40:0! Rekordergebnis für den EHC Dortmund

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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Bevor man auf das Ergebnis der Begegnung des GSC Moers gegen den EHC Dortmund im Regionalliga-Pokal, das im Eissportzentrum Westfalenhallen ausgetragen wurde, näher eingeht, sollte man dem Team vom Niederrhein großen Respekt zollen. Respekt nämlich dafür, dass man mit nur neun Feldspielern und zwei Torleuten antretend zwar klar unterlegen war, das Spiel aber fair und ohne (abgesessene) Strafen bis zu Ende gespielt hat. Dass dann mit 40:0 (10:0, 13:0, 17:0) ein absolutes Rekordergebnis für die Elche dabei heraus sprang lag an den ungleichen Voraussetzungen und war für die Moerser mehr als bitter.

Gut sechs Minuten dauerte es nach dem ersten Anpfiff, bevor die Torlawine über den GSC Moers hereinbrach. Dann aber fielen die Treffer nahezu im Minutentakt, zehn davon im ersten Abschnitt, dreizehn im zweiten und sogar siebzehn im Schlussdrittel. Fast alle Spieler der Elche sammelten fleißig Scorerpunkte, am erfolgreichsten war Igor Furda, der neben fünf Toren zu sechs Beihilfen kam. Ihm folgten Igor Cillik und Dmitri Tsvetkov (je neun Punkte), Karl Kolloch, Stephan Trolda sowie Juniorenspieler Juri Kasarin (jeweils sieben Punkte). Besonders erwähnenswert auch das Debüt des 16-jährigen Philipp Potthoff, der ab dem zweiten Drittel im Tor der Elche stand, seinen Kasten sauber hielt und auch noch einen Scorerpunkt einheimste. Sein Einsatz ergab sich aus einem kleinen Torhüterproblem beim EHC. Marco Ohmann zog sich schon in der letzten Woche beim Schulsport eine Gehirnerschütterung zu und fiel für das komplette Wochenende aus. Frank Pribil, der am Freitag gegen Bergisch Gladbach noch im Tor stand, meldete sich Sonntagmorgen mit einem heftigen grippalen Infekt ab. So begannen die Elche mit Juniorenkeeper Sören Werth, der aber schon beim Warmmachen über Leistenprobleme klagte und nach dem ersten Drittel passen musste. So ging dann Philipp Potthoff, der in dieser Saison noch bei der Jugend spielt, zwischen die Pfosten und der Youngster zeigte in einigen Situationen sein Talent. Ansonsten fiel beim Spiel der Elche noch auf, dass die Schiedsrichter Johannes und Schönherr keine Probleme mit dem Geschehen auf dem Eis hatten (beide Strafbänke blieben 60 Minuten lang gänzlich leer) und dass das Team von Butzi Gailer trotz des klaren Spielverlaufs zu keiner Zeit zurücksteckte. Besonders in den letzten neun Minuten kam Stadionsprecher Thomas Alter mit den Ansagen der Torschützen und Assistenten überhaupt nicht nach, denn allein in diesem Zeitraum schraubten die Elche das Ergebnis noch um 13 Treffer hoch (vier davon in der letzten Spielminute). Bei allem 40-fachen Torjubel sollte man aber dennoch bedenken: Auch dieses Rekordergebnis bringt in der Tabelle nur drei Punkte und die noch ausstehenden Spiele vier Spiele in dieser Saison beginnen alle wieder bei 0:0.

Am kommenden Wochenende steht nur ein Spiel für den EHC auf dem Programm und das findet am Freitag um 20 Uhr in Solingen statt. Dann müssen die Elche im Kampf um den Regionalliga-Pokal bei den Bergisch Raptors antreten.

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