Sportlicher Abstieg des ESV Buchloe so gut wie besiegeltPiraten ergeben sich kampflos ihrem Schicksal

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Und nach der 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)-Heimpleite am Sonntag gegen den ERSC Amberg steht der sportliche Abstieg der Freibeuter fast schon vorzeitig drei Spieltage vor dem Ende fest. Das Schlimme – an der ohnehin schon bescheidenen sportlichen Lage – war aber vor allem die Art und Weise, wie die Piraten am Sonntag ihr vorletztes Heimspiel verloren und so auch das letzte Fünkchen Hoffnung aus der Hand gaben. „Wenn man in so einer Partie so eine Leistung aufs Eis bringt, dann zweifle ich schon am Charakter mancher Spieler“, so das Urteil des maßlos enttäuschten Trainers Norbert Zabel nach einem blutleeren Auftritt der Rot-Weißen.

In der Tat mussten die gut 200 Zuschauer ein extrem niveauarmes Spiel mitansehen, in dem die Buchloer die schlechtere von zwei schwachen Mannschaften waren. Die Amberger, die allerdings nur mit einem Rumpfkader angereist waren, nahmen aber zumindest „den Kampf an“, wie es der Gästetrainer nach dem verdienten Auswärtsdreier richtigerweise sagte. Dies konnte man von den Hausherren über weite Strecken dagegen nicht behaupten. „Ein emotionsloser Auftritt von vorne bis hinten“, so das schonungslose aber treffende Fazit von ESV-Coach Zabel über die vorangegangenen 60 Minuten seiner Schützlinge.

Schon im ersten Drittel, das auf beiden Seiten sehr zerfahren und mit vielen Ungenauigkeiten begann und auch in der Folge so weitergehen sollte, kamen die Pirates überhaupt nicht ins Spiel und in die Zweikämpfe. Nach vorne hin agierte man ideenlos und in der Defensive um den armen Tormann Daniel Blankenburg leistete man sich nach neuneinhalb Minuten auch wieder einen Aussetzer. Denn nachdem Andreas Hampl gerade von der Strafbank zurückkam, liefen die Amberger plötzlich mit zwei Mann alleine auf den Buchloer Schlussmann zu und ließen sich diese Gelegenheit nicht nehmen. Hampl traf auf Zuspiel von David Rybak zum 0:1. Bis auf einen weiteren Alleingang der Gäste, den Blankenburg wenigstens gegen Bernhard Keil entschärfen konnte (16.), passierte bis zur ersten Pause auf beiden Seiten vor dem Tor nicht mehr viel.

Und auch im zweiten Drittel sollte die Begegnung nicht wirklich besser werden. Erst als die Freibeuter endlich einmal schnell ins gegnerische Drittel kamen, konnte Alexander Krafczyk im Fallen eine Hereingabe von Marc Weigant vorbei an ERSC-Tormann Oliver Engmann zum 1:1 Ausgleich in die Maschen setzen (33.). Dies sollte aber auch die einzige nennenswerte Szene im Mitteldrittel bleiben, sodass es mit dem Remis auch in den entscheidenden Abschnitt ging.

Wer nun hoffte, dass die Buchloer dort endlich einen Gang zulegen würden, sah sich schnell enttäuscht. Schließlich fanden die Amberger nach 48 Minuten erneut die Schnittstelle in der ESV-Abwehr, sodass Bernhard Keil erneut alleine durch war und seine Farben wieder mit 1:2 in Front brachte. Und der ehemalige DEL-Angreifer war es auch, der mit dem 1:3 Endstand schließlich die Entscheidung markierte (55.). Denn die Buchloer kamen trotz mehrerer Überzahlspiele einfach nicht auch nur ansatzweise gefährlich vors Tor, sodass die Gäste gegen völlig enttäuschende Gastgeber am Ende verdient die Oberhand behielten und auch in der Tabelle vorbeizogen.

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