Verletzungspech bleibt Löwen treu3:6 im Testspiel gegen Miesbach

Verletzungspech bleibt Löwen treuVerletzungspech bleibt Löwen treu
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Die Seuche hält an und der EHC Waldkraiburg hat sein Vorbereitungsspiel beim TEV Miesbach am Freitagabend mit 3:6 (0:2, 0:2, 3:2) verloren. Schwerer als das negative Ergebnis wogen bei den Löwen und Trainer Zerwesz aber die Sorgen um sein Team. Denn seine ohnehin schon nicht kurze Verletztenliste wurde inzwischen nochmals länger.

„Im Moment haben wir nicht wirklich einen Lauf. Uns fehlen einfach zu viele Spieler- ob im Training, oder im Spiel. Das ist wirklich eine schwere Situation“ erklärte ein sichtlich getroffener EHC-Coach Rainer Zerwesz am Tag nach der Pleite in Miesbach. Hatte er vor dem Spiel schon auf den erkrankten Verteidiger Christian Mitternacht, den verletzten Stürmer Timo Borrmann und den verhinderten Defensiv-Youngster Philipp Seifert verzichten müssen, meldeten sich dann während des Spiels auch noch Kontingentspieler Jakub Marek und dessen Sturmkollege Lukas Wagner ab. Wagner hatte die letzten Wochen bereits pausiert, die Leistenverletzung brach nun wieder auf, obwohl er selbst sich fit fühlte: „Lukas Wagner ist zwar noch ein junger Spieler, aber trotzdem muss er wissen ob es geht, oder ob es nicht geht“ ärgerte sich auch sein Trainer Rainer Zerwesz. „Er hat somit bisher kein einziges Vorbereitungsspiel gemacht und so wie es aussieht, müssen wir schauen, dass er zum Punktspielstart überhaupt fit ist“ so der 46-Jährige weiter. Definitiv verpassen dürfte den wohl der Tscheche Jakub Marek. Der Kontingentspieler der Löwen, der im Vorjahr 63 Scorerpunkte in 39 Spielen verbuchte (26 Tore) hat sich, wie es nach Abpfiff schien, eine Innenbandverletzung zugezogen- mehrere Wochen Ausfall dürfte diese nach sich ziehen. „Die Vorbereitung ist mal wirklich für die Katz“ schimpfte EHC-Coach Zerwesz am Samstag. „Der einzige Vorteil ist, dass es um nichts geht, aber es ist trotzdem schwierig. Wir müssen jetzt zusammenstehen und gemeinsam nach vorne schauen“ so Zerwesz kämpferisch.

Beim TEV Miesbach sah es am Freitag „etwas“ anders aus. „Die kamen mit vier Reihen und sind richtig marschiert“ erklärte Zerwesz, „und dass es unangenehm ist, gegen sie zu spielen, haben wir ja schon in der letzten Saison gesehen“ so der EHC-Coach weiter. Tobias Sterba brachte die Hausherren nach einem Fehler in der Löwen-Verteidigung mit 1:0 in Führung (09:32), wenig später legte Peter Meier nach und sorgte für den ersten Pausenstand (13:12). Schon im ersten Aufeinandertreffen vorige Woche, das der TEV mit 2:1 nach Verlängerung für sich entschieden hatte, war Meier doppelt erfolgreich.

Auf der Strafbank fiel im zweiten Durchgang dann mit die Entscheidung in dieser Partie: Peter Richter und Martin Hagemeister mussten zum Abkühlen in die Box und mit zwei Mann mehr auf dem Eis traf zunächst Peter Kathan zum 3:0 (33:08) für den TEV. Mit noch einem Spieler Überzahl erhöhte Miesbach nur elf Sekunden später dann durch Sebastian Deml auf 4:0 (33:19). Die Partie damit so gut wie gelaufen, denn nach Wagner im ersten Drittel meldete sich nun auch Marek verletzt ab.

Zwar begann das Schlussdrittel mit einem Tor von Martin Führmann (40:37), doch hatte Stephan Stiebinger die passende Antwort parat (44:00). Andreas Andrä (44:58) und Martin Hagemeister (57:28) konnten dann zwar nochmals für den EHC treffen, Sebastian Deml erhöhte zwischen den Waldkraiburger Toren aber zum sechsten und damit letzten Mal für die Miesbacher, welche die Partie so auch verdientermaßen gewannen. Eine Niederlage zwar, die bei den Löwen wegen der neuen Verletzten aber keinen so wirklich interessierte. 

Tore: 1:0 (9:32) Sterba T. (Fissekis A.), 2:0 (13:12) Meier P. (Kritzenberger M., Baumer A. PP1), 3:0 (33:08) Kathan P. (Sterba T. PP2), 4:0 (33:19) Deml S. (Kritzenberger M., Stiebinger St.PP1), 4:1 (40:37) Führmann M. (Trox M.), 5:1 (44:00) Stiebinger St. (Deml S., Krischbauer St.), 5:2 (44:58) Andrä A. (Führmann M.), 6:2 (53:12) Deml S. (Müller R.), 6:3 (57:28) Hagemeister M. (Trox M., Kaltenhauser M.). Strafen: Miesbach 14, Waldkraiburg 12. Zuschauer: 150.

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