„An die Leistungsgrenze“

„An die Leistungsgrenze“„An die Leistungsgrenze“
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Dort lag der Hauptrundenachte EV Regensburg gegen den haushohen Favoriten und Hauptrundensieger EC Peiting erwartungsgemäß schon mit 0:2 in der Serie zurück, schaffte dann aber die Wende und spielt nun in den Playoffs um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Man muss nur an sich glauben und etwas dafür tun“, sagt der Trainer des TSV Schott Mainz, Holger Pöritzsch, dessen Team sich in der Finalserie um die Hessenmeisterschaft seit dem vergangenen Wochenende ebenfalls mit 0:2 im Hintertreffen befindet. Spiel drei steigt am Samstagnachmittag in Kassel – und dort stellt man sich bereits auf eine Aufstiegsfeier ein.

Mit 2000 Zuschauern oder mehr rechnet der Coach und macht sich außerdem darauf gefasst, dass die Young Huskies mit Verstärkung auflaufen könnten. Denn für die Oberliga-Mannschaft ist die Saison seit Sonntag beendet. „Ich hoffe natürlich, dass sich meine Spieler weder von der Kulisse noch vom Gegner beeindrucken lassen“, sagt Pöritzsch, der gleichwohl das schwerste Spiel der Finalserie für die Wölfe erwartet. „Ich glaube an meine Mannschaft. Wir werden alles daran setzen, um die Serie für ein viertes Spiel zurück nach Mainz zu holen. Es warten 60 schwere Minuten auf meine Jungs, in denen sie an ihre Leistungsgrenze gehen müssen.“

Dass die Wölfe gegen Kassel bestehen können, haben sie im zweiten Finalspiel am Bruchweg bewiesen. Das Ergebnis von 1:7 täuschte über den wahren Spielverlauf hinweg, Kleinigkeiten entschieden letztlich. „Hätten wir in der einen oder anderen Szene das Glück auf unserer Seite gehabt und wäre die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung zu unseren Gunsten ausgefallen, hätten wir das Eis auch als Gewinner verlassen können“, rekapituliert Pöritzsch. Sicherlich mangelte es gerade in den Überzahlsituationen auch im Torabschluss bzw. der Schussauswahl. Leider werden die Langzeitverletzten Pavel Michalek, Dennis Sauer und Gabriel Bianchi nicht mehr zum Einsatz kommen können, und auch für Neuzugang Bernhard Naulin, der ein belebendes Element war und sich als Torschütze hervortat, ist die Saison mit einer Leistenverletzung wohl vorzeitig beendet. Hinter anderen Spielern stehen aufgrund beruflicher Verpflichtungen Fragezeichen.

„Doch ob Oberligaspieler, Zuschauerkulisse oder Personalsorgen – all dies darf für uns am Samstag keine Ausrede sein“, erwartet Pöritzsch, dass sich der Rest des Kaders noch einmal zusammenreißt – und womöglich den ersten Schritt zum Wunder macht.

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