Zweites Drittel und Torjäger Jeff Smith bringen die EntscheidungEV Füssen unterliegt den EV Lindau Islanders

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Zunächst schienen beide Teams großen Respekt voreinander zu haben, in der Anfangsphase waren Torchancen Mangelware. In der sechsten Minute musste Maximilian Meier im Füssener Tor dann erstmals richtig eingreifen, zwei Zeigerumdrehungen später war er aber machtlos. Seine Vorderleute agierten im eigenen Drittel zu sorglos und übersahen Jeff Smith, der gekonnt zum 0:1 abschloss. Doch dies schien wie ein Weckruf für den EVF zu sein, der die Islanders immer mehr vor Probleme stellte. Nach tollem Zuspiel von Oppenberger scheiterte Kavanagh frei vor dem gegnerischen Tor, in Überzahl traf Besl den Pfosten, ein Alleingang von Oppenberger wurde gehalten. Folgerichtig fiel in dieser Phase auch der verdiente Ausgleich durch Thomas Böck bei einem Konter. War der EVF nun voll im Spiel, so hatte er in der 18. Minute bei einem Lattentreffer der Gäste Glück. Kurz vor Ende des Abschnitts erhielten diese zwei Strafzeiten, so dass die Füssener vier Minuten lang in Überzahl spielen konnten.

Doch diese Situation ließen die Schwarz-Gelben ungenutzt verstreichen, kaum wieder komplett musste Meier gar mit einem starken Fanghandsave eingreifen. Überhaupt zeigte der 18-jährige Goalie eine starke Partie, hielt auch in der Folge bei einigen Großchancen der Gäste bravourös, wobei ihm einmal die Unterkante der Torlatte zu Hilfe kam. Dennoch besorgte Jeff Smith per Bauerntrick das 1:2, und nach einem Abwehrfehler versenkte er die Scheibe mit seinem dritten Treffer auch noch zum 1:3. Lindau war in diesem Abschnitt klar die bessere Mannschaft, diese Tore waren das Resultat davon. Trotzdem hatte der EVF nach einem Fehlpass eine große Chance, doch Oppenberger sprang die Scheibe frei vor dem Tor unglücklich über den Schläger.

Somit ging es mit einem 1:3 in den letzten Abschnitt, und hier hatten die Füssener gleich ein Überzahlspiel, der EVL verteidigte aber sehr geschickt. Und nicht zum ersten Mal hatten die gerade wieder kompletten Gäste eine große Konterchance, die Meier erneut zunichtemachte. In der 47. Minute dann ein weiteres Powerplay für den EVF, hier vergab Holzmann aus aussichtsreicher Position, und auch Newhook verpasste frei vor dem Tor knapp. Simon hatte die nächste große Chance zum Anschlusstreffer, diesen machte schließlich Vincent Wiedemann, der eine scharfe Hereingabe abfälschte. Der EVF betrieb nun einen hohen Aufwand, Lindau agierte aber abgeklärt und souverän, hatte auch Glück, dass ein klares Foul an Kavanagh nicht gepfiffen wurde. Zu spielen waren hier noch gut zwei Minuten. Nach einer Auszeit nahm Füssen bereits den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Tatsächlich kam auch noch eine Riesenchance zum Ausgleich, der Schuss von Besl strich aber denkbar knapp am Pfosten vorbei. Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich der US-Amerikaner Smith mit seinem vierten Treffer, die engagierte Schlussphase des EVF wurde nicht belohnt.

Trainer Mike Muller (Lindau): „Der Anfang des Spiels war sehr hektisch, wir haben mehrmals schlechte Entscheidungen getroffen, so wie beim Ausgleich, als wir zu offen waren. Für mich war der Knackpunkt, dass wir die vier Minuten in Unterzahl überstanden haben, das hat uns gepusht. Danach konnten wir uns einen Vorsprung erarbeiten. Das letzte Drittel war wieder hektisch, Füssen hat Gas gegeben und bis zum Ende gekämpft. Jetzt bin ich einfach glücklich über den Sieg.“

Trainer Thomas Zellhuber (EVF): „Heute hat die erste Reihe von Lindau sowie das zweite Drittel den Unterschied ausgemacht. Klar fehlen uns wichtige Spieler, das wäre auch für andere ein Problem. Maxi Meier hat uns mit einigen starken Saves lange im Spiel gehalten, es ist schön, wenn man solche Talente hat. Wir haben bis zum Schluss gefightet, haben nach vorne einiges probiert. Mit etwas Scheibenglück bei einigen Szenen hätten wir sogar noch ausgleichen können. Der Sieg von Lindau war insgesamt aber verdient.“

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