Über 3000 Fans in der BezirksligaVolles Stadion in Füssen

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Was für eine beeindruckende Kulisse für ein Spiel in der Bezirksliga: 3021 Zuschauer sahen den 7:3 (2:2, 1:0, 4:1)-Erfolg des EV Füssen gegen den ESV Buchloe 1b. Damit fügte der EVF dem Tabellenführer die dritte Saisonniederlage bei und bleibt selbst nach zehn Begegnungen ungeschlagen.

Bis zum Sieg war es aber ein ganzes Stück Arbeit für die Füssener, auch wenn der Erfolg insgesamt hochverdient ist. Doch die Gäste aus Buchloe zeigten, warum sie in dieser Saison so eine gute Rolle spielen und warteten mit einer ganz anderen Leistung auf wie noch beim 12:1-Auswärtssieg des EVF Anfang November. Defensiv sehr diszipliniert und gut organisiert lauerten sie von Anfang an auf Konter – gestützt auf eine hervorragende Torhüterleistung von Daniel Blankenburg.

Dieser half zunächst mit, eine frühe Strafzeit gegen sein Team schadlos zu überstehen, doch gegen den Schuss unter die Torlatte von Füssens Topscorer Vincent Wiedemann in der sechsten Spielminute war er machtlos. Wiedemann musste kurz darauf jedoch auf das Sünderbänkchen, und hier gelang Buchloe aus einer eigentlich nicht zwingenden Situation heraus der überraschende Ausgleich durch Casaccio (7.). Der EVF antwortete mit wütenden Angriffen, ohne aber zunächst die nötige Treffsicherheit zu zeigen. Ganz im Gegenteil: Sascha Golts spielte den gegnerischen Goalie aus, sein Pass vor das leere Tor geriet jedoch zum Bumerang, denn die eigenen Spieler verfehlten die Scheibe allesamt, und plötzlich lief Gästestürmer Streit völlig alleine auf das von Fabian Schütze gehütete Tor zu und verwandelte zum 1:2. Ein kurioser Treffer, der dem EVF für einige Zeit den Wind aus den Segeln nahm. Eine halbe Minute vor Ende des Abschnitts gelang Florian Simon aber der wichtige 2:2-Ausgleich.

Die Young Pirates hatten im zweiten Drittel zunächst bei einem Überzahlspiel die Chance, erneut in Führung zu gehen. Einen Fehler im Aufbau nutzte jedoch erneut Florian Simon und verwandelte den Unterzahlkonter zum 3:2 für Füssen (26.). Dieser Treffer gab zwar wieder Sicherheit für die heimische Vertretung, aber der Rest des Abschnitts wurde vor allem geprägt von vielen vergebenen Torchancen des EVF, der somit eine Vorentscheidung verpasste.

Im Schlussabschnitt legten die Füssener nochmals eine Schippe drauf. Zwar blieb Buchloe gefährlich, der EVF hatte nun jedoch viel mehr Szenen in der Offensive und übte mächtig Druck aus. Marius Keller traf zum erlösenden 4:2 (45.). Zwei Zeigerumdrehungen später hieß es aber nur noch 4:3 durch Schwarzfischer, nachdem der EVF nochmals eine Abwehrschwäche offenbart hatte. Die Schlussphase gehörte aber ganz den Schwarz-Gelben, die nun ihre läuferische Überlegenheit ausspielten, und Vincent Wiedemann in der 52., Florian Simon mit seinem dritten Treffer in der 55. sowie Marc Besl in der 57. Spielminute sorgten für den verdienten Endstand und großen Jubel auf den gefüllten Rängen. Ein weihnachtliches Eishockeyfest endet am Kobelhang mit 7:3 für den Eissportverein Füssen.

Gästetrainer Charly Schönberger: „Ich gratuliere meinem Team zu dieser Leistung, vor allem unserem Torhüter, er war der beste Mann. Wir haben über das gesamte Spiel gekämpft, wollten hier gut aussehen, und ich denke, das ist uns gelungen.“

EVF-Trainer Thomas Zellhuber: „Danke an alle Besucher, die heute gekommen sind, und danke an Buchloe für diese Begegnung, die hatte einen wichtigen Lerneffekt für unsere jungen Akteure. Sie spielen zwar in der DNL2, aber man hat heute wieder gesehen, dass Nachwuchs- und Senioreneishockey doch zwei unterschiedliche Dinge sind. Manche sind noch nicht so weit, wir sind in einer Entwicklungsphase. Loben möchte ich aber heute einmal Vincent Wiedemann und Marius Keller, die beiden haben bereits einen Schritt nach vorne gemacht.“

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