Zwei unbequeme GegnerHöchstadter EC

Zwei unbequeme GegnerZwei unbequeme Gegner
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Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob der Gegner am Freitag, 14. November, um 20 Uhr die leichtere Aufgabe sei, denn die Eispiraten Dorfen haben erst zwölf Punkte auf dem Konto. In der virtuellen Tabelle könnte das Team von der Isens allerdings auch mit 15 Punkten auf Rang sechs stehen, weil der ESC ein Spiel weniger als die anderen Teams hat und die drei Punkte gegen Tabellenschlusslicht Nürnberg eigentlich nur Formsache sein sollten. Außerdem lieferten sich Freibeuter und Panzerechsen in den letzten Jahren immer äußerst knappe, mitreißende Duelle. Zuletzt kämpften beide im direkten Aufeinandertreffen um die Teilnahme im Bayernliga-Halbfinale, das die Alligators nur aufgrund des besseren direkten Vergleiches für sich entschieden. Auch in diesem Jahr erwartet die Fans ein heißer Tanz. Nicht nur weil die Dorfener eben noch die Rechnung aus dem Vorjahr offen haben, sondern auch weil das Team von Trainer Willi Viereckl in der Tabelle etwas weiter hinten steht, als es sich das vor der Saison erhofft hat. Mit Christian Mitternacht, Christian Poetzel und Florian Brenninger stehen drei Spieler im Kader der Oberbayern, die im vergangenen Jahr noch beim Oberliganachbarn TSV Erding die Schlittschuhe schnürten. Allerdings konnten die Piraten den Weggang von Philipp Spindler (Waldkraiburg) und des starken Kontingentspielers Jarret Granberg, den es zurück in seine Heimat Kanada zog, bislang wohl noch nicht kompensieren. Der Kampf um Platz fünf wird für die Oberbayern also äußerst eng. Wie schwer es ist, gegen Teams zu spielen, die um jeden Puck kämpfen um am Ende über dem Strich zu stehen haben die Höchstadter bereits am vergangenen Wochenende mit Erfolg bewiesen. Aber auch dieses Spiel gegen Dorfen fängt bei 0:0 an und die Personalsituation bleibt nach der Sperre von Richard Stütz und der Verletzung von Ales Kreuzer weiter angespannt.

Mit ähnlichen Vorgaben geht es in die Partie am Sonntag beim EC Pfaffenhofen. Aber entgegen den Dorfenern stehen die Icehogs deutlich besser in der Tabelle da, als das vor der Saison zu erwarten war. Im Vorjahr verfehlten die Hallertauer die Playoffs deutlich und konnten sich in der Abstiegsrunde nur aufgrund der Schwächephase des ESV Buchloe vorzeitig retten. Namhaftester Neuzugang der Icehogs, deren Kapitän noch immer Bayernligadauerbrenner Pavel Vokaty ist, ist wohl Topias Dollhofer, der vom ECDC Memmingen kam – allerdings nicht als Spieler, sondern als Trainer. Ebenfalls von den Indians verschlug es Nicolas Becker an die Ilm. Zudem kam von EHC  Waldkraiburg Thomas Gabler. Eine Koriosität befindet sich auf der Ausländerposition der Nord-Oberbayern: Hier spielt nämlich der einzige Schweizer der Bayernliga. Alain Sägesser kam vom EHC Burgdorf. Die bisherigen Ergebnise des ECP lassen aufhorchen. Zum Auftakt erreichte man beim TEV Miesbach das Penaltyschießen und gegen die anderen Topteams aus Peißenberg und Waldkraiburg gab es auch nur zwei denkbar knappe Niederlagen. Dafür konnte man den EV Lindau zu Hause deutlich in die Schranken weisen und beim ESV Buchloe erreichte man einen 2:5 Auswärtssieg.

Das Team von Daniel Jun, weiß aber auf was es sich bei den Hopfenländern einlässt und wird auch hier bis zum äußersten fokussiert antreten. Wer sich davon live überzeugen will, kann das an diesem Wochenende nicht nur bei den beiden Spielen, sondern auch beim großen HEC Fanstammtisch im Autohaus Feser-Biemann am Samstag ab 14.30 Uhr. Hier lässt sich HEC-Spielertrainer Jun vielleicht schon etwas in die Karten schauen, wie er die Icehogs zähmen will.

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