Auftakt in der Regionalliga misslingt

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Dabei begann der Abend gut, denn die hochmotivierten Kufenflitzer von Trainer Andreas Bentenrieder fanden schon nach wenigen Minuten zum ersten Mal die winzige Lücke im Abwehrbollwerk der Dinslakener. In der vierten Minute war es der quirlige Patrick Büren, der in einer Überzahlsituation auf Vorlage von Alexander Vertgevall aktionsschnell das umjubelte 1:0 erzielte. Dieses Tor legte nicht nur die anfängliche Nervosität der Grizzlies ab, sondern schien weitere Kräfte freizumachen. Es dauerte nur weitere fünf Minuten, als Christoph Lux in der neunten Minute nach einem Assist von Keven Schmitz das 2:0 für die Hausherren markierte. Zu dieser Zeit waren die Grizzlies ihren Gegnern aus dem Ruhrgebiet sowohl läuferisch als auch stocktechnisch überlegen. Damit bestätigte sich die Warnung des Gäste-Trainers Dimitry Tsvetkov, der die Aachener nach den Beobachtungen in der letzten Saison nicht unterschätzt wissen wollte. Leider gelang den Grizzlies nach einer ausgelassenen Großchance vor der Drittelpause nicht das wichtige 3:0. Dafür schauten die Kobras aus Dinslaken wohl beim Gästeteam auf dem benachbarten Aachener Tivoli ab, denn sie drehten durch zwei Tore von Tim Alles und einem Treffer von Udo Schafranski das Ergebnis bis zum Halbzeit-Tee in ein 3:2 um. Dass dies noch gelingen konnte, war wohl der eintretenden Müdigkeit des kleinen Kaders und der zunehmenden Konzentrationsschwäche der Grizzlies in der Abwehr geschuldet.

Trainer Andreas Bentenrieder muss in der Drittelpause die richtigen Worte gefunden haben, denn das neu motivierte Team gestaltete das zweite Drittel des Spiel gegen die groß gewachsenen und nun zunehmend körperbetont agierenden Kobras zumindest taktisch „auf Augenhöhe“. Dabei gelang es jedoch nicht, den Gästeverteidiger Dirk Schmitz als den Turm in der Schlacht und mit Dennis Rudoph den an diesem Abend überragenden Gästekeeper zu überwinden. Nach 40 Spielminuten stand es weiterhin 2:3 aus Sicht der Hausherren, was nicht der Chancenverteilung im Spielverlauf entsprach, denn die Grizzlies ließen mehrere hochkarätige Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Mit etwas mehr Fortune hätte das Match in dieser Phase durchaus „gedreht“ werden können.

Das letzte Drittel nahm dann den befürchteten Verlauf. Erst sorgte Dominik Klein mit seiner Zwei-Minuten-Strafe (wegen Spielverzögerung) für die verhängnisvolle Unterzahl, die gleich nach dem Bully durch den aufgerückten Verteidiger der Kobras Dirk Schmitz zum vorentscheidenden 2:4-Rückstand führte. Mit diesem Vorsprung im Rücken reduzierten die Dinslakener ihre Offensivbemühungen und verlagerten ihre Aktionsschwerpunkte auf Störmanover in ihrem Abwehrdrittel. Die Stürmerkollegen um den überzeugenden Patrick Büren fanden sich nach den vehementen Attacken der Gäste häufig auf dem Eis liegend wieder und wurden wohl auch dadurch ihrer vorbildlichen Motivation beraubt. Mit seinem Schlagschuss aus der Distanz zum 2:6 trug sich derselbe Dirk Schmitz dann noch als Doppeltorschütze in die Spielunterlagen ein.

Was den doch etwas enttäuscht dreinblickenden Coach Andreas Bentenrieder nach dem Spiel doch noch hoffnungsvoll für die nächsten Spiele stimmte, war die Tatsache, dass die Grizzlies auch in der Schlussphase des Spiels nicht aufsteckten – und durch Patrick Büren in der 57. Spielminute zum verdienten 3:6-Schlussresultat kamen.

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