Tabellenführer reist zu wiedererstarkten IndiansEHC Waldkraiburg

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Trainerwechsel, Verletzungen, sportliche Talfahrt und erneuter Aufschwung- der ECDC Memmingen hat in der erst zwei Monate alten Saison schon so viel hinter sich, wie es andere Klubs nicht einmal in einer ganzen Spielzeit zu verdauen haben. Als Titelfavorit ging der Vorjahresfinalist mit dem Erfolgstrainer der letzten Jahre, Joachim „Jogi“ Koch, in die Saison 2014/15. Wie sein berühmter Vornamensvetter, der wenige Wochen zuvor einen nicht ganz unbedeutenden Titel im Fußball in Südamerika gewann, konnte der Memminger Jogi auch gut starten und holte zwei Siege aus den ersten beiden Spielen mit seiner routinierten Startruppe. Dann jedoch der Bruch: Koch trat nach dem zweiten Spieltag, an dem man Landsberg mit 6:3 in die Schranken wies, überraschend zurück und für die folgenden sieben Spiele übernahm der eigentliche Nachwuchstrainer Doug Kacharvich. Der musste, wie sein Vorgänger auch, verletzungsbedingt auf den neu gekommenen Kontingentspieler Jordan Baker verzichten und holte nur sechs von möglichen 21 Punkten- unter anderem in Waldkraiburg unterlagen die Indians in einem engen Spiel mit 2:3. Kacharvichs Zeit war schneller zu Ende, als es ihm selbst wohl lieb gewesen wäre und mit Erwin Halusa wurde nach langem Suchen einer neuer Chef an der Bande präsentiert. Den kannte man gut, spielte er ja nicht in den 90er Jahren für den Vorgängerverein SC Memmingen in der Oberliga und der 2.Bundesliga. Mit Halusa kehrte nach leichtem Stotterstart der Erfolg zurück: In den bisherigen sieben Spielen unter seiner Regie holten die Indians 13 Punkte.

Am letzten Wochenende gewann Memmingen mit 3:0 gegen Buchloe und dabei präsentierten sich die Indians schon wieder so, wie man sie kennt: Defensiv gut organisiert und offensiv höchst effektiv. Der „Ausländer“ Jordan Baker kommt immer besser in Tritt, machte in sieben Spielen vier Tore und legte fünf weitere auf, Neuverpflichtung Antti-Jussi Miettinen wird die gesamten Saison schon den Erwartungen gerecht und holte in 16 Spielen 20 Scorerpunkte (8 Tore). Damit ist er zwar Topscorer der Memminger, innerhalb der Liga liegt der Deutsch-Finne aber nur auf Rang 18. Dieser Umstand soll aber nicht darüber wegtäuschen, dass in Memmingen einige Spieler wissen, wo das Tor steht. Sieben Spieler scorten bereits zweistellig, die Ausgeglichenheit der Angriffsreihen ist ein großes Plus der Memminger, genauso wie ihr Penaltykilling: Nur Höchstadt ist ligaweit in Unterzahl noch besser und kassiert weniger Tore als der ECDC- dem EHC Waldkraiburg steht somit eine mehr als anspruchsvolle Aufgabe bevor. Nicht zuletzt ist auch der Heimvorteil ein großes Plus: Hier ist Memmingen mit knapp 1100 Besucher pro Spiel im Schnitt der unangefochtene Spitzenreiter der Liga und so manche Mannschaft hat schon zu spüren bekommen, wie es ist, wenn einen über tausend Menschen auspfeifen. Die Löwen jedoch haben sich nicht zu verstecken: Das Hinspiel gewann man, wenn auch knapp mit 3:2, seit sieben Spielen ist das Team um Kapitän Max Kaltenhauser ohne Punktverlust. 29 Tore erzielte die beste Offensive der Liga in den letzten vier Spielen, nur 8 Tore kassierte dagegen die stabilste Verteidigung des bayerischen Eishockey-Oberhauses. Beste Voraussetzungen also für einen packenden Gipfel zwischen dem Waldkraiburger Überraschungsteam und dem Titelaspiranten am Memminger Hühnerberg am Sonntag. Parallel laufen aber auch schon die Vorbereitungen für den nächsten Knaller: Am 21.12. erwartet der EHC den Zweiten aus Höchstadt in der Industriestadt und plant, unter dem Motto „Volles Haus samt Nikolaus“ die „Löwenhöhle“ zum Beben zu bringen: Neben einer großen Weihnachtstombola mit tollen Preisen sind für dieses Spiel weitere Highlights geplant.  


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