Sensation oder Saisonende?Buchloe braucht ein kleines Wunder

Sensation oder Saisonende?Sensation oder Saisonende?
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Jetzt braucht es wohl ein kleines Wunder. Denn wenn der ESV Buchloe in der Bayernliga doch noch das Unmögliche möglich machen will, bedarf es in den letzten beiden Spielen der Zwischenrunde einer echten Überraschung. Durch die Heimniederlage letzten Sonntag gegen Dorfen hat sich Ausgangslage der Piraten auf eine Viertelfinalteilnahme nämlich drastisch verschlechtert. Will man den Traum von den Playoffs trotzdem noch irgendwie erreichen, muss man in jedem Fall die letzten beiden Spiele der Zwischenrunde gegen den EHC Waldkraiburg gewinnen. Die Löwen gastieren dabei am Freitag ab 20 Uhr zunächst in der Gennachstadt, ehe es am Sonntag nach Waldkraiburg geht - womöglich bereits das letzte Spiel der Saison (17.15 Uhr).

Ein wenig Ernüchterung hat sich direkt nach der bitteren 3:9-Heimniederlage im Lager der Freibeuter schon breit gemacht. Nachdem man sich in Dorfen zunächst überraschend durchsetzten konnte, zog man im Rückspiel klar den Kürzeren und gab am Ende sogar noch den direkten Vergleich aus der Hand, der bei Punktgleichheit der beiden Kontrahenten zählen würde. Vier Punkte beträgt nun vor den beiden abschließenden Partien der Rückstand auf die Dorfener, die am Wochenende ihrerseits zweimal gegen Höchstadt antreten müssen. Doch vorzeitig die Segel streichen ist bekanntermaßen nicht die Einstellung der Piraten.

Die Ausgangslage um den letzten freien Play-off-Platz ist dabei aber klar definiert: Buchloe muss mindestens fünf Punkte holen, Dorfen dürfte dabei keinen einzigen Zähler erbeuten. Holen die Buchloer sechs Zähler, dürfte Dorfen zwei Punkte holen, damit es noch für die ESV´ler zu Platz vier reicht. Holt der ESC Dorfen jedoch drei oder mehr Punkte, dann wäre es völlig belanglos, wie die Buchloer in den finalen Duellen abschneiden. Natürlich drückt man den Alligators aus Höchstadt nun die Daumen und hofft auf Schützenhilfe, wobei man wie geschildert erst einmal selbst punkten muss. Und dies ist leichter gesagt als getan, denn mit dem EHC Waldkraiburg treffen die Buchloer auf eine der Top-Mannschaften der Liga, die auch zu den heißen Titelkandidaten in dieser Saison gezählt wird. Waldkraiburg hat das Viertelfinaleticket - genauso wie Höchstadt und Miesbach - bereits sicher gebucht. Für die Löwen geht es nur noch darum, sich als Gruppenerster oder Zweiter das Heimrecht zu sichern.

Schon im letzten Jahr galt der EHC als einer der meist genannten Anwärter aufs Finale, doch man scheiterte im Halbfinale denkbar knapp am späteren Überraschungsmeister Lindau. Auch heuer soll es für die Mannen von Trainer Rainer Zerwesz möglichst weit gehen. Die Hauptrunde beendeten die Industriestädter auf dem dritten Rang und das obwohl man sich lange mit erheblichen Verletzungsproblemen rumschlagen musste. Doch vor allem in der Defensive wussten die Raubkatzen zu überzeugen. Mit 75 Gegentoren stellte man in der Vorrunde die zweitbeste Abwehr der Liga und auch in der Zwischenrunde hat man mit gerade einmal 13 Gegentreffern die mit Abstand sicherste Hintermannschaft. Ein Grund dafür ist auch Torhüter Patrick Vetter, der hinter dem Peißenberger Jakob Goll statistisch gesehen der stärkste Schlussmann der Bayernliga ist. Und vor rund zwei Wochen bekam man auf der Torhüterposition auch nochmals hochkarätige Verstärkung. Denn nach dem verletzungsbedingten Saisonende von Back-Up Fabian Birk verpflichtete man mit Thomas Hingel einen hochtalentierten Keeper vom Konkurrenten Moosburg. Aber auch offensiv haben die Löwen einiges zu bieten. Topscorer ist mit 25 Toren und 30 Vorlagen der erst 23 Jahre alte Lukas Wagner, der in Landshut und Klostersee auch schon höherklassig unterwegs war. Die nötige Erfahrung bringen zudem Angreifer Max Kaltenhauser und Verteidiger Andreas Paderhuber mit, die jahrelang in der 2. Bundesliga und Oberliga aktiv waren und auch beim EHC zu den punktbesten Akteuren gehören.

Ein wenig Mut machen könnte für die Buchloer zumindest die bisherigen Vergleiche in dieser Spielzeit. In der Vorrunde schlug man die Löwen zu Hause nämlich mit 6:2 und in Waldkraiburg verlor man nur denkbar knapp mit 2:3.

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