3700 Fans beim Ruhrderby der Regionalliga

EVD setzt sich gegen Neuss durchEVD setzt sich gegen Neuss durch
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Duisburg gegen Essen – das elektrisiert noch immer die Eishockeymassen. Ob wie vor viereinhalb Jahren in der 2. Bundesliga oder eben nun in der Regionalliga West. 3700 Fans strömten zum Ruhrderby an die Wedau, wenngleich es das letzte Spiel der Füchse bei freiem Eintritt auf den Stehrängen war. Die Stimmung war prächtig und wie das Spiel deutlich oberhalb der Regionalliga angesiedelt. Allerdings hatte der EV Duisburg einen so guten Tag erwischt, dass sie überdeutlich mit 8:2 (2:0, 3:1, 3:1) gegen die Moskitos Essen gewannen und damit praktisch den ersten Platz nach der Vorrunde in der Tasche haben.

Die Moskitos, die ohne André Grein und Peter Kalinowski antreten mussten, hielten die Partie mit einer defensive Ausrichtung einige Minuten lang offen, doch schon recht früh erspielten sich die Hausherren ein deutliches Übergewicht. Die Folge: Das 1:0 durch Udo Schafranski. „Mich hat persönlich gefreut, dass die dritte Reihe heute drei Tore gemacht hat. Das zeigt, dass wir durchweg gefährlich sind. Und auch schon in Essen hatte dieser Block die ersten beiden Tore erzielt“, lobte EVD-Trainer Czeslaw Panek. Dem 2:0 durch Nils Liesegang (14.) folgte nur Sekunden später ein weiterer Treffer, der aber nicht anerkannt wurde. Das Getümmel danach führte zu einer Keilerei von Schafranski und Michael Ackers im Torraum – beide kamen aber um eine Spieldauerstrafe herum. Erst gegen Ende des Abschnitts wurde Essen stärker, traf aber durch David Inman nur die Latte und ließ auch eine 73-sekündige 5:3-Überzahl ungenutzt.

In der 24. Minute erhöhte Schahab Aminikia nach einem Alleingang im Fallen auf 3:0. Zur Mitte des zweiten Drittels hatte Essen schließlich seine beste Phase. Im Powerplay verkürzte Pierre Schulz auf 1:3. Dreieinhalb Minuten später rissen die Essener wieder die Arme nach oben. Doch obwohl Christian Lüttges schon geschlagen schien, riss er die Fanghand nach oben – den Puck mittendrin. „Der Knackpunkt war dann, ass eine Minute später das vierte Duisburger Tor fiel“, sagte Essens Coach Uli Egen. Shannon McNevan machte den Doppelschlag zum 5:1 perfekt. Trotz des frühen 2:5 nach 80 Sekunden im Schlussdrittel kam von Essen in den letzten 20 Minuten viel zu wenig. So erhöhte Duisburg mühelos und verdient durch Udo Schafranski und zweimal Janne Kujala auf 8:2.

„Wir haben heute zwei Mannschaften gesehen, die diese Liga dominieren. Und wir haben eine Mannschaft gesehen, die im Moment einfach viel besser ist als unsere“, sagte Egen. „Da kann man nicht drum herumreden. Aber wir haben ja noch zwei Spiele in der Meisterrunde. Und da wollen wir es den Duisburgern schwerer machen“, so der Essener Coach. „Wir sind sehr optimistisch in das Spiel gegangen. Mit einem derart hohen Sieg hatten wir aber nicht gerechnet“, erklärte EVD-Trainer Czeslaw Panek. „Das war aber beste Werbung für das Eishockey bei uns in der Regionalliga.“

Tore: 1:0 (7:19) Schafranski (Aminikia, Tegkaev), 2:0 (13:06) Liesegang (Tegkaev, Breitkreuz), 3:0 (23:03) Aminikia (Schöbel, Müller), 3:1 (30:16) Schulz (Kohmann, Petrozza/5-4), 4:1 (34:59) Kujala (Jäske, Fritzmeier), 5:1 (35:41) McNevan (Schöbel, Liesegang), 5:2 (41:20) Kastner (Vogel, Hendle), 6:2 (45:15) Schafranski (Aminikia, Breitkreuz), 7:2 (50:18) Kujala (Jäske, Lüttges), 8:2 (57:26) Kujala (Jäske, Engel). Strafen: Duisburg 18 + 10 (Hrstka), Essen 10. Zuschauer: 3700. (the)

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