Aufstiegsrunde wieder greifbar

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Dabei standen die Vorzeichen vor dem wichtigen Spiel denkbar schlecht. Zwar konnte Florian Fischbach auflaufen, dafür fehlten aber neben Markus Gieseler und Rene Sting auch Tim Bruch und Jan Zavada. Damit fehlte dem EHC ein ganzer Block und man konnte nur mit zwei Reihen agieren.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und viel Kampfgeist waren die Mannen vom EHC dennoch von Beginn an im Spiel und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Die ersten Chancen hatten Andre Bruch und Matti Stein bereits in den ersten zwei Spielminuten. Mit dem ersten nennenswerten Angriff gingen jedoch die Gäste durch Lucas Klein in Führung (8.). In der 18. Spielminute hatte Michal Kousek die Chance zum Ausgleich, als er alleine vor dem Herforder Goalie Lars Morawitz auftauchte. Nachdem der Goalie Sieger blieb, konnte Adrian Saul im direkten Gegenzug auf 2:0 erhöhen. Der EHC Netphen zeigte sich unbeeindruckt und konnte bis zur ersten Pause durch Tim Linke und den überragenden Andre Bruch ausgleichen. Kurz vor der Pause bekam EHC-Stürmer Tim Linke den Puck an den Unterkiefer. Mit großen Schmerzen saß er in der Kabine, wollte aber nicht aufgeben. Symptomatisch für die Einstellung der gesamten Mannschaft war sein Satz kurz vor Beginn des Mittelabschnitts. „Ich spiele weiter und schieß noch ein Tor.“ Ebenfalls angeschlagen ging Florian Fischbach ins zweite Drittel, der einen Cut über dem Auge hatte.

Im zweiten Drittel standen die Netphener defensiv sicher und setzten schnelle Angriffe. Ein Alleingang von Falk Elzner und ein Rückhandtor von Philipp Brozé drehten das Spiel zum 4:2, der HEV war aus dem Spiel. Ein dummes Gegentor zum 3:4 brachte den Gastgeber wieder zurück ins Spiel. Im letzten Drittel brachte das Überzahlspiel die Entscheidung. Nachdem der Herforder Verteidiger Michael Reim in der 47. Spielminute wegen eines Crosschecks an Philipp Brozé mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen musste, hatte der EHC Netphen die große Chance, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Nach einer weiteren Strafe gegen Herford war man sogar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Drei Überzahltore durch Andre Bruch, Michal Kousek und Tim Linke (!) sorgten mit dem 7:3 für die Vorentscheidung. In den letzten zehn Spielminuten ließen die Netphener Kufenflitzer nichts mehr anbrennen. Philipp Brozé setzte 34 Sekunden vor Spielende mit dem 8:3 den Schlußpunkt unter ein sehr gutes Spiel des EHC Netphen. „Superspiel, ich bin stolz auf euch“, so der kurze Kommentar von Reinhard Bruch. Durch den Sieg ist die Aufstiegsrunde zur Oberliga wieder in greifbare Nähe gerückt.

Tore: 0:1 (8.) Klein (Linnenbrügger), 0:2 (18.) Saul (Kiel), 1:2 (19.) Linke (Andre Bruch, Florian Fischbach), 2:2 (20.) Andre Bruch (Elzner), 3:2 (25.) Elzner, 4:2 (34.) Brozé (Andre Bruch, Linke), 4:3 (39.) Piro (Preuße, Schäfer), 5:3 (48.) Andre Bruch (Elzner, Kousek/5-3), 6:3 (49.) Kousek (Linke/5-4), 7:3 (51.) Linke (Andre Bruch, Brozé/5-4), 8:3 (60.) Brozé (Andre Bruch, Kousek). Strafen: Netphen 4, Herford 10 + 5 + Spieldauer (Reim). Zuschauer: 586.

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