Bären schenken dem TuS Wiehl elf Buden einEHC Neuwied

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„Wir waren heute total überfordert“, sagte Gästetrainer Jörg Deske. „Glückwunsch an Neuwied, der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“ Am Ende schlug Neuwied den Aufsteiger mit 11:1 (6:0, 0:0, 5:1). Arno Lörsch hatte diesmal auf den Einsatz der drei Stürmer Stefan Kaltenborn, Rene Sting und Simon Cremer verzichtet, die teilweise noch angeschlagen waren.

Die Niederlage aus dem Freitagsspiel in Frankfurt hatten die Neuwieder schnell weggesteckt. Als klarer Favorit ins Spiel gegangen besorgte US-Boy Brian Gibbons, der unter der Woche seinen Geburtstag gefeiert hatte, die frühe Führung für den EHC schon nach zwei Minuten. Die spielerische Überlegenheit war auch in der Folge unübersehbar. Bei den wenigen Chancen der Gäste war Neuwieds Goalie Alexander Rodens stets auf dem Posten, seine Vorderleute legten zudem weitere Tore nach. Andre Bruch (5.), Daniel Niestroj (11.) und Markus Schiffer sorgten für das zwischenzeitliche 4:0, ehe der Kanader Andrew Lowe mit einem Doppelpack (17., 20.) das erste Zwischenergebnis auf die Anzeigentafel schoss. Der sechste Treffer fiel dabei nur drei Sekunden vor der Pausensirene.

Im zweiten Abschnitt kassierten die Gastgeber eine Vielzahl an kleinen Strafen, spielten immer wieder in Unterzahl. Zwar erarbeitete sich das Lörsch-Team dennoch weitere Torchancen, aber so dominant wie im ersten Abschnitt spielte der EHC nicht mehr. Wenngleich auch die Gäste selbst in Überzahl kaum zu nennenswerten Torchancen kamen.

Im letzten Drittel fielen dann noch weitere Treffer - aber erst, nachdem die Deichstädter eine doppelte Unterzahlsituation schadlos überstanden hatten. Andre Bruch (44.) und Karl Neubert (46.) erhöhten auf 8:0, ehe auch die Gäste zu ihrem Ehrentreffer kamen: Jan Niclas Cammann verkürzte auf 1:8 (52.). „Die Mannschaft hat im zweiten Drittel ein bisschen geschlampt, aber sie ist zu dem zurückgekehrt, was wir zu Spielbeginn gemacht haben“, sagte Lörsch. „Ich denke, es war wichtig, das wir heute vor heimischen Fans wieder einen Sieg eingefahren haben nach den beiden Auswärtsniederlagen“, sagte EHC-Kapitän Willi Hamann. „Wir müssen jetzt nur damit beginnen, auch die starken Teams der Liga zu schlagen.“

Der Erfolg gegen Wiehl steigert die Vorfreude im Bärenlager auf das kommende Wochenende. Da ist der EHC nur einmal gefordert, dafür aber wartet ein schwerer Brocken: Am Sonntag, 19 Uhr, geht es gegen die Amateure der Kölner Haie. Die ließen am letzten Wochenende aufhorchen mit zwei ganz starken Ergebnissen in heimischer Halle: 8:0 gegen Soest, 4:2 gegen Frankfurt – gegen beide Teams hatte Neuwied zuletzt auswärts verloren. Das verspricht ein hoch interessantes Duell mit dem Team aus der Domstadt zu werden.

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