Auch Netphen kann den Meister nicht aufhaltenHerner EV

Auch Netphen kann den Meister nicht aufhaltenAuch Netphen kann den Meister nicht aufhalten
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 Nicht nur feierten die Anhänger des Herner EV den Gewinn der Regionalliga-Meisterschaft, nein, sie feierten auch ihren persönlichen Sieg gegen die Maya und deren Weltuntergangsprophezeiung. Spielerisch bot sich den Zuschauern das, was man in dieser Spielzeit gewohnt ist vom Herner EV: Viel Torschüsse, viele gute Chancen, aber unter dem Strich wenig Zählbares. Am Ende stand ein 4:2-Sieg des Titelträgers der Regionalliga West beim EHC Netphen.

Verzichten musste der HEV auf Stürmerstar Antti-Jussi Miettinen. Der Finne laboriert an einer Hüftprellung. „Es ist nichts Schlimmes, aber bevor es sich in der Aufstiegsrunde verschlechtert, haben wir zusammen mit der medizinischen Abteilung beschlossen, ihm eine Pause zu geben“, erklärte Trainer Carsten Plate den Ausfall. Auch Willi Gross (Knieprellung) musste zuhause bleiben. Ein Qualitätsverlust zeigte sich beim HEV jedoch nicht.

Immer wieder erspielten sich die Gysenberger gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder an einem glänzend aufgelegten EHC-Torhüter Nils Isselhorst. Und wie es dann auch so oft passiert, wenn die Scheibe vorne nicht rein möchte, kassiert man sie hinten. So ging der EHC auch im ersten Drittel in Führung. Die Freude sollte sich jedoch nur bis zum Mitteldrittel halten. Dann folgte der Auftritt von Kapitän Frank Petrozza, der mit zwei sehenswerten Treffern das Spiel zu Gunsten des HEV drehte. Mit dieser knappen Führung ging es für das Team von Trainer Carsten Plate auch in die letzten 20 Minuten. Wer nun dachte, dass der HEV davonziehen würde, irrte. Über 60 Schüsse gingen vom HEV während des Spiels auf das Tor von Isselhorst. Klingeln tat es dann hinten. Der EHC kam vier  Minuten vor Ende der Partie zum Ausgleich. Aber der Herner EV wäre kein Meister, wenn dieser sich davon beeindrucken lassen würde. So dauerte es keine Minute, bis Christian Nieberle seine Mannschaft wieder in Führung bringen konnte. Der EHC versuchte nun alles, warf immer wieder alle Spieler nach vorne. Am Ende war es jedoch Christian Nieberle, welcher mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung sorgte. 4:2 hieß es dann nach 60 Minuten und die HEV Anhängerschaft durfte sich weiter freuen. Einziger Wermuttropfen aus Herner Sicht, waren zwei Disziplinarstrafen gegen Kapitän Frank Petrozza und Dennis Schlicht. Beide zeigten sich mit der Leistung der Unparteiischen unzufrieden und wurden daraufhin für zehn Minuten vom Eis gestellt.

Am Sonntag (18.30 Uhr) geht es nun im letzten Heimspiel des Jahres gegen Dinslaken ran. Die Kobras sind gespickt mit vielen ehemaligen Hernern und als Zweitplatzierter ebenso qualifiziert für die Oberliga-Qualifikation, wie der HEV. Dennoch wünschen sich alle beteiligten einen schönen Jahresausklang und eine volle Halle. Das hat die Mannschaft sich verdient.

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