Superstimmung und Superergebnis für die Islanders11:2-Sieg für Lindau

Superstimmung und Superergebnis für die IslandersSuperstimmung und Superergebnis für die Islanders
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775 maskierte Eishockeyfans, Hästräger verschiedener Narrenzünfte und Fans, die einfach nur Eishockey sehen wollten, feierten gemeinsam bei ausgelassener Stimmung einen tollen 11:2 (2:1, 5:1, 4:0)-Sieg ihrer EV Lindau Islanders.

Das Rahmenprogramm an diesem Fasnachtssontag schaffte Stimmung pur. Es war einfach alles dabei. Fanfarenklänge, Vertreter der Narrenzünfte aus dem ganzen Landkreis, fetzige Hexenmusik sowie der Prinz mit seiner Prinzessin von Heribrandt inklusiv Gefolge aus Hörbranz. Dieser Auftritt der verschiedenen Faschingszünfte - allen voran der schier unermüdlichen Schönauer Hexenmusik - heizte die Stimmung unter den 775 Zuschauern zusätzlich richtig an. Davon ließ sich die Mannschaft der Islanders anstecken, auch wenn sie erst einmal einen kleinen Rückschlag verdauen musste, als der EV Moosburg nach fünf Minuten durch Kevin Steiger in Führung ging. Lange bemühten sich die Lindauer dann um den Ausgleich, brachten die Scheibe aber nicht im gegnerischen Tor unter. Dies gelang dann erst Martin Sekera nach 19 Minuten. Der Bann war damit gebrochen, denn nur 55 Sekunden später nutzten die Lindauer eine Überzahlsituation. Sascha Paul brachte den EVL dann erstmals in Führung.

So wie sie das erste Drittel beendeten, begannen sie auch den zweiten Durchgang. Schon nach 30 Sekunden war Michal Mlynek zur Stelle und erhöhte auf 3:1. Die ersatzgeschwächt angetretenen Moosburger hielten zwar weiter dagegen und kamen durch Patrick Smolik noch einmal auf 3:2 heran, dann aber setzte sich das konsequente Spiel des EVL durch. „Wir haben heute richtig Lust gehabt, haben vorne und hinten gut gearbeitet“, sagte EVL- Trainer Sebastian Buchwieser. „Es war schön anzusehen. Das hat sich das Team verdient, dass es so ein Spiel abliefert und auch, dass jeder Tore schießt.“

Denn die Torgefahr kam aus allen Sturmreihen. Nur 26 Sekunden nach dem erneuten Anschluss erhöhte Jiri Mikesz auf 4:2. Danach zogen die Islanders davon. Timo Krohnfoth (32.), Philipp Haug (33.) und erneut Michal Mlynek (40.), stellten bis zur zweiten Pause auf 7:2.

Das genügte den Lindauern aber noch nicht. Angesichts der Stimmung auf den Rängen konnten die Islanders auch keinen Gang herunterschalten. Zunächst schoss sich Lubos Sekula mit zwei Toren in der 49. und 52. Minute auf Platz Eins der Bayernliga- Verteidigerwertung. Dann schnürte Michal Mlynek noch einen Dreierpack (53.) und machte das Resultat damit zweistellig.

Den Schlusspunkt setzte aber Marko Babic zwei Minuten vor dem Ende, der bei einer angezeigten Strafe gegen die Gäste zum 11:2 traf. „Es hat wieder richtig Spaß gemacht“, bewertete Buchwieser das Resultat nicht über. „Moosburg war ersatzgeschwächt und damit nicht das stärkste Team, aber gegen so einen Gegner muss man auch erst einmal elf Tore schießen.“

Nun geht es für die Islanders darum, ihren zwei Punkte Vorsprung auf den Dritten Landsberg nicht mehr herzugeben, um zumindest Platz zwei der Zwischenrunde und damit das Heimrecht im Viertelfinale zu behalten. Die Duelle mit Tabellenführer TSV Peißenberg versprechen dabei am kommenden Wochenende sehr interessant zu werden.

Tore: 0:1 (04:53) Steiger (Asen, Smolik), 1:1 (18:02) Sekera (Mlynek, Kirsch), 2:1 (18:57) Paul (Fuchs, Cech – 5:4), 3:1 (20:30) Mlynek (Sekula, Sing), 3:2 (27:43) Smolik (Schander, Asen), 4:2 (28:09) Mikesz (Cech, Babic), 5:2 (31:48) Krohnfoth (Paul, J. Katjuschenko), 6:2 (32:59) Haug (Cech, Babic), 7:2 (39:36) Mlynek (Kirsch, Sekera), 8:2 (48:26) Sekula (Sekera, Mlynek), 9:2 (51:49) Sekula (Fuchs, Paul), 10:2 (52:16) Mlynek (Sekera, Sekula), 11:2 (57:26) Babic (Mikesz, Cech – 6:5). Strafen: Lindau 14, Moosburg 8. Zuschauer 775.