Auf verlorenem Posten

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Die zahlreichen Ausfälle waren gegen den Spitzenreiter nicht zu kompensieren. Mit zwölf Feldspielern stand der Neusser EV beim EHC Dortmund auf verlorenem Posten und unterlag mit 2:9 (0:1, 1:4, 1:4).

Durch die beruflich bzw. krankheitsbedingten Ausfälle von James Dreseler und Kai Oltmanns standen NEV-Trainer Andrej Fuchs nur zwölf Feldspieler zur Verfügung. Die Folge war, dass Ronny Sassen in den Sturm aufrückte und auch Sebastian Geisler teilweise in der Offensive zum Einsatz kam, um gemeinsam mit Lars Möltgen zumindest gelegentlich für etwas Entlastung zu sorgen. In der Anfangsphase mussten sich die Neusser jedoch zunächst auf die Defensivaufgaben konzentrieren, da die Gastgeber druckvoll begannen und nach nicht einmal zwei Minuten ihr erstes Überzahlspiel erfolgreich abschlossen. Nachdem der NEV zwei weitere Strafen schadlos überstehen konnte, gelang es ihm durchaus, die Begegnung auf Augenhöhe mit dem Aufstiegsfavoriten zu gestalten, auch wenn sich dies nicht durch einen Torerfolg bestätigen ließ. Die Trefferquote sollte sich im zweiten Abschnitt deutlich erhöhen, nachdem die Westfalen - wie bereits im ersten Drittel – durch einen abgefälschten Distanzschuss in Überzahl zum 2:0 kamen. Die Partie sollte anschließend durchaus etwas fürs Auge bieten, denn die folgenden Einzelaktionen von Jiri Svejda und Ronny Sassen waren nicht nur sehenswert, sondern auch von Erfolg gekrönt und schraubten das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe. Auch wenn sich die Neusser weiterhin bemüht zeigten, so hatten die Gastgeber die Begegnung nun sicher im Griff und spielten ihre Schnelligkeit im weiteren Verlauf immer mehr aus. Dank eines weiteren Treffers der überragenden zweiten Reihe gingen die Elche mit einer 5:1-Führung in die zweite Pause. Während sich das Dortmunder Star-Ensemble im bisherigen Saisonverlauf gerne schon mal mit komfortablen Führungen zufrieden gab und einen Gang zurück schaltete, präsentierte es sich gegen den NEV in Spiellaune und legte innerhalb von nur 15 Sekunden zwei weitere Treffer nach. Andrej Fuchs nahm daraufhin eine Auszeit, um etwas Ruhe ins Spiel zu bringen, was sich als das richtige Mittel herausstellen sollte. Evgenij Kozhevnikov gelang kurze Zeit später per Nachschuss eine Ergebniskorrektur zugunsten der Neusser, ehe die Dortmunder in der Schlussphase auf 9:2 erhöhen konnten. Trotz der Niederlage bleibt der NEV auf dem dritten Tabellenplatz, den es am Sonntag in Iserlohn zu verteidigen gilt.

Tore: 1:0 (01:48) Bongartz (Görge, Lingemann/5-4), 2:0 (21:03) M. Potthoff (Zollo, Bongartz/5-4), 3:0 (24:31) Svejda (Lingemann, Bongartz), 3:1 (25:36) Sassen (Schafranski, Cappellano/5-4), 4:1 (30:39) Svejda (Büermann, Sondermann), 5:1 (37:37) M. Potthoff (Lingemann, Bongartz/5-4), 6:1 (43:55) Büermann (Svejda, Lingemann), 7:1 (44:10) Bongartz (Lingemann, Svejda), 7:2 (46:09) Kozhevnikov (Schafranski, Sassen), 8:2 (52:19) Miettinen (Lotte, Görge/4-5), 9:2 (59:22) Kohmann (Zollo, Panek). Strafen: Dortmund 10 + 10 (Büermann), Neuss 16. Zuschauer: 279.

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