Spindler schießt Löwen an die SpitzeEHC Waldkraiburg

Spindler schießt Löwen an die SpitzeSpindler schießt Löwen an die Spitze
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Trotz eines durchwachsenen Auftritts, bei dem die Löwen viel vermissen ließen, gewann die Mannschaft von Trainer Rainer Zerwesz das Derby beim ESC Dorfen mit 3:2 (2:1, 0:1, 1:0). Nach den Toren von Max Kaltenhauser und Lukas Wagner wurde ausgerechnet Philipp Spindler, der nach Dorfens zwischenzeitlichem Ausgleich den 3:2-Endstand besorgte, zum Derbyheld.

Die Partien zwischen dem ESC Dorfen und dem EHC Waldkraiburg waren immer besondere und werden auch in Zukunft besondere bleiben. Egal, wo die Teams in der Tabelle stehen- enge und spannende Spiele vor toller Kulisse sind immer garantiert. So auch am Freitagabend, als sich 550 Zuschauer in die kuschelige Halle der Eispiraten drängten, von denen mindestens die Hälfte aus Waldkraiburg zu stammen schien. Die Gäste aus der Industriestadt traten mit der gleichen Truppe wie in der Vorwoche gegen Lindau an, es fehlten also Bastian Rosenkranz, Eric und Patrick Schkade, Tim Paschedag und Oleg Tokarev- dennoch war sich EHC-Coach Zerwesz sicher, die Begegnung mit dem ESC erfolgreich gestalten zu können. In den ersten zehn Minuten bestätigte sich dies auch mehr als eindrucksvoll. Die Löwen waren von Beginn an im Spiel, setzten Dorfens Keeper Andreas Tanzer unter Druck und bereiteten den Hausherren mit ihrem schnellen Kombinationsspiel durch die neutrale Zone Probleme. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, da brachte Kapitän Max Kaltenhauser die Löwen bereits  folgerichtig mit 1:0 in Führung (02:24), fast genau drei Minuten später legte Lukas Wagner für den EHC nach und stellte in Überzahl auf 2:0 (05:25). Waldkraiburg hatte das Spiel komplett im Griff und hätte sogar noch höher führen können- wenn nicht sogar müssen- doch dann schlichen sich immer mehr Fehler ein. Man war sich seiner Sache offenbar zu sicher, ließ die letzte Konsequenz vermissen und lud die Gastgeber somit ein, in die Partie zurückzufinden. Dies gelang ihnen dann auch noch passenderweise  durch einen abgefälschten Schuss von Ernst Findeis (12:21) und plötzlich war das gesamte Spiel wieder offen. Trainer Zerwesz schüttelte nur den Kopf und kochte in der ersten Drittelpause in der Kabine. „Die ersten zehn Minuten waren wir sehr gut im Spiel, dann haben wir uns aber durch sehr, sehr blöde Strafzeiten, besonders von unseren erfahrenen Spielern, selbst aus dem Spiel genommen. Da war ich wirklich enttäuscht, obwohl wir 2:1 geführt haben“, analysierte Zerwesz nach der Partie schon wieder etwas gelassener. „Gleichzeitig haben wir unsere Stärken, das schnelle und läuferische Spiel komplett vermissen lassen“, so der 45-Jährige weiter.

Das zweite Drittel begannen die Löwen in doppelter Unterzahl und kurz bevor man wieder mit fünf Mann hätte agieren können, erzielte Christian Poetzl den inzwischen verdienten 2:2-Ausgleich für Dorfen (21:46). Nicht nur das Ergebnis, sondern das komplette Spiel war nun ausgeglichen, beiden Mannschaften kamen zu guten Chancen doch sowohl Tanzer im ESC-Tor, als auch Patrick Vetter auf Seiten der Industriestädter parierten ein ums andere Mal. 

Das gleiche Bild bot sich auch in den letzten 20 Spielminuten. „Das Spiel war auf Messers Schneide“, so die Bilanz des EHC-Trainers Rainer Zerwesz, der sogar ein Chancenplus für die Hausherren gesehen hatte. „Durch Glück haben wir dann das 3:2 geschossen und gewonnen- aber es war ein glücklicher Sie“, so Zerwesz weiter.  Torschütze zum Sieg war ausgerechnet Philipp Spindler (55:11), der im Sommer aus Dorfen zu den Löwen gewechselt war und jetzt dafür sorgte, dass die mitgereisten Fans den neuen Tabellenführer aus Waldkraiburg lange bis nach Schlusspfiff feiern durften.

Tore: 0:1 (2:24) Kaltenhauser M. (Führmann M., Marek J.), 0:2 (5:25) Wagner L. (Marek J., Führmann M. PP1), 1:2 (12:21) Findeis E. (Attenberger A., Koß A. PP1), 2:2 (21:46) Poetzl Ch. (Vogl Th., Brenninger T. PP1), 2:3 (55:11) Spindler Ph. (Hämmerle D., Pfeiffer J.). Strafen: Dorfen 14, Waldkraiburg 14. Zuschauer: 550.

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