Auftaktsieg gegen Brackwede

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
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Nur 315 Zuschauer waren in der Eishalle „Im kleinen Felde“ erschienen, um sich das Spiel gegen die Teutonen des SV Brackwede anzuschauen und sie sahen nicht grade ein hochklassiges Spiel. Der ersatzgeschwächte Herforder EV tat gegen völlig überforderte, aber aufopferungsvoll kämpfende Brackweder nicht mehr als nötig, um am Ende dennoch standesgemäß mit 9:1 zu gewinnen.

Die Ice Dragons begannen verhalten, setzten ihren Gegner zwar unter Druck, spielten aber keine zwingenden Torchancen heraus. So musste Gästetorwart Thomas Haunschild auch nicht oft eingreifen. Auf der Gegenseite gab es zwar regelmäßig Konterchancen, die meist vom Ex-Herforder Frank Burchot initiiert wurden, allerdings waren auch die kein Problem für Jacob Lamers, da es bei den Brackwedern im Abschluss haperte. Erst in der 13. Minute änderte sich das Ergebnis auf der Anzeigetafel. Gordon Nickel hatte ein einsehen mit den enttäuschten Fans, schnappte sich die Scheibe in der neutralen Zone, ließ der Reihe nach all fünf Brackweder Spieler aussteigen und krönte die schöne Einzelleistung mit einem unhaltbaren Handgelenkschuss, bei dem Thomas Haunschild keine Abwehrchance hatte. Das 1:0 schien den Ice Dragons dann zu reichen, sie begnügten sich bis zur Pause damit, den Gegner in Schach zu halten und so blieb es auch bei diesem Ergebnis.

In der Drittelpause schien Trainer Andreas Ober die richtigen Worte gefunden zu haben, denn wenigstens ein paar Minuten gaben die Ice Dragons Gas. So erhöhte Andre Schäfer auf Vorlage von Gordon Nickel (25. Minute) im Powerplay auf 2:0, Florian Kiel mit einem Schlenzer auf Vorlage von Patrick Preuße in der 32. Minute auf 3:0. Anschließend wechselte Brackwede den Torwart, doch auch Morten Hagemann musste sich schnell geschlagen geben. Gordon Nickel erhöhte im Powerplay auf Vorlage von Timo Becker in der 37. Minute auf 4:0. Das war es dann aber auch schon mit der Torausbeute im zweiten Drittel und es ging erneut in die Pause.

Im letzten Drittel dann fielen mit Abstand die meisten Tore. In der 44. Minute kam die Scheibe über Preuße und Schäfer zu Sebastian Köhne, der eine Anspielstation suchte, keine fand und einfach mal aufs Tor schoss. Der Puck fand seinen Weg über die Fanghand von Morten Hagemann zum 5:0 ins Brackweder Tor. In der 46. Minute kamen die Teutonen zu ihrem Ehrentreffer. Chris Ohle fing einen Pass ab, leitete die Scheibe weiter zum durchgestarteten Frank Burchot, der alleine auf Jacob Lamers zulief und ihm die Scheibe durch die Schoner schob. Der Gegentreffer schien die Ice Dragons zu ärgern, sie erhöhten, zumindest kurzfristig, die Schlagzahl. In der 47. Minute wurde Andreas Martens über Slava Koop und Gordon Nickel angespielt und erhöhte er aus kurzer Distanz auf 6:1. Nur eine Minute später setzte sich Jan-Niklas Linnebrügger hinter dem gegnerischen Tor gegen zwei Gegner durch, steckte die Scheibe hoch zu Patrick Preuße, der zu André Schäfer passte. Der wiederum fackelte nicht lange und erhöhte auf 7:1. Damit schien die Druckphase schon wieder vorbei. Zwar kamen die Ice Dragons noch durch Patrick Preuße in der 54. Minute, freigespielt über Martens und Becker und durch Andreas Martens in der 56. Minute nach tollem Pass von Florian Kiel zu zwei weiteren Toren, aber wirklich Gas gaben sie nicht mehr. So blieb es dann bei diesem 9:1.