20:2-Kantersieg gegen Wiesbaden

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Zum Abschluss des Jahres 2006 gab es noch einmal ein Schützenfest im Colonel-Knight-Stadion: mit 20:2 (6:1, 8:1, 6:0) gewannen die Roten Teufel Bad Nauheim in der Regionalliga Hessen gegen den EV Wiesbaden. Gegen völlig überforderte Gäste aus der Landeshauptstadt spielten die Kurstädter, bei denen gleich mehrere Stammspieler fehlten, konsequent bis zur letzten Minute und gewannen somit auch in dieser Höhe verdient.

Los ging es nach bereits 20 Sekunden: Trainer Michael Eckert, der an diesem Abend noch einmal die Schlittschuhe schnürte, traf mit einem Schlagschuss in den Winkel. Er verkörperte das, was dem Team zuletzt fehlte: Power von der blauen Linie. Insgesamt vier Scorerpunkte markierte der frühere DEL-Profi und zeigte seinen Spielern somit, wie es gegen einen unterlegenen Kontrahenten funktioniert. Fischer sorgte nach vier Minute für das 2:0, lediglich einmal tauchten die Gäste gefährlich vor Sebastian Gault auf, als Johansson gegen die zu weit aufgerückte Abwehr ein Break fahren konnte. Sein Schuss glitt Gault durch die Schoner zum überraschenden 1:2-Anschlusstreffer. Dies blieb aber auch die einzige Torszene der mit nur zehn Feldspielern angetretenen Ice Tigers. Das Geschehen spielte sich nur auf der anderen Seite ab, und EVW-Torwart Bayer musste bis zur ersten Sirene durch Tore von Willkom, Flemming, Horcicka und Barta noch vier Mal hinter sich greifen, wobei das Resultat bei noch konsequenterer Chancenauwertung höher hätte ausfallen können.

So blieb es ein besseres Trainingsspiel, in dem die Wiesbadener erneut durch Johansson nach einem Break zumindest den zweiten Treffer in der 27.Minute markieren konnten. In der Folgezeit schraubten die Hausherren das Resultat bis auf 14:2 nach zwei Dritteln in die Höhe, wobei alle Tore kombinationssicher herausgespielt wurden. Star des Abends war hierbei Jan Barta, der als nomineller Verteidiger vier Treffer erzielte und somit Topscorer der Vorrunde (18 Tore, 7 Assists) wurde.

Er besorgte auch das 15:2 in der 42. Minute, und David-Lee Paton, der zur Hälfte für Gault kam, konnte noch zweimal bei Breaks sein Können zeigen. Ruhig und souverän verhinderte er einen weiteren Wiesbadener Treffer, während die RT-Stürmer noch fünf Mal nachlegten. Unter dem Strich bleibt nach dem haushohen Sieg die Erkenntnis, dass es in der Aufstiegsrunde mit Sicherheit um einiges härter wird, und dass man sich aber auch gegen schwache Gegner mit entsprechenden Resultaten präsentieren kann. Festzuhalten bleiben auch die beiden Treffer von Flemming und Saßmannshausen, die beide ihr Abschiedsspiel bestritten und in der Aufstiegsrunde nicht mehr für die Roten Teufel auflaufen werden. Wie es nun für die Roten Teufel weitergeht, entscheidet sich am 30. Dezember im Rahmen der Termintagung der Aufstiegrunde. Los geht es am 7. Januar aller Voraussicht nach mit einem Auswärtsspiel.

Tore ECN: Barta (4), Hurtik (3), Knihs, Saulite (je 2), Flemming, Müller, Eckert, Naulin, Behrens, Horcicka, Willkom, Fischer, Saßmannshausen. Tore EVW: Johansson (2). Strafen: Bad Nauheim 14 + 10 (Eckert), Wiesbaden 10. Zuschauer: 750.

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