TSV Erding vor dem NeuanfangErste Zusagen von Daniel Krzizok und Christian Poetzel

Von links: Daniel Krzizok, Sportpark Schollbach Chef Erhard Schloderer, Christian Poetzel. (Foto: Wolfgang Krzizok)Von links: Daniel Krzizok, Sportpark Schollbach Chef Erhard Schloderer, Christian Poetzel. (Foto: Wolfgang Krzizok)
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Die Eishockeyabteilung des TSV Erding hat vom Vereinsrat grünes Licht bekommen. Jetzt geht es daran, einen schlagkräftigen Kader auf die Beine zu stellen. Die ersten beiden Spieler für die neue Saison haben bereits zugesagt: Daniel Krzizok und Christian Poetzel. Sie haben ihre Entscheidung unabhängig von der Ligenzugehörigkeit getroffen und sind nun im Sportpark Schollbach vorgestellt worden.

Erst an diesem Wochenende fällt nämlich die Entscheidung darüber, in welcher Liga die Erding Gladiators in der kommenden Saison antreten werden. Am Samstag tagt die Eishockeykommission des Bayerischen Eissportverbands und nimmt die Einteilung der Ligen vor, am Montag soll diese veröffentlicht werden. Mögliche Optionen für die Erdinger sind die Landesliga, für die sich die Gladiators beworben haben, oder die Bezirksliga, die nach wie vor noch im Raum steht.

Dennoch hat das Duo Krzizok/Poetzel bereits zugesagt. „Ich denke, das ist genau der richtige Zeitpunkt, um zuzusagen“, erklärt der 27-jährige Krzizok. „Man kann nicht einfach davonlaufen, wenn es schlecht geht, und wieder zurückkommen, wenn es läuft, wie es einige jetzt getan haben.“

Ein Rückkehrer ist der 28-jährige Poetzel, der vom Bayernligisten ESC Dorfen wechselt. Er hat sich vor einiger Zeit beruflich selbstständig gemacht und zuletzt einige Projekte angestoßen, die sehr zeitintensiv sind. „Deshalb wäre im Moment der Aufwand für die Bayernliga zu hoch, mit einer höheren Anzahl an Spielen und weiteren Fahrten“, erklärt er. „Außerdem macht es Spaß, mit alten Spezln zusammenzuspielen und in Erding beim Wiederaufbau mitzuhelfen.“

Einer, der ebenfalls dabei mithelfen will, ist Erhard Schloderer, Inhaber des Sportparks in Schollbach: Er bleibt der Eishockeyabteilung auf einige Ligen tiefer im gleichen Leistungsumfang als Sponsor erhalten. „Warum? Weil das Erdinger Eishockey wichtig ist und weil mir die Kasperlköpfe alle ans Herz gewachsen sind“, meint Schloderer schmunzelnd. „Natürlich wäre mir die Bayernliga lieber und die Oberliga noch lieber gewesen, aber es ist jetzt so, wie es ist, und ich würde es unfair finden, die Jungs wegen der Liga im Stich zu lassen.“

Welche Ziele hat das Spielerduo nun? „Kurzfristig gesehen aufsteigen, wenn es Bezirksliga ist und das Erreichen der Meisterrunde, wenn es Landesliga ist“, sagt Krzizok. „Langfristig auf alle Fälle, unsere Jahrgänge durch den eigenen Nachwuchs zu ersetzen, so wie uns die Alten früher herangeführt haben, und das so bald wie möglich in der Bayernliga.“ So sieht es auch Poetzel, der ebenfalls „den jungen Spielern etwas weitergeben“ will.

Ist für Krzizok die juristische Auseinandersetzung mit dem Hauptverein wegen noch ausstehender Gelder aus der abgelaufenen Saison ein Hindernis. „Nicht mehr, denn ich habe mich mit dem TSV geeinigt“, sagt der 27-Jährige. „Ich habe zwar ziemliche Abstriche gemacht, aber ich wollte, dass die Sache aus der Welt geschafft ist, bevor die Saison beginnt.“

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