Auswärtsniederlage bei den Beachboys

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Keine Punkte, dafür einen weiteren Verletzten. So lautet die Bilanz der Harzer Wölfe nach der 1:7 (0:4, 0:2, 1:1)-Auswärtsniederlage in der Meisterrunde der Regionalliga Nord beim EHC Timmendorfer Strand 06. Dennoch sind die Chancen auf das Erreichen der Play-offs weiterhin intakt. Fast schon bitterer als die Niederlage am Ostseestrand ist die Verletzung von Vitalij Blank. Der Verteidiger musste nach dem ersten Drittel aufgeben mit einer Knieverletzung aufgeben, der zuletzt eh arg gebeutelte Kader der Harzer wurde weiter dezimiert.

Den kleinen Kader, Bernd Wohlmann standen nur zehn Feldspieler zur Verfügung, wollte der Wölfe-Coach für die Niederlage jedoch nicht geltend machen: „Wir haben auch in Rostock mit nur zehn Leuten gewonnen. Im ersten Drittel haben wir uns heute leider sehr dumm angestellt und es Timmendorf einfach gemacht, Tore zu schießen.“ Gleich zweimal durften die Beachboys sogar in Unterzahl jubeln. Höhepunkt war dabei Matthias Koglins Traumsolo zum 0:3 (16.), nachdem die Wölfe zuvor eine lange doppelte Überzahl nicht zum Anschlusstreffer nutzen konnten. Korbinian Witting hatte die Gastgeber nach einer noch ausgeglichenen Anfangsphase mit zwei Treffern in Führung gebracht (11., 13.). Kenneth Schnabel markierte kurz vor der Drittelpause gar das 0:4 (20.).

Im Gegensatz zum Freitagsspiel, als die Beachboys beim Spiel im Harz nach einem 0:6 beinah noch die Partie wenden konnten, fehlte den Wölfen an der Ostsee die Kraft zu einer Aufholjagd. Nach einem Doppelschlag von Witting und Schnabel innerhalb von 50 Sekunden war die Partie endgültig entschieden (28. und 29.), die Harzer nur noch auf Schadensbegrenzung bedacht. Vor 505 Zuschauern gelang wenigstens dies Alexander Grunwald, der den Posten im ESC-Tor nach dem sechsten Gegentreffer von dem entnervten Mario D'Antuono übernommen hatte, musste nur noch im Schlussabschnitt einmal hinter sich greifen. Jason Horst traf zum zwischenzeitlichen 0:7 (57.). Immerhin, auch die Harzer hatten durch Stefan Bilstein noch ihr Erfolgserlebnis (57.), zu mehr langte es nicht mehr.

Tore: 1:0 (10:34) Witting (Saggau, Klupp), 2:0 (12:54) Witting (Krützfeld/4-5), 3:0 (15:38) Koglin (Krützfeld, Klupp/4-5), 4:0 (19:15) Schnabel (Horst, Santos), 5:0 (27:14) Witting (Mo. Meyer, Wassermeier), 6:0 (28:01) Schnabel (Maronese), 7:0 (56:13) Horst (Maronese), 7:1 (56:57) Bilstein (Pipp, Bippus). Strafen: Timmendorfer Strand 10 + 10 (Schroeder), Braunlage 6. Zuschauer: 505.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt der Rumpftruppe der Wölfe nicht. Bereits am Dienstag steht das nächste Spiel an, die Harzer müssen zum Derby in die Wedemark reisen. Beginn im Mellendorfer Ice House ist um 20 Uhr. „Es wird hart, aber da müssen wir durch. Wenn wir in die Play-offs wollen, dürfen wir uns keinen Ausrutscher erlauben“, umreißt Wohlmann die Lage vor den letzten drei Saisonspielen. Mit drei Siegen, einmal gegen die Wedemark und zweimal gegen die Weser Stars, hätten die Wölfe ihren Teil der „Play-off-Hausaufgaben“ erfüllt. Ob es dann wirklich zu den Spielen gegen die besten Teams der Regionalliga West reicht, hängt aber auch von den Ergebnissen der beiden Mitkonkurrenten aus Timmendorf und Rostock ab.

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