Sonthofen ist TabellenführerERC Sonthofen

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Von Beginn an entwickelte sich ein Match, in dem beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. Schnell, körperbetont und mit guten Umschaltspiel wurde Eishockey von beiden Teams  gezeigt. Dabei wurden beide Abwehrformationen und die Goalies in der Defensive gefordert. Auch die jeweiligen Überzahlsituationen konnten von den Angreifern nicht zum Torerfolg ausgenutzt werden. Eine große Möglichkeit in Führung zu gehen, hatte dann der ERC Sonthofen in der 16. Spielminute. Kurz nacheinander wurden zwei Spieler der Gäste auf die Strafbank verbannt. Damit hatte Sonthofen eine 5:3-Überzahlmöglichkeit. Die Bulls ließen den Puck im Angriffsdrittel laufen, kamen aber nicht zum Torabschluss. So wurde diese gute Möglichkeit vertan und es stand weiterhin 0:0. Diese vergebene Chance baute die Gäste weiterhin auf und ihre Aktionen wurden immer gefährlicher. Mehrmals musste Jennifer Harß ihr ganzes Können zeigen, damit Sonthofen nicht in Rückstand geriet. In der 20. Spielminute war sie dann machtlos. Ein Schuss wurde vor ihrem Tor durch den Memminges Spieler Alain Joanette unhaltbar abgefälscht. Damit führte Memmingen  mit 1:0 und mit diesem Zwischenstand gingen beide Mannschaften in die Drittelpause.

Das Mitteldrittel begann und der ERC Sonthofen hatte wieder Überzahl. Diesmal übten die Bulls mehr Druck aus und kamen zu Abschlüssen, ohne jedoch erfolgreich zu sein. Memmingen überstand die Situation und war wieder vollzählig auf dem Eis. Der Druck der Bulls hielt weiterhin an und wurde belohnt. Michael Grimm war aus der Halbdistanz in der 23. Spielminute erfolgreich. Der Bann war gebrochen und in der Halle war gute Stimmung. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und spielten auf gutem Niveau weiter Eishockey. In der 29. Minute sprach dann der Schiedsrichter gegen Sonthofen eine weitere Strafzeit aus. Dies liessen sich die Indians nicht entgehen. Joanette leistete die Vorarbeit und Zimmermann war der Torschütze zur erneuten Führung der Gäste.  Kurze Zeit später wurde der Memminger Kontingentspieler Joanette für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Sonthofen hatte Überzahl und war erfolgreich. Janne Kujala war der Torschütze in der 34. Spielminute auf Vorlage von Ryan Martens. Damit stand es 2:2 und es folgten die Minuten der Bulls. Im Stil einer Spitzenmannschaft wurden nun die Kombinationen aufgebaut und abgeschlossen. Es dauerte nur 72 Sekunden und Sonthofen ging erstmals in Führung. Markus Vaitl war der Torschütze in der 35. Spielminute.

Endlich war Schwarz­Gelb in Führung und die Stimmung im Stadion war grandios. Es sollte aber noch besser kommen. 40 Sekunden später erkämpften Kujala und Bindl den Puck im eigenen Drittel. Der Mannschaftskapitän Florian Bindl gab einen klasse Pass auf Andreas Kleinheinz, der in einer 1:1-Situation den Memminger Goalie mit einem satten Schuss zum 4:2 überwand.  Damit hatten die Bulls innerhalb von 52 Sekunden drei Treffer erzielt und  konnten den  Rückstand in eine 4:2-Führung ausbauen.  Die Halle bebte sehr zur Freude von Schwarz­Gelb. Dies zeigte bei den Gästen Wirkung. Ihre Aktionen wurden immer ungenauer und ihr Spielfluss holpriger. Aber durch Fehler der Bulls gab es für die Gäste eine weitere gute Möglichkeit den  Spielstand zu verkürzen. Kurz hintereinander waren zwei Spieler des ERC auf der Strafbank. Die Indians konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Der ERC spielte das Unterzahlspiel hervorragend, so dass die Memminger nicht zum Abschluss kamen. Danach wurde Sonthofen nun immer tonangebender  und bekam ein Übergewicht bei den Spielanteilen. Mit einer 4:2-Führung für Sonthofen war dann Pause, aber das Spiel war noch nicht entschieden. Beide Teams begannen das Schlussdrittel wie das vorhergehende endete. Schnell, körperbetont und auf hohem Niveau wurde weiter Eishockey gespielt. Beide Goalies konnten sich mehrmals mit Super-Paraden in Szene setzen. Es wurde weiter mit harten Bandagen gekämpft, aber immer fair. Ein besonderes Zeichen setzte noch Marc Sill. Nach einen Spurt über das gesamte Eis checkte er zwei Gegenspieler fair und eroberte den Puck. Sein Torerfolg konnte nur mit viel Glück der Gäste verhindert werden. Die zum Ende der Partie ausgesprochenen Strafen konnten von keiner Mannschaft mehr zum Torerfolg genutzt werden. In den letzten beiden Spielminuten versuchte der Gästetrainer alles um den Spiel noch eine Wendung zu geben. Der Goalie von Memmingen verließ sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Damit wurde nochmals Druck  vor dem Tor der Bulls aufgebaut. Erfolgreich waren die Indians aber nicht. Besser machte es Michael Waginger. Elf Sekunden vor Spielende erkämpfte er sich den Puck und traf in das verlassene Tor der Memminger. Mit diesem Empty­Net­Goal endete das Spiel mit 5:2 für den ERC Sonthofen. Damit sind die Bulls Tabellenführer in der Bayernliga, vor den Indians.


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