4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger

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Um 23.13 Uhr rissen Team und Fans des Grefrather EC die Arme in die Luft, denn man hatte zwar die Partie gegen den Herforder EV mit 4:5 verloren, doch das 5:3 aus dem Hinspiel reichte um den Verbandsliga-Pokal in Grefrath zu halten.

Die Nierspanther waren zu Beginn des Spiels etwas besser aus den Startlöchern gekommen und schnürten die Gäste in der eigene Zone ein. Mehrfach musste Goalie Kai Frenzel sein ganzes Können aufbieten, um sein Team im Spiel zu halten. Ab der zehnten Minute wurden die Gäste dann mutiger. Mit Erfolg. Bis zur ersten Pause führte Herford mit 3:0.

Das zweite Drittel begannen die Panther in Überzahl und man merkte schon zu Beginn, dass es in der Kabine sicherlich deutliche Worte gegeben hatte. HEV-Verteidiger Andre Schäfer kam gerade von der Sünderbank zurück, da marschierte Gerrit Ackers mit einem Zuspiel von Marco Piwonski in die Zone der Gäste. Der schussgewaltige Verteidiger des GEC nahm Maß und jagte die Scheibe aus spitzen Winkel auf das Tor. Der Puck rutschte Kai Frenzel durch die Schoner und landete zum 1:3 im Netz. Nun waren die Panther da und erspielten sich immer wieder beste Chancen, doch Kai Frenzel riskierte immer wieder Kopf und Kragen und hielt sein Team im Spiel. Vom HEV kam nun nicht viel und wenn man doch mal einen Puck auf den Kasten brachte, war Ulrik Kuhnekath der ruhende Pol. Herford war in diesem Drittel fast nur auf Schadensbegrenzung aus und man wollte mit aller Macht das 3:1 in die Pause retten. Doch 30 Sekunden vor Drittelende kamen die Panther nochmal nach vorne. Jan Lankes bediente Nils Peil, der die Scheibe direkt auf die Kelle von Matthias Holzki ablegte. Matthias Holzki zog aus gut sechs Meter aber und die Scheibe schlug im Winkel ein, es hieß „nur“ noch 2:3.

Das letzte Drittel nahm dann einen dramatischen Verlauf, denn beide Teams legten jede Scheu ab und nun wurde es ein richtiger Krimi. Die Nierspanther waren zunächst am Zug und drückten auf den Ausgleich und in der 44. Minute riss es die GEC-Fans von den Sitzen, denn Marco Piwonski bediente Henri Marcoux und dieser brachte den Puck in aller Ruhe im Tor unter, der Spielstand lautete 3:3. Herford schien am Boden, doch dieses unglaubliche Kämpferherz der Dragons war noch nicht ausgeschaltet. 30 Sekunden später kam man durch Patrick Preuße und Lucas Klein, nach einer schnellen und durchdachten Kombination, vor das Tor des GEC. Nils Bohle war zur Stelle und drückte die Scheibe zum 4:3 für Herford ins Netz. Nun hatten beide Teams beste Chancen auf weitere Tore, doch spielten die Nerven nicht immer mit und so durften sich beide Goalies mehrfach von der besten Seite zeigen. In der 50.Minute musste dann GEC-Stürmer Stefan Peisker auf die Sünderbank. Die Gäste nahmen schnell die Positionen in der Verteidigungszone des GEC ein. Die Scheibe kam über Umwege zu Andre Schroll. Dieser reagierte blitzschnell und lupfte die Scheibe über den letzten Abwehrspieler der Gäste hinweg und da lauerte Henri Marcoux. Der Ausnahmestürmer nahm den Puck mit und ließ Goalie Kai Frenzel keine Chance, die Halle stand Kopf, und es hieß 4:4.

Beide Teams kamen nun zu Chancen und mehrfach setzten die Fans beider Lager zum Jubeln an, doch der Puck verfehlte das Tor immer wieder um wenige Zentimeter. Die Gäste hatten den Pokal trotzdem nicht abgeschrieben und man kämpfte weiter um jeden Zentimeter Eis und das sollte belohnt werden. In der 53. Minute wurde Patric Buchholz nämlich von Andreas Doppleb freigespielt. Der Stürmer fackelte nicht lange und jagte den Puck zum 5:4 für den HEV ins Netz. Nun mussten die Gäste nochmal alle Kräfte bündeln, denn der nächste Treffer könnte das Penaltyschießen bedeuten, doch die Panther ließen die Gäste nur noch einmal wirklich gefährlich vor den Kasten kommen und der Puck flog nur wenige Zentimeter am Tor vorbei. Der HEV-Coach nahm dann noch eine Auszeit um die letzten Sekunden zu besprechen und Goalie Kai Frenzel blieb gleich auf der Bank. Aber auch diese Maßnahme brachte keinen weiteren Treffer ein und so rissen die Panther, bei der letzten Sirene in der Saison 2008/2009, die Arme in die Höhe und nahmen anschließend den Pokal aus den Händen von LEV-Ligenleiter Markus Schweer in Empfang. Danach startete eine feuchte Feier, die bis n die frühen Morgenstunden dauerte.

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