Wild Lions Amberg beweisen Comeback-Qualitäten gegen ErdingERSC dreht Zwei-Tore-Rückstand – Dramatische Schlussphase

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Nützlicher Nebeneffekt: Ambergs direkter Verfolger in der Bayernliga patzte, denn der EHC Königsbrunn unterlag zeitgleich gegen Geretsried mit 2:3. Der Vorsprung der Löwen wächst damit auf neun Punkte vor einem Rang in der Abstiegsrunde.

Noch im Anfangsdrittel gegen die Erdinger Gladiators war nicht zu erwarten, dass es zu einem Wechselbad der Gefühle für Spieler, Trainer und Zuschauer werden sollte. Beide Teams mussten auf Aktivposten im Angriff verzichten: Mennear und Hartl bei den Löwen, Krzyzok und Busch bei den Gästen. Der 19-jährige Förderlizenzspieler Felix Feder zeigte im Löwentrikot eine ansprechende Leistung. Amberg kam besser ins Spiel, war bei numerischer Ausgeglichenheit das gefährlichere Team. Der Führungstreffer durch Köbele kam deshalb wenig überraschend. Im weiteren Verlauf häuften sich die guten Möglichkeiten für die Gastgeber, während Erding vornehmlich mit Distanzschüssen das Tor des – wieder einmal – sehr starken Löwen-Goalie Timon Bätge nicht wirklich gefährden konnten. Zur Pause die Führung dem Chancenverhältnis nach auf jeden Fall zu knapp.

Im Mittelabschnitt lieferten die Gastgeber eine unterirdische Leistung ab. Anfangs noch mit guten Möglichkeiten brachte ein Konter wie aus heiterem Himmel zum 1:1 durch Michl die Löwen völlig aus dem Tritt. Die „Gladiators“ ließen gegen teilweise konfus agierende Amberger noch zwei weitere Treffer durch Babic und Zimmermann zum 1:3 folgen. Das ging in diesem Falle zu einfach für die Gäste und nur Bätge im Tor hatte es der ERSC zu verdanken, dass er nicht noch deutlicher in Rückstand geriet.

Im Schlussdrittel erwachte aber nochmals der Kampfgeist, zeigten die Löwen Combeback-Qualitäten. Auslöser war sicherlich der frühe Anschlusstreffer durch Michael Kirchberger nach nur 64 Sekunden. Amberger Chancen häuften sich, aber selbst in doppelter Überzahl wollte die Scheibe nicht ins Erdinger Tor. Auf der Gegenseite musste Bätge mehrfach eingreifen, um weitere Gegentreffer zu verhindern. Der Druck des ERSC nahm weiter zu und mit sechs Feldspielern – bei einer angezeigten Strafe für Erding – gelang fünf Minuten vor dem Ende der Ausgleich durch Köbele. Die Schlussphase wurde nun wirklich dramatisch: Zunächst hatte Amberg eine Unterzahl zu überstehen, ehe Kirchberger die Löwen mit 4:3 in Führung brachte – da waren noch 68 Sekunden zu spielen. Gästecoach Thomas Vogl nahm seinen Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis und tatsächlich drückte Zimmermann sechs Sekunden (!) vor der Schlusssirene die Scheibe aus dem dichten Gewühl heraus über die Linie zum 4:4 – die Verlängerung war fällig. Amberg gewann diese Saison bislang alle Overtimesituationen relativ schnell, so auch diesmal durch Köbeles erfolgreichen Konter nach 17 Sekunden.

Am Freitag, 7.Januar, stehen sich beide Teams um 20 Uhr erneut gegenüber, diesmal in Erding. Fraglich, ob da die Dramatik aus dem ersten Aufeinandertreffen nochmals überboten werden kann. Die Chancen für Erding auf eine Teilnahme an der Aufstiegsrunde stehen nun wohl gegen Null und bei Amberg sollte die Motivation groß sein, die Platzierung unter den ersten Acht der Tabelle zu festigen.


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