Wild Lions Amberg können Blue Devils Weiden fordernGelungener Test im Oberpfalzderby

Amberg wildlionsAmberg wildlions
Lesedauer: ca. 1 Minute

Letztendlich entschieden vier Überzahltreffer – drei davon durch DEL-Stürmer Nick Latta – für den spielerisch überlegenen Favoriten.

„Ein Test, mit dem beide Teams zufrieden sein können“, wie Sebastian Buchwieser hinterher meinte. Der Weidener Headcoach konstatierte Amberg „ein gutes Spiel, einen guten Gegner der gut verteidigt hat“. Seiner eigenen Truppe hätte Buchwieser gerne „noch mehr Verkehr vor dem gegnerischen Tor“ gewünscht. Da meinte er wohl vor allem das Anfangsdrittel, wo die Löwen durch Michael Kirchberger die erste gute Chance hatten. Natürlich hatte der Oberligist schon in dieser Phase größere Spielanteile, aber Ambergs überragender Torhüter Timon Bätge bereitete den Devils-Angreifern das ganze Spiel über Kopfzerbrechen. Das 0:1 durch Barry Noe konnte aber auch Bätge nicht verhindern. In diesem Abschnitt setzte aber auch Amberg immer wieder Nadelstiche und das mit Erfolg. Ein überragendes Zuspiel von Felix Köbele verwertete der Kanadier Brett Mennear im Stil eines Torjägers zum 1:1. Und die Gastgeber hatten noch einen Pfeil im Köcher, denn gleich bei ihrer ersten Überzahlgelegenheit traf Benjamin Frank mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 2:1 – der etwas überraschenden Führung nach dem Anfangsdrittel.

Im Mittelabschnitt erhöhte Weiden das Tempo, ließ die Löwen kaum mehr aus deren eigener Verteidigungszone herauskommen. Das gute Forechecking des ERSC verhinderte aber ein größeres Chancenaufkommen der Gäste, und da war ja auch immer noch Timon Bätge im Löwen-Tor. Gegen den Überzahltreffer von Latta und das 2:3 durch Martin Heinisch hatte aber auch er keine Abwehrmöglichkeit. Dennoch: Ein knappes 2:3 zu Beginn des letzten Drittels gegen den Oberligisten und Kooperationspartner des ERSC hätte vor der Partie wohl kaum jemand erwartet. Die Überlegenheit der Gäste hielt auch im Schlussabschnitt an, zumal bei Amberg die laufaufwändige Verteidigungsarbeit Spuren hinterlassen hatte und die Passgenauigkeit nachließ. Ein Überzahltreffer durch Noe und zwei weitere noch von Latta ließen das Ergebnis auf 2:6 anwachsen, aber den Schlussakkord setzten die Wild Lions – und dies auch bei einem Powerplay. 52 Sekunden vor dem Ende verkürzte Mennear mit seinem zweiten Treffer auf 3:6. Ein respektables Ergebnis und eine Gesamtleistung, die den ERSC durchaus optimistisch auf den Bayernliga-Start am kommenden Wochenende blicken lässt.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!