Überzeugender Sieg gegen PfaffenhofenTSV Peißenberg

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In einem guten Bayernligaspiel konnten die 431 Besucher schnell feststellen, dass die stark dezimierte Heimmannschaft gewillt war, die kleine Negativserie siegloser Spiele zu beenden und sich das beste Geschenk zur anschließenden Weihnachtsfeier selbst zu machen. Von Beginn an setzten die Peißenberger Sturmreihen die Gäste unter Druck und zwangen sie so zu Fehlern. Einen nutzte bereits in der fünften Spielminute der sehr gut aufgelegte Florian Barth, der einem Verteidiger die Scheibe abnahm und zu Sebastian Buchwieser spielte. Den Rückpass verwandelte der Kapitän sicher zur 1:0-Führung. Bereits in der neunten Spielminute erzielte Sebastian Buchwieser die 2:0-Führung. Er vollstreckte aus spitzem WInkel, in Szene gesetzt wurde er von Martin Hinterstocker und Neuzugang Alexander Simon. Peißenberg erspielte sich weitere gute Chancen, so musste Christian Hamberger im Tor der Pfaffenhofener einen Alleingang von Martin Weckerle entschärfen. Mit einer 2:0-Führung wurden die Seiten gewechselt.

Peißenberg hielten das Tempo auch im zweiten Spieldrittel hoch. Martin Hinterstocker vergab in der 23. Minute mit einem Alleingang, als er mit dem Abschluss zu lange zögerte. Die Gäste reagierten jetzt mit härteren Attacken gegen die Eishackler. Erstes Opfer dieser Aktionen wurde in der 25. Minute Marco Mooslechner, der nach einem sehr unfairen Check mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Peißenberg in Person von Florian Barth reagierte entsprechend sportlich, indem er die Führung auf 3:0 ausbaute. Er schloss ein wunderschönes Anspiel von Sebastian Buchwieser und Martin Anträ mit einem Sololauf erfolgreich ab. Kurz nach dem Bully dann schon die nächste unfaire Aktion eines Pfaffenhofener Spielers - er foulte Andreas Saal, der rückwärts in die Bande flog. Der Schiedsrichter wollte diese Aktion auch nicht sehen und ließ weiterspielen. Michael Pfaff hämmerte die Scheibe zum 4:0 in der 27. Minute in die Maschen. Die Scheibe gelangte über Mattias Müller und Martin Weckerle zu ihm. Für Andreas Saal war die Partie auch beendet, er klagte über starke Kopfschmerzen. In der 36. Minute dann die schönsten Kombinationen, als Peißenberg bei 5 gegen 5 Feldspielern ein Powerplay aufzog und Pfaffenhofen so im Verteidigungsdrittel einschnürte. Die Folge davon war die 5:0-Führung, erzielt von Martin Andrä auf Zuspiel vonTimmo Weindl und Daniel Lenz. Eine Unkonzentriertheit nutzte dann in der 38. Minute Markus Welz, der ein Zuspiel in Überzahl von Marco Löwenberger und David Vokaty nutzte, und die Scheibe unhaltbar für Michael Resch unter die Latte hämmerte.

Im letzten Spielabschnitt waren die Eishackler ob des personellen Aderlasses bemüht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Dies gelang nur bedingt, denn bereits in der 41. Minute der 5:2-Anschlußtreffer für die Gäste, als Svatopluk Merka ein Zuspiel Marko Babics nutzte. Vorausgegangen war eine Unkonzentriertheit in der Abwehr, als ein Verteidiger die Scheibe aus dem Drittel spielen wollte. Die nächste unschöne Aktion dann wieder durch die Gäste. Michael Resch wurde im Torraum mehr als unsanft in die Maschen gestoßen, auch hier wiederum kein Pfiff des Schiedsrichters zu hören. In der 47. Minute dann die endgültige Entscheidung. Wieder war es Martin Hinterstocker vorbehalten, ein Zuspiel von Martin Weckerle und Sebastian Buchwieser zu vollenden. Er staubte den Abpraller vom Torhüter nach Schuss Sebastian Buchwiesers ab, zur 6:2-Führung. Kurz darauf dann der Endstand zum 6:3, als Tobias Feilmeier in der 49. Minute frei zum Schuss kam. Pech dann noch für Peißenberg, als in der 56. Minute der Pfosten im Weg stand. Tobias Maier hatte den Schuss abgegeben. Schade, dass der Schiedsrichter einerseits 3 grobe Foulspiele nicht geahndet hat, andererseits aber 2 Minuten Strafzeit gegen Michael Pfaff gab, wegen Spielverzögerung.

Stimmen zum Spiel:

Heinz Feilmeier (Pfaffenhofen): „Die ersten beiden Tore fielen aufgrund unserer eigenen groben Fehler, wir machten den Gegner stark. Wir agierten zu nervös und konnten dem hohen Druck der Gastgeber nicht standhalten. Im letzten Drittel schwächten wir uns durch dumme Strafzeiten selbst. So können wir kein Spiel gewinnen.“

Rudi Sternkopf (Peißenberg): „Ich gratuliere meiner Mannschaft zum Sieg, sie hat im ersten Drittel sehr stark gespielt.  Nachdem bei uns zwei weitere Spieler durch Verletzung ausgefallen sind, standen mir nur noch elf Feldspieler zur Verfügung. Da wollten wir nur noch das Ergebnis verwalten, was uns letztlich auch gelang. Pfaffenhofen ist der konterstark, deshalb bin ich sehr froh, das Spiel gewonnen zu haben.“

Tore: 1:0 (5.) Barth (Buchwieser), 2:0 (9.) Buchwieser (Simon, Hinterstocker), 3:0 (27.) Barth (Andrä, Buchwieser), 4:0 (27.) Pfaff (Weckerle, Müller), 5:0 (36.) Andrä (Lenz, Weindl), 5:1 (38.) Welz (Vokaty, Löwenberger/5-4), 5:2 (41.) Merka (Babic), 6:2 (47.) Hinterstocker (Buchwieser, Weckerle), 6:3 (49.) Feilmeier. Strafen: Peißenberg 4, Pfaffenhofen 14. Zuschauer: 431.

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