Zwischenrundenauftakt gegen Verfolger MiesbachHöchstadter EC

Zwischenrundenauftakt gegen Verfolger MiesbachZwischenrundenauftakt gegen Verfolger Miesbach
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Dabei bedeutet der Modus der Bayernliga in diesem Jahr nicht nur absolute Spannung bis zu letzten Sekunde sondern vor allem die Gruppe A dass es von jetzt an für die Panzerechsen nur noch absolute Spitzenspiele und Duelle auf Augenhöhe geben wird. Jeder Gegner kann jeden schlagen und am Ende wird oft die Tagesform, oder das berühmte Quäntchen Glück Ausschlag gebend sein, wer die Punkte mitnimmt. In der Zwischenrunde geht es darum sich die beste Ausgangsposition für das Play-off Viertelfinale zu sichern. Denn nur einer der ersten vier Plätze der Gruppe A berechtigen zum Heimrecht in der Runde der letzten acht. Dabei ist auch Platz vier nicht wirklich erstrebenswert. Zwar beschert dieser das Heimrecht im Viertelfinale, allerdings geht es dann gegen einen der direkten Gegner aus der Zwischenrunde, nämlich den Fünftplatzierten. Das kann jedes der an der Gruppe A teilnehmenden Teams sein, wodurch es unter Umständen schon im Viertelfinale zum Duell der ersten beiden Mannschaften nach der Vorrunde kommen kann, nämlich zum Duell Höchstadt gegen Waldkraiburg. Um solch ein Szenario zu vermeiden heißt es für die Alligators von der ersten Minute der nun noch ausstehenden acht Platzierungsspiele an Gas geben.

Aber das werden auch die anderen Gegner nicht anders vorhaben. Schon gar nicht der Auftaktgegner vom kommenden Wochenende. Der TEV Miesbach um seinen Trainer Michael Lehmann möchte sich wahrscheinlich nur zu gern die Alligatorenhaut schnappen. Schließlich gelangen  den Panzerechsen gleich zwei Siege gegen den Mitfavoriten auf den Meistertitel. Beide Male war es entsprechen eng. Das Hinspiel in Miesbach entschieden Jun und Co knapp mit 3:2 für sich. Im Rückspiel waren die Mittelfranken bis acht Sekunden vor Schluss auf der Siegerstraße, aber ein Treffer, als die Oberländer den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausnahmen, bescherte den nicht unverdienten Ausgleich für den TEV. Im Penaltyschießen behielten allerdings die Höchstadter die Oberhand. Auch über die Saison hinweg trennen die Höchstadter und Miesbacher nur Nuancen. Beide Teams hatten nach der Vorrunde jeweils vier Niederlagen und drei Siege im Penaltyschießen. Allerdings hatte der HEC  einen Sieg mehr einfahren können als der TEV. Dafür haben die Miesbacher die etwas bessere Tordifferenz. Durch 14 Tore, die sie mehr geschossen und vier, die sie weniger kassiert haben. Die Bilanz in der Defensive machte sich das Team von Daniel Jun allerdings erst im Spiel gegen Landsberg kaputt, als man den eigentlich schon geschlagen geglaubten Gegner noch zu fünf Toren kommen ließ.

Aber von nun an sind die Ergebnisse und Leistungen der ersten 24 Spiele nur noch Makulatur. Die Karten werden nicht nur neu gemischt, sondern es kommt gleich ein ganz neues Spiel auf den Tisch. Auf beiden Seiten stehen sich play-off-erfahrene Akteure gegenüber, die ihrerseits schon so manchen heißen Eishockeyfight erlebt haben. Play-off-Hockey heißt auch immer dahin gehen, wo es weh tut und noch einmal einen Tick härter kämpfen, als man das ohnehin schon getan hat. Die Alligators werden alles geben um die gute Leistung aus der Vorrunde zu bestätigen, und um ihr zweites Saisonziel – das Erreichen des Halbfinales ebenfalls zu erreichen. Wichtig dafür ist natürlich gleich ein Heimsieg zum Auftakt, damit man ohne Druck dann am Sonntag ins Rückspiel gehen kann, um eventuell auch den einen oder anderen Punkt aus dem Bayerischen Oberland zu entführen. Danach heißt es erst einmal zuschauen. Am zweiten Zwischenrundenwochenende sind die Panzerechsen nämlich spielfrei und mit vier bis sechs Punkten kann man deutlich entspannter zusehen, als mit drei oder weniger.

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