Turbulenter und unterhaltsamer Vorrundenabschluss in LindauEV Lindau

Turbulenter und unterhaltsamer Vorrundenabschluss in LindauTurbulenter und unterhaltsamer Vorrundenabschluss in Lindau
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So konnten die Lindauer auch die Niederlage verschmerzen, obwohl sie zwischenzeitlich eine 3:0-Führung verspielten und obwohl sie von den letzten fünf Spielen lediglich das gegen Schlusslicht  Haßfurt gewinnen konnten. Als einziges Bayernliga-Team punkteten sie in der Vorrunde in jedem Heimspiel – kein Gast konnte drei Punkte vom Bodensee entführen. „Wir haben wieder ein gehöriges Stück weit zu unserer Spielweise zurückgefunden, die uns über weite Strecken der Saison stark gemacht hat“, sagte Team- Manager Sebastian Schwarzbart. Allerdings musste der EVL auch in dieser  Partie Umstellungen vornehmen. Marco Miller konnte nicht auflaufen und im Laufe des Spiels veränderte Spielertrainer Martin Masak die Reihen, „um vor der Zwischenrunde noch ein paar andere Eindrücke zu sammeln“.

Der Eindruck des ersten Drittels lautete: In Überzahl haben die Islanders Luft nach oben. Die Gäste aus Miesbach, bei denen einige Spieler geschont wurden, kamen schwer ins Spiel und kassierten deshalb einige Strafen. Gleich dreimal konnten die Lindauer mit zwei Mann mehr antreten, aber kein Kapital daraus schlagen. Dazu zeigte Ex- DEL- Keeper Daniel Kovacic in seinem ersten Spiel für den TEV, dass er eine absolute Verstärkung ist. Dennoch ging der EVL mit einer verdienten Führung in die Kabine. Andre Martini erzielte sie in der achten Minute. Im zweiten Durchgang holten die Gastgeber versäumtes nach. Bernhard Leiprecht brach nach 23 Minuten den Bann in Überzahl. Nur zwei Minuten später erhöhte Benjamin Arnold auf 3:0. Danach machten sich allerdings die Umstellungen im Lindauer Lager bemerkbar, während der TEV gleichzeitig eine Reaktion auf den Rückstand zeigte. So kamen die Miesbacher nach 28 Minuten innerhalb von nur 40 Sekunden durch Max Schlosser und Stefan Mechel zum Anschluss. Danach verlor der EVL komplett den Faden und geriet sogar in Rückstand. Erneut trafen die Gäste innerhalb von nur kurzer Zeit doppelt. Mario Jann und Marius Fürbeck brauchten nur etwas mehr als eine Minute für zwei weitere Treffer (35./36.). Dennoch fanden die Islanders noch vor der Drittelpause eine Antwort durch ein Powerplay-Tor von Lubos Sekula zum 4:4 (40.).

Es blieb auch im Schlussabschnitt ein offener Schlagabtausch ohne große taktische Zwänge, der für die Zuschauer sehr unterhaltsam war. Die waren ohnehin in Faschingsstimmung – auch durch diverse Darbietungen auf dem Eis. Schon nach 17 Sekunden erzielte Stefan Wissenbach das 54 für die Gastgeber, das aber sofort wieder durch Pier- Olivier Cotnoir beantwortet wurde. Der erneute Führungstreffer der Weiß-Blauen durch Michal Mlynek hielt dann zwar etwas länger – aber das Unentschieden nach 60 Minuten, für das Andreas Baumer sieben Minuten vor Feierabend sorgte, ging für alle Beteiligten in Ordnung. Die Zusatzunterhaltung Penaltyschiessen sah dann Zdenek Cech als einzigen EVL-Torschützen, Miesbachs starker Kontingentspieler Cotnoir verwandelte souverän doppelt und entführte den Zusatzpunkt aus dem Eichwald nach Oberbayern.

Unzufrieden ging dennoch niemand nach Hause. Die Islanders kennen ihre Qualitäten, wissen aber auch sehr genau, woran sie bis zum Zwischenrundenauftakt am Freitag (20 Uhr) gegen Peißenberg arbeiten müssen.

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