Auf verlorenem Posten

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Beim vierten Duell mit dem EV Duisburg stand der Neusser EV erstmals auf verlorenem Posten und unterlag mit 0:9 (0:2, 0:4, 0:3). Die Füchse dominierten von Anfang an die Partie und revanchierten sich für die überraschende Niederlage im letzten Aufeinandertreffen.

Dass sich der NEV zur falschen Zeit am falschen Ort befinden würde, konnte man schon vor der Partie vermuten. Nachdem die Gastgeber das Hinspiel völlig überraschend gegen den NEV verloren hatten und am Sonntag ein schwacher Auftritt gegen die Rhein-Neckar Stars für Verärgerung gesorgt hatte, war klar, dass die Füchse unter erheblichem Druck stehen würden. Die Folge war ein energischer Start der Duisburger, so dass Andi Schrills, der diesmal anstelle von Carsten Solbach das Neusser Gehäuse hütete, sofort im Mittelpunkt stand. Nach 93 Sekunden lagen die Gastgeber bereits mit 2:0 in Führung, die der NEV-Defensive erst in der Folgezeit die Möglichkeit ließen, sich zu sortieren. Auch wenn der mit Top-Spielern gespickte EVD die Begegnung klar im Griff hatte, gelang es bis zur Drittelpause, weitere Gegentreffer zu vermeiden. Nach Wiederbeginn dauerte es dann allerdings wieder nur eine Minute, bis es im Neusser Kasten klingelte, Nils Liesegang war zum zweiten Mal an diesem Abend erfolgreich. Ärgerlich, dass der NEV das Spiel anschließend offener gestalten konnte, dies aber nicht in Zählbares verwertet wurde. Mehrfach scheiterte man gut aufgelegtem EVD-Torhüter Christian Lüttges, der den Anschlusstreffer verhinderte. Auf der anderen Seite sorgten die offensiven Bemühungen der Neusser allerdings auch dafür, dass die technisch versierten Stürmer der Gastgeber Freiräume erhielten, die sie konsequent nutzten. Nachdem die Partie bereits beim zweiten Ertönen der Pausensirene entschieden war, folgte zu Beginn des letzten Abschnitts die gewohnte kalte Dusche. Janne Kujala durfte alleine auf Schrills zufahren und zum 7:0 vollenden. Obwohl die Neusser weiterhin mit Kontern gefährlich blieben, verstärkten sie anschließend wieder ihre Defensivarbeit, um nicht mit einer zweistelligen Niederlage vom Eis zu gehen. Zumindest dieses Ziel wurde erreicht, auch wenn die letzte Chance zum Ehrentreffer in der Schlusssekunde vergeben wurde. Die Wedaustädter wurden diesmal ihrer Rolle als haushoher Favorit gerecht und zeigten dabei sehenswerte Spielzüge, die teilweise auch erfolgreich abgeschlossen wurden. Die NEV-Cracks sollten die Partie schnell abhaken, denn schon am Freitag folgt die nächste Herausforderung, wenn der Königsborner JEC im Südpark antritt.

Tore: 1:0 (1:05) Fritzmeier (Schöbel, Jäske), 2:0 (1:33) Liesegang (Gogulla, McNevan), 3:0 (21:19) Liesegang (McNevan, Schöbel), 4:0 (27:22) Kujala (Jäske, Engel), 5:0 (29:14) Fritzmeier (Jäske, Kujala), 6:0 (31:51) Hrstka (Jäske, Fritzmeier), 7:0 (40:41) Kujala (Hrstka, Jäske), 8:0 (43:45) Jäske (Fritzmeier, Schöbel/5-4), 9:0 (58:55) Engel (Schöbel, Hirsch). Strafen: Duisburg 8 + 10 (McNevan), Neuss 8 + 10 (Holger Schrills). Zuschauer: 957.

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