Spiel eins geht an ECDC Memmingen

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Am Freitag müssen die Indians im Heimspiel ab 20 Uhr am Hühnerberg nun den Ausgleich in der Serie schaffen und ein entscheidendes drittes Spiel erzwingen. Der Kartenverkauf fürs Play-off-Halbfinale in den regulären Vorverkaufsstellen läuft, am Dienstag und am Donnerstag bietet der ECDC Memmingen jeweils von 19 bis 20 Uhr außerdem einen Sondervorverkauf in der Geschäftsstelle in der Eissporthalle an.

Mit großen Erwartungen waren die Gefro-Indians nach Höchstadt gereist, die Vorgaben waren klar: Man wollte defensiv sicher stehen und unnötige Fehler vermeiden – doch das wurde bereits nach zwei Minuten und 15 Sekunden Makulatur. Höchstadt ging mit einer der ersten Möglichkeiten durch Ales Kreuzer in Führung und setzte die Rot-Weißen unter Druck. Die zeigten sich verunsichert und waren häufig auf der Strafbank anzutreffen. Die Gastgeber konnten hiervon allerdings zunächst kein Kapital schlagen und ließen die Indians im Spiel. Die bedankten sich kurze Zeit später mit dem Ausgleich durch Kapitän Martin Jainz, der wenige Meter vor dem Tor trocken abzog. Es folgte die stärkste Phase des ECDC, der für den Rest des Anfangsdrittels das Kommando übernahm und auf einen weiteren Treffer drängte. Doch die so wichtige Führung wollte nicht fallen, mit dem Stand von 1:1 ging es in die erste Pause.

Auch im zweiten Drittel kamen die Gäste zunächst besser aus der Kabine, nach wenigen Sekunden landete ein Tenschert-Schuss am Kreuzeck des Höchstadter Gehäuses. Dann aber war es vorbei mit der Memminger Herrlichkeit, es schlichen sich Fehler und teilweise umständliches Verhalten im Spielaufbau ein. Nach 23. Minuten bekam die Indians-Verteidigung den Puck nicht aus der eigenen Zone, Martin Vojcak bedankte sich mit dem 2:1 für den HEC. Und es kam noch schlimmer: Gerade, als der ECDC in Überzahl die große Chance auf den Ausgleich hatte, passierte die wohl spielentscheidende Szene. Ein Pass im eigenen Drittel prallte unglücklich an einer Unebenheit an der Bande ab und sprang einem Höchstadter Spieler direkt vor den Schläger, der seinen freien Mitspieler bediente, der für das etwas schmeichelhafte 3:1 sorgte. Die Gefro-Indians ließen eine Reaktion auf diesen Nackenschlag zunächst vermissen. Zu wenig Gefahr konnte auf das Tor von HEC-Torhüter Schnierstein ausgeübt werden, sodass es nach 40 Minuten mit einer Zwei-Tore-Führung für die Heimmannschaft in die letzte Pause ging.

Im Schlussabschnitt warfen die Indians noch mal alles nach vorn, spielten aber teilweise zu umständlich und nicht zwingend genug. Höchstadts Goalie erwischte außerdem einmal mehr einen guten Tag und ließ nichts anbrennen. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab Jordan Baker, der zu genau zielte und nur die Latte traf. So kam es, wie es kommen musste: Als die Memminger Torhüter Martin Niemz zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen, erzielten die Gastgeber mit einem Schuss ins leere Tor den 4:1-Endstand und konnten den ersten Sieg der Serie für sich verbuchen.

Für die Indians heißt es nun, unter der Woche wieder zu ihrem Spiel zu finden und dann am Freitag mit Vollgas und dem eigenen Publikum im Rücken den Ausgleich in der Serie zu schaffen. Bislang gab es für Höchstadt am Hühnerberg nichts zu holen, und so steht die Partie in Memmingen unter dem Motto „3000+: Volle Hütte Richtung Finale“. Weitere Informationen zur Hallenöffnung und dem erweiterten Rahmenprogramm fürs Play-off-Halbfinale folgen. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs veranstaltet der ECDC an diesem Dienstag und Donnerstag einen Sondervorverkauf von Karten. Dieser findet jeweils von 19 bis 20 Uhr in der Geschäftsstelle der Eissporthalle statt. Tickets gibt es natürlich weiterhin bei den bekannten Vorverkaufsstellen Dietzel‘s Hockeyshop, der Memminger Zeitung, Puck Sportsbar sowie die Agip-Tankstelle in Berkheim.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!