Bären ohne Chance in Duisburg

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Deutlich unterlag der EHC Neuwied mit 1:20 (1:6, 0:7, 0:7) bei den Duisburger Füchsen, die sich regelrecht in einen Rausch spielten. Mit den gesperrten Dennis Stroeks, Stephan Petry und Dennis Kobe, blieben auch Tim Grundl, Maximilian Scholl, Martin Schell und Kevin Frommont zu Hause. Trainer Markus Fischer nominierte auf Grund dieser Personalsituation Dominik Kley aus der zweiten Mannschaft. Letztendlich war dieser personelle Aderlass in keiner Phase zu kompensieren.

Die Füchse gingen hochkonzentriert in die Partie und schnürten die Bären von Beginn an in ihrem Drittel ein. Bei der ersten sehenswerten Chance der Bären nach über zehn Spielminuten führten die Gastgeber bereits 3:0 durch Treffer von Mats Schöbel (2.), Shannon McNevan (3.) und Christian Müller (7.). Erst den Vorteil eines Überzahlspiels konnten die Bären in der zwölftenMinute nutzen, in der Marc Blumenhofen auf Vorlage von Daniel Walther auf 1:3 verkürzte. Trotz einer engagierten und kämpferischen Leistung konnte der EHC Neuwied den Füchsen wenig entgegensetzen. Bis zur Pause erhöhten Udo Schafranski (14.), Mats Schöbel (15.) und Sascha Panek (18.) zur 6:1-Pausenführung.

Für die Hausherren allerdings nicht genug. Unvermindert mit hohem Tempo setzten sie ihre Präsentation fort. Im Minutentakt trafen sie nun nach Belieben. Janne Kujala (21.), Artur Tegkaev (22.) und Schahab Aminikia (23.) erhöhten auf 9:1. Wie auch im ersten Abschnitt war Neuwied bemüht, konnte den anstürmenden Füchsen aber selten Parole bieten. Selbst nach dem Wechsel der Torhüter (Alexander Neurath kam für Tim Siekmann) änderte sich das Bild nicht. Trotzdem blieb die Partie fair. Bei einem eher unbeabsichtigten Zusammenprall mit einem Gegner und einem Mitspieler blieb Daniel Niestroj zunächst auf dem Eis liegen. Mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung konnte er dann auch nicht weiterspielen. Erst in der 35. Minute musste Andreas Halfmann erstmals für die Bären auf die Strafbank. Für Duisburg gab es bis zu diesem Zeitpunkt nur vier Strafen. Ab der 27. Minute wurde es dann zweistellig gegen die Bären. Nils Liesegang (27., 33., 39.) und Michael Hrstka (38.) sorgten für den 13:1-Pausenstand.

Es war nicht einmal eine Minute im letzten Abschnitt gespielt, da erhöhte erneut Mats Schöbel auf 14:1. Unverändert rannten die Füchse auf das Bärentor zu, doch nun gelang es den Gästen, eine weitere Torflut zunächst zu verhindern. In der 51. Minute wurde zudem ein von Lukas Golumbeck erzieltes Tor als Schlittschuhtor nicht gewertet. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Zwei Minuten später erhielt Robin Lehmann eine 5+Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks. Bei dem unbeabsichtigten Foul hatte er seinen Gegenspieler verletzt und den Unparteiischen blieb keine andere Wahl, als diese Strafe auszusprechen. Nun forderten die zahlreichen Zuschauer die 20 Tore von ihrem Team. Die nutzen dann auch die Überzahl und legten noch einmal einen Zahn zu. Liesegang (53.), Kujala (55., 60.), McNevan (56., 59.) und Schafranski (57.) erfüllten den Wunsch ihrer Fans und stellten den 20:1-Sieg her. Für Markus Fischer war dies sicherlich eine empfindliche Niederlage. Dennoch musste auch er neidlos anerkennen, dass die spielerische Klasse beider Mannschaften heute Welten auseinander lag. „Meine Mannschaft hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles versucht. Duisburg hat heute seine volle Klasse ausgespielt. Mit direktem Zug zum Tor und ohne Schönspielerei haben sie uns keine Chance gelassen“, so der Trainer.