Aufholjagd der EGDL wurde nicht belohnt

EGDL kassiert 0:9-Schlappe gegen FrankfurtEGDL kassiert 0:9-Schlappe gegen Frankfurt
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Bei ihrem zweiten Auswärtsspiel innerhalb von nur zwei Tagen zeigte die EG Diez-Limburg am Sonntag beim TSV Schott Mainz erneut eine starke Mannschaftsleistung. Entgegen dem Auftritt am Freitag gegen Lauterbach, als die Rockets beim Tabellenführer einen Punkt ergattern konnten, ging das Team von Trainer Holger Pöritzsch diesmal allerdings leer aus und musste sich am Ende trotz starker Aufholjagd knapp mit 5:6 (0:2, 5:4, 0:0) geschlagen geben.

Wie schon nach Lauterbach reiste die EGDL aufgrund zahlreicher Ausfälle mit einem Rumpfteam von gerade einmal zwei Torhütern und neun Feldspielern in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Dennoch hatte man sich gute Chancen ausgerechnet, musste aber schnell bemerken, dass das engagierte Freitagsspiel Kräfte gekostet hatte. Mainz kam besser in die Partie, übernahm die Initiative und ging Mitte des zweiten Spielabschnitts innerhalb von knapp fünf Minuten mit 2:0 in Führung. Lediglich Torhüter Marc Stromberg konnte zunächst an seine Leistungen aus der Lauterbach-Partie anknüpfen und sorgte mit zahlreichen Glanzparaden dafür, dass es zur ersten Pause „nur“ 0:2 aus Sicht der EGDL stand. Unnötigerweise handelte sich Torjäger Martin Homola kurz vor Ende der ersten 20. Minuten dann auch noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe ein.

Für den zweiten Spielabschnitt hatten sich die Gäste von der Lahn einiges vorgenommen, mussten aber schon zu Beginn des Drittels zwei weitere Mainzer Treffer hinnehmen. Erst der 1:4-Anschlusstreffer in der 26. Spielminute durch Holger Pöritzsch, der aufgrund des Personalmangels erneut selbst die Schlittschuhe schnüren musste, schien wie ein Weckruf für die Rockets. Obwohl die Wölfe aus Mainz kurz drauf mit dem 5:1 antworteten, übernahm fortan die EGDL das Kommando auf dem Eis und startete eine grandiose Aufholjagd. Innerhalb von zehn Minuten annullierten Alexander Herrmann, Stephan Lohse und zwei Mal Kapitän Markus Kaczenski unter dem Jubel der zahlreichen mitgereisten Fans den Viertorevorsprung der Gastgeber. Als alles danach aussah, dass es mit 5:5 ins letzte Drittel gehen würde, nutze Mainz ein Überzahlspiel aus und erzielte 13 Sekunden vor der Pausensirene die erneute Führung.

Im dritten Drittel bestimmte die EGDL weiter das Spiel. Die erneut starke Defensive, in der 1b-Spieler Frank Loeven bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft zu überzeugen wusste, ließ kaum noch Mainzer Angriffe zu, und wenn die gegnerischen Stürmer mal durchkamen, war Schlussmann Stromberg stets zur Stelle. Allerdings fehlte in der Offensive das Durchsetzungsvermögen und in vielen Szenen auch das letzte Quäntchen Glück, das den mehr als verdienten Ausgleich verhinderte. Selbst als die EGDL kurz vor Spielende eine Strafzeit der Gastgeber nutzte, den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler ersetzte und Mainz im eigenen Drittel regelrecht einschnürte, wollte der Treffer letztendlich nicht mehr fallen. „Nach dem verschlafenen ersten Drittel hat die Mannschaft Moral gezeigt und alles gegeben. Dass es dann am Ende aber trotzdem nicht gereicht hat, tut natürlich doppelt weh“, bilanzierte Pöritzsch nach der Partie. „Dennoch müssen wir nach vorne blicken und auf die Leistungen aus den beiden Spielen gegen Lauterbach und Mainz aufbauen. In den nächsten Wochen stehen drei Heimspiele an, da können wir hoffentlich noch einige Punkte einfahren. Dass wir in der Aufstiegsrunde mithalten können, haben wir am Wochenende eindrucksvoll bewiesen, wenn auch am Ende erneut der erste Sieg ausblieb.“

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