6:1-Polster reicht

6:1-Polster reicht6:1-Polster reicht
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach einem beruhigenden 6:1-Polster im zweiten Drittel bekleckerten sich die Schützlinge des langjährigen EGDL-Trainers Holger Pöritzsch zwar nicht mit Ruhm, wirklich in Gefahr geriet der Sieg aber nicht. Nun warten die Mainzer gespannt auf ihren Gegner im Playoff-Halbfinale.

Mainz ging mit einem Handicap in der Verteidigung ins Spiel, denn in Dennis Sauer, Pavel Michalek, Philippe Heise und Gabriel Bianchi fehlten aus gesundheitlichen Gründen gleich vier Defender. Dafür besaß Pöritzsch im Sturm eine tiefe Bank, da Stephan Lohse und Bernhard Naulin vielversprechende Debüts gaben. Ausgerechnet Lohse war es, der nach fünfeinhalb Minuten mit einem trockenen Handgelenkschuss die Gästeführung besorgte. 13 Sekunden später legte Erol Posacki nach – 2:0. Es lief für die Wölfe, die die Führung durch die Slowaken Martin Sagula (13.) und Vaclav Cimburek (20.) sowie Daniel Novak (22.) und erneut Cimburek mit einem Klasse-Treffer ins kurze obere Eck (23.) ausbauten. Weil zwischenzeitlich nur Marco Herbel für die bis dato chancenlose EGDL traf (19.), zeichnete sich ein deutlicher Sieg für die Landeshauptstädter ab.

Anschließend leistete sich Mainz allerdings einige teils unnötige Strafzeiten. Negativer Höhepunkt war die umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Bastian Hitzelberger, der seinen Gegenspieler Herbel bei einem Hüftcheck unglücklich mit dem Knie traf und dafür unter die Dusche musste; zwei Minuten hätten es in dieser Szene sicherlich auch getan (39.). Die Wölfe spielten ab der 34. Spielminute zehn Minuten lang fast ausschließlich in Unterzahl und schafften es nicht, Scharfschütze Herbel gänzlich aus dem Spiel zu nehmen. Der traf in doppelter Überzahl zwei weitere Male (36., 44.) und legte Martin Homolas 3:6 auf (40.). Pöritzschs Team hatte somit im letzten Drittel ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, überstand diese Phase jedoch schadlos und konnte sich dabei auf Schlussmann Marc Stromberg an alter Wirkungsstätte verlassen. Auf der Gegenseite wurden einige Gelegenheiten zur endgültigen Entscheidung verpasst. „Daran müssen wir arbeiten“, sagte Pöritzsch.

Der Trainer blickt nun gelassen auf die letzten Bewegungen in der Hessenliga-Tabelle, die Mainz seit geraumer Zeit als sicheren Zweiten ausweist. Theoretisch haben der derzeitige Dritte Diez-Limburg, der Vierte Eintracht Frankfurt und der Fünfte EV Wiesbaden Chancen auf den dritten Rang und das Halbfinale gegen Mainz. Praktisch wird es vermutlich auf das Nachbarschaftsduell gegen Wiesbaden hinauslaufen. Die Ice Tigers benötigen einen Pflichtsieg in Bad Nauheim und können wohl darauf bauen, dass Frankfurt gegen den haushohen Favoriten Kassel nicht punkten wird. Doch diese Konstellation bleibt bis zum 31. Januar Spekulation. „Auf dem Weg ins Finale werden wir nehmen, was kommt“, sieht Pöritzsch die Sache pragmatisch. Eines ist allerdings sicher: Bastian Hitzelberger wird im Halbfinalhinspiel gesperrt sein.

Dafür darf der Verteidiger in den Pokalspielen gegen den EHC Neuwied ran, der in der Oberliga-Aufstiegsrunde jüngst mit einem 5:3 gegen Herne für Furore gesorgt hat. Mainz befindet sich am Sonntag in eigener Halle (18.15 Uhr) in der krassen Außenseiterrolle. „Dennoch freuen wir uns darauf, uns auch mal mit einem höherklassigen Gegner messen zu können“, sagt Pöritzsch.

Tore: 0:1 (6.) Lohse (Heinecke, 5-4), 0:2 (6.) Posacki (Lohse, Naulin), 0:3 (13.) Sagula (Cimburek), 1:3 (19.) Herbel (Homola, 5-4), 1:4 (20.) Cimburek (Kaliszewski, Sagula), 1:5 (22.) Novak (Eisenträger), 1:6 (23.) Cimburek, 2:6 (36.) Herbel (Homola, 5-3), 3:6 (40.) Homola (Herbel, 5-4), 4:6 (44.) Herbel (Kaczenski, Fuhr, 5-3). Strafen: Diez-Limburg 12, Mainz 16 + 5 + Spieldauer (Hitzelberger).

Jetzt die Hockeyweb-App laden!