60 Minuten gut mitgehalten

Drei Neue in LeipzigDrei Neue in Leipzig
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Im gestrigen Freundschaftsspiel gegen die Dresdner Eislöwen gingen die Blue Lions Leipzig zumindest als moralischer Sieger vom Eis. 60 Minuten lang hatten die Messestädter den relativ lust- und willenlos agierenden Dresdnern alles abverlangt und das Spiel ausgeglichen gestaltet. Zwar stand am Ende mit 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) die erwartete Niederlage gegen den Zweitligisten, doch konnte man nach einer vor allem kämpferisch überzeugenden Leistung erhobenen Hauptes das Eis verlassen. Nach dem das erste Drittel torlos verlaufen war, drehten die Blue Lions wie schon aus der Regionalliga bekannt mächtig auf und setzten sich im Dresdner Drittel fest. In Minute 26 hatte die 1001 Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Schlagschuss von Daniel Bartell verursachte letztlich nur ein lautes Metallgeräusch. Nur zwei Minuten später hatte Timo Basse die große Chance, er scheiterte aber am gutaufgelegten Norbert Pascha im Dresdner Gehäuse. Auch in der Folgezeit Leipzig mit den größeren Chance, in Minute 31 dann riesiger Jubel unter den Leipziger Fans. Doch der Treffer zählte nicht, hatte bevor der Puck den Weg ins Netz fand schon abgepfiffen und zum Schutze des Goalies nach einem Maskentreffer das Spiel unterbrochen. Leipzig steckte aber nicht auf, mit dem siebten Mann im Rücken spielten sie sich in einen regelrechten Rausch, Dresden nur sporadisch gefährlich, die dickste Chance hatte noch Martin Sekera als er in Minute 35 allein auf Lions-Keeper Jan Pospisil zulief, den Puck aber letztlich nicht im Tor unterbringen konnte. Zwei Minuten klingelte es dann endlich das erste Mal, nach schöner Vorarbeit von Hendrik Bärschneider und Esbjörn Hofverberg war es Topscorer Daniel Bartell der die Leipziger Fans in Ekstase versetzte und kurzzeitig von einem Sieg träumen ließ. Doch Dresden antwortete prompt, schob die Lethargie kurz bei Seite und kam nur 68 Sekunden nach der Leipziger Führung durch Jörg Wartenberg zum Ausgleich. 1:1 dann auch der Zwischenstand nach 40 Minuten. Der Schlussabschnitt musste nun also die Entscheidung bringen, Leipzig schwanden nun allerdings konditionell ein wenig die Kräfte, das Feuerwerk aus Drittel eins und zwei verlor jetzt deutlich an Tempo. Dresden tat weiter nicht mehr als nötig, ging aber trotzdem 3 Minuten vor Ende der Partie das erste Mal in Führung. Erneut war es Jörg Wartenberg der für die Elbestädter traf. Kurz darauf nahm Lions Coach Zdenek Travnicek eine Auszeit, ersetzte "Honza" durch einen sechsten Feldspieler, um so den Ausgleich zu erzwingen. Der fiel aber nicht mehr, stattdessen kam Dresden durch ein Empty-Net-Goal von Pavel Vit noch zum 1:3. Damit war die Partie entschieden, die Zuschauer waren ihren Lions aber trotzdem nicht böse, vielmehr freuten sie sich das die Leipziger gegen den aktuellen Tabellendritten der 2. Bundesliga so gut mitgehalten hatten und honorierten die Leistung ihrer Cracks mit stehenden Ovationen nach der Schlusssirene.

Tore: 1:0 (37:43) Bartell (Bärschneider, Hofverberg), 1:1 (38:51) Wartenberg (R.Vit), 1:2 (56:39) Wartenberg (Wolsch, R. Vit), 1:3 (58:57) P.Vit (ENG). Zuschauer: 1001.

(Quelle: www.eishockey-leipzig.de)

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