Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Knapp 200 Zuschauer sahen sich das Finalrückspiel des Verbandsligapokals NRW in Grefrath an, davon gut 100 mitgereiste Schlachtenbummler aus Herford. Sie sahen eine Partie, die spielerisch nicht das Niveau des Hinspiels halten konnte, dafür aber von der Spannung lebte. Zu sehr war beiden Teams die Nervosität anzumerken, schließlich ging es darum, einen Pokal in Händen zu halten. Das Spiel gewann schließlich der Herforder EV mit 5:4, der Pokal jedoch ging an den Grefrather EC, der in der Addition nach dem 5:3-Sieg im Hinspiel die Nase knapp vorn hatte.

Die Nierspanther fanden besser ins Spiel, kamen zu Beginn des ersten Drittels zu den besseren Torchancen. Allerdings war Kai Frenzel im Herforder Kasten auf dem Posten und hielt, genau wie sein Gegenüber, das „Zu-Null“. Dabei blieb es bis zur 14. Minute. Nach einem Pass von Michael Reim zog Dennis Schmunk von der blauen Linie ab und die Scheibe trudelte bei Ulrik Kuhnekath durch die Schoner zur Herforder Führung ins Tor. Die Nierspanther wirkten leicht geschockt, und den Schock nutzte Patrick Preuße aus. Nur 15 Sekunden später wurde er von Dennis Schmunk und Slava Koop bedient, und Herford führte mit zwei Toren. Und es ging weiter. In der 17. Minute, Herford war im Powerplay, bediente Gordon Nickel Andreas Doppleb vor dem Tor und der legte die Scheibe aus der Drehung an Kuhnekath vorbei ins Netz. Für Herford lief alles jetzt alles nach Plan, die Nierspanther mussten sich von den drei Gegentoren erstmal erholen.

Das zweite Drittel begann mit einer Chance für die Nierspanther, die diese auch direkt zum Anschluss nutzten. Nach einem Pass von Marco Piwonski war Gerrit Ackers völlig frei auf der linken Seite ins Herforder Drittel gelaufen und hämmerte die Scheibe in die Maschen. Das Tor schien ein Weckruf für die Nierspanther zu sein, die nun Druck machten und sich immer wieder Chancen erspielten, während die Ice Dragons versuchten, Ruhe ins Spiel zu bringen. Allerdings gelang den Herfordern das nicht, immer wieder musste Kai Frenzel Kopf und Kragen riskieren, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Auf der Gegenseite musste Ulrik Kuhnekath nicht oft eingreifen, die Konter des HEV liefen immer wieder ins Leere. Als es so schien, als ob man dieses Drittel mit dem einen Gegentor überstehen könnte, es waren noch 30 Sekunden zu spielen, passierte den Verteidigern ein grober Schnitzer im eigenen Drittel und auf einmal traf Matthias Holzki zum 2:3-Anschluss.

Das letzte Drittel war ein offener Schlagabtausch. Beide Teams wollten dieses Spiel gewinnen und Herford brauchte noch ein weiteres Tor. Nur vier Minuten waren gespielt, als Henri Marcoux zum 3:3 ausglich, der Jubel auf Grefrather Seite war groß. Doch die Ice Dragons reagierten sofort. 31 Sekunden später netzte Nils Bohle aus kurzer Distanz ein. Jetzt machten die Ice Dragons Druck, wollten ein weiteres Tor, aber Kuhnekath war auf dem Posten. In der 51. Minute dann wieder ein Nackenschlag. Die Ice Dragons waren in Überzahl, ein Befreiungsschlag von Andre Schroll fand als Bogenlampe seinen Weg zu Henri Marcoux und der lief alleine auf Kai Frenzel zu und ließ ihm keine Chance. Doch auch dieses Mal zeigten die Ice Dragons eine Reaktion. In der 53. Minute war es Patric Buchholz, der seine Farben wieder in Führung brachte. Herford gab nicht auf, wollte unbedingt noch das zweite Tor Vorsprung, um zumindest ins Penaltyschießen zu kommen, doch die Nierspanther verteidigten sicher. 30 Sekunden vor Schluss nahm dann noch Andreas Ober Kai Frenzel zu Gunsten eines weitern Feldspielers aus dem Tor, doch auch das brachte keinen Erfolg mehr. So blieb es beim Sieg mit einem Tor Vorsprung, der nicht ausreichte, um die Hinspielniederlage zu egalisieren.


💥 Alle Highlights der Champions Hockey League kostenlos 🤩
👉 auf sportdeutschland.tv
Jetzt die Hockeyweb-App laden!