtigen 1:0 unterstrich.

Im zweiten Spielabschnitt drängten die Gastgeber auf den Ausgleich, doch Rieck bewies immer wieder seine Klasse und stoppte alle Harzer Versuche. Sein Gegenüber konnte dies hingegen nicht von sich behaupten: In der 28. Spielminute stocherte Youngster Jason Horst den Puck zum 2:0 über die Torlinie und zum Ende des Drittels sorgte der Ex-Braunlager Jeff Maronese mit seinem Schlenzer zum 3:0 für die Vorentscheidung. Im Schlussdrittel erzielte Witting, der an jedem Timmendorfer Treffer beteiligt war, in eigener Unterzahl das 4:0 und Erich Dumpis setzte mit seinem Tor in der 55. Minute den Schlusspunkt. Vor dem Spiel hatte Schnabel noch gescherzt, dass man wohl nicht zweistellig gewinnen werde – mit einem so deutlichen Ergebnisse hatte aber sicherlich auch er nicht gerechnet.

Am Sonntagabend kam es im ETC dann zum „Dorfderby“ – der Adendorfer EC war zu Gast an der Ostsee. Die Beach Boys waren über die gesamte Spielzeit überlegen, verzweifelten aber am überragenden Michal Marik im Adendorfer Gehäuse. Die Gäste aus der Lüneburger Heide gingen in der 29. Minute durch Buckup in Führung und verteidigten diesen Vorsprung fast bis zum Schluss, doch Patrick Saggau erlöste die Fans drei Minuten vor dem Schlusspfiff mit seinem Ausgleichstreffer. Die Entscheidung musste im Penaltyschiessen gefunden werden und hierbei hatte der AEC die besseren Nerven: Während Marik alle drei Timmendorfer Versuche entschärfte, konnte Michael Kratz zum 2:1-Endstand treffen. Somit konnte Adendorf mal wieder ein Derby gewinnen, nachdem der EHCT die letzten sieben Versuche allesamt für sich entschieden hatte.

AEC-Coach Lumir Mikesz war trotz des späten Ausgleichs sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben wie immer ein spannendes Derby gesehen. Den Sieg haben wir unserem Goalie Michal Marik zu verdanken“.

EHCT-Trainer Matthias Schnabel: „Wir haben gegen eine Wand heute gespielt. Wir müssen das ganze Wochenende konzentriert Eishockey spielen und nicht nur am Freitag“. Spekulationen um eine Rückkehr von Rino Schröder erteilte Schnabel eine klare Absage: „Wir haben einen großen Kader. Hier sehe ich absolut keinen Handlungsbedarf.“

Am kommenden Wochenende haben die Beachboys spielfrei und können noch einmal Kräfte sammeln für die Meisterrunde, die Anfang Februar beginnt. Vorher müssen aber noch die letzten beiden Spiele der Vorrunde absolviert werden. Am Freitag, 29. Januar, treffen die Strandjungs vor heimischer Kulisse auf den Hamburger SV, Spielbeginn im ETC ist um 20 Uhr. Zwei Tage später muss man zum Vorrundenabschluss in Salzgitter antreten. (ks/lb)

Jetzt die Hockeyweb-App laden!