Sieg im Derby: Lechbruck siegt dank starker Schlussoffensive6:4-Erfolg beim EV Pfronten

LechbruckLechbruck
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Der ERC machte von Beginn an Druck auf das Tor der Hausherren, vergab jedoch einige hochkarätige Chancen. Erst als die Lecher die ersten Strafminuten zogen, war auch Pfronten stärker präsent und kam zu mehreren Abschlüssen im Powerplay. Ab der zehnten Spielminute dann ein ausgeglichenes Match. Aus dem Nichts heraus dann in der 16. Minute die Führung für den EVP: Friedl bediente Robin Wiedmann und der Pfrontener fand die kleine Lücke zwischen dem rechten Pfosten und dem starken ERC-Torhüter, Lukas Bauer. Mit dem Zwischenstand von 1:0 ging es dann in die erste Pause.

Im zweiten Drittel verstärkte Pfronten dann sichtlich sein körperbetontes Spiel und die Flößer ließen sich zu Revanchefouls hinreißen. Dieser Schachzug des EVP ging erst einmal auf: Die spielerisch etwas besseren Lecher ließen sich dadurch ein wenig von ihrer Linie abbringen und so kam es zu einer Rangelei, nach der sich Frederic Abraham (2 Strafminuten) und Loic Jarry (2 + 5 Strafminuten), sowie Tobias Huber und Johannes Albl auf Seiten der Pfrontener, auf der Strafbank wiederfanden. Die Flößer fanden, nach dieser von langen Diskussionen geprägten Unterbrechung, besser in die Spur und Marcus Köpf netzte in der 28. Minute zum verdienten Ausgleich ein. Mitten in die Feierlaune der ERC-Fans, dann aber die kalte Dusche: Eine Minute später ging Pfronten wiederum durch Matejka mit 2:1 in Führung. Der ERC nun, mit viel Wut im Bauch, erhöhte weiter den Offensivdruck auf das Tor der Hausherren – mit Erfolg: In der 32. Minute der erneute Ausgleich, diesmal war Patrick Völk der Vollstrecker. Doch der Wahnsinn wiederholte sich: 33 Sekunden später die abermalige Führung für den EV Pfronten durch Matejka. Lechbruck erspielte sich zahlreiche Chancen, keine wurde genutzt. Und dann kommt noch Pech dazu: Ein Flatterschuss aus der neutralen Zone, durch Benjamin Gottwalz, senkte sich wie eine Bogenlampe am verdutzten Lukas Bauer vorbei ins ERC-Tor. Diese Führung brachte Pfronten dann geschickt in die zweite Pause.

Im letzten Drittel dann ein etwas anderes Spiel: Lechbruck kam entschlossen aus der Kabine und erzielte durch Marcus Köpf in Überzahl den 3:4-Anschluisstreffer (44.). Der ERC schnürte die Falcons nun in deren eigenem Drittel ein und legte in allen Aktionen nochmal eine Schippe drauf. Die Pfrontener Fans verstummten, als Kapitän Matthias Erhard in der 47. Minute der vielumjubelte 4:4-Ausgleich gelang. Es war nun ein verbissen geführten Match, wobei die Offensivanteile klar beim ERC lagen. Pfronten wirkte von Minute zu Minute müder und für die Flößer gab es nur ein Ziel: Diese Derbypunkte sollten jetzt unbedingt heim ins Flößerdorf gebracht werden. Die Falken versuchten sich in die Overtime zu retten und tatsächlich lief die Stadionuhr unerbittlich weiter. Dann holte die erste ERC-Reihe noch einmal ein Kabinettstückchen aus der Kiste: Matthias Erhard spielte Frederic Abraham an, dieser narrte seine Gegenspieler mit einer seiner schnellen Körperdrehungen und legte auf den frei stehenden Marcus Köpf auf, der trocken abzog und den ERC-Fanblock in der 59. Minute mit der 5:4-Führung zum explodieren brachte! Pfronten nahm nun eine Auszeit und, eine Minute vor dem Ende, Torhüter Gimbel für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch der Schuss ging im wahrsten Sinne nach hinten los, denn Loic Jarry schnappte sich nach einem Pfrontener Abspielfehler die Scheibe, legte auf Patrick Völk und der schoss ins leere Pfrontener Tor zum 6:4-Endstand ein.


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