Bären erobern mit Kantersieg Tabellenspitze der Regionalliga

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„Wir wollten einen schönen Sieg einfahren, mit Freude und Spaß die Tabellenführung erobern. Das ist uns heute gelungen", freute sich EHC-Trainer Bernd Arnold. Und auch die Gäste konnten mit der Niederlage gut leben - am Ende einer turbulenten Woche. „Wenn ich sehe, wie die Mannschaft gekämpft hat, dann macht mich das stolz", sagte Kapitän Raphael Weiskopf. Die Zukunft der „Grizzlies" aus Aachen war unter der Woche lange offen, zudem hatte sich Trainer Andreas Bentenrieder vor wenigen Tagen überraschend zum Oberligisten nach Adendorf verabschiedet. Ein neuer Investor bezahlte wenige Tage vor dem Spiel in Neuwied die offenen Rechnungen, nach einem neuen Trainer wird derzeit noch gesucht. Raphael Weiskopf hatte so in der Deichstadt als Spielertrainer die Mannschaft betreut.

Und die Gäste überraschten vor allem im ersten Spielabschnitt mit ihrer forschen Spielweise. Dem Führungstreffer durch Christian Czaika ließ der AEV noch in der gleichen Minute durch Josh Gillam den Ausgleich folgen. Der Kanadier war im ersten Drittel auffälligster Akteur der Gäste, leitete auch in Überzahl die Führung seiner Mannschaft durch Roman Palmowski (11.) ein. Doch Jens Hergt (16.) und Alexander Bill (18.) sorgten noch im ersten Spielabschnitt für die Wende und schossen den EHC mit 3:2 in Führung. Bis dahin wirkte die Partie zerfahren, was sicherlich auch den zahlreichen Strafzeiten geschuldet war. Alleine sechs Zwei-Minuten-Strafen sprachen die Unparteiischen innerhalb der ersten sechs Spielminuten aus - in einem eigentlich fairen Eishockeyspiel.

Im zweiten Drittel schlug sich die spielerische Überlegenheit der Neuwieder auch auf der Anzeigentafel nieder: Willi Hamann (25.), Andreas Leufgen (26.) und Marc Blumenhofen (32.) erhöhten innerhalb von sieben Minuten auf 6:2, Aachen hingegen kam nur noch durch Alexander Vertgewall in Überzahl zum dritten Treffer (33.). Bitter für Neuwied: Ersatz-Kapitän Dennis Stroeks musste nach einem Zweikampf vorzeitig unter die Dusche, nachdem die Schiedsrichter sein Einsteigen als Ellenbogencheck mit Verletzungsfolge ahndeten. „Uns gehen langsam die Kapitäne aus", sagte Arnold. „Erst der Beinbruch bei Stephan Petry, jetzt die Strafe gegen Dennis. Ich muss mir mal Gedanken machen, wer als nächstes ran darf."

Den Sieg zweistellig machten Ernst Reschetnikow mit seinem Treffer zum 7:3 noch im zweiten Drittel (39.) sowie im letzten Spielabschnitt Marc Blumenhofen (43.), Andreas Halfmann (55.) und Jens Hergt (60.) - allesamt in Überzahl. „Wir werden jetzt konzentriert weiterarbeiten", wollte Arnold die Tabellenführung nicht überbewerten. „Wir haben im Dezember mit Darmstadt, Herne und Grefrath drei schwere Heimspiele und dazu das Auswärtsspiel in Dinslaken. Da sind alle fünf Teams zusammen, die um einen der ersten vier Plätze kämpfen. Nach diesen Spielen schauen wir weiter."

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