Sebastian Lachner kehrt zurück nach ErdingNach zwei Jahren in der Fremde

(Foto: Krzizok/Gladiators)(Foto: Krzizok/Gladiators)
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„Jetzt ist der Kader komplett“, meinte Erdings Eishockey-Chef Rainier Sabus, als er am Mittwochabend Sebastian Lachner begrüßte. Der 27-Jährige kehrt vom Bayernligisten HC Landsberg zurück zu den Erding Gladiators.

Lachner musste lachen, als er den VIP-Raum in der Erdinger Eissporthalle betrat. Denn da wartete neben Sabus auch sein ehemaliger Mitspieler aus dem Erdinger Juniorenteam, Peter Stoiber, auf ihn. Er wurde stellvertretend als neuer Sponsor präsentiert. Die Firma Stoiber-Holz ist jetzt im Sponsoren-Pool dabei und bringt sich gleich bei der Neugestaltung des VIP-Raums ein. „Sponserst du mich jetzt“, meinte Lachner grinsend, und Stoiber erwiderte: „Logisch. Deswegen bin ich da.“

Aus beruflichen Gründen hatte der gebürtige Moosburger Lachner, der aus dem Erdinger Nachwuchs stammt, vor gut zwei Jahren den damaligen Oberligisten verlassen. Über Memmingen und Miesbach kam er nach Landsberg. „Aber das war nicht perfekt“, erzählt der Außenstürmer. „Ich konnte aus beruflichen und privaten Gründen nicht regelmäßig trainieren, das war einfach für beide Seiten nicht zufriedenstellend.“ So legte ihm der Bayernligist auch keine Steine in den Weg, dass er zum Landesligisten, nahe seiner Heimat, wechseln könne, wo er übrigens demnächst ein Haus bauen wird.

Jetzt freue er sich auf alle Fälle, „dass ich wieder hier bin und mit meinen alten Spezls spielen kann“. Zu Stoiber gewandt meinte er: „Schade, dass du nicht mehr spielst.“ Der Angesprochene konterte schmunzelnd: „Ich muss jetzt arbeiten, damit ich dich finanzieren kann.“ Als Lachner fragte, wie er denn von Stoiber-Holz gesponsert werde, meinte Stoiber trocken: „Du hast doch eh Holzhände, also kriegst du von unserer Firma ein paar Holzschläger mit Werbeaufdruck. Ist doch klar.“

Eishockeyabteilung des TSV Erding trauert um Petra Gauly

Eishockey war ihr Leben. Die Eishockeyabteilung des TSV Erding trauert um Petra Gauly. Die 47-Jährige ist am frühen Morgen des 14. Dezember im Klinikum Großhadern den Folgen eines schweren Herzinfarkts erlegen.

Petra Gauly war seit vielen, vielen Jahren – zusammen mit ihrem Lebensgefährten Christian „Hias“ Seeling – eine so genannte „Allesfahrerin“. Es gab kein Spiel der Erding Gladiators, das sie versäumte, egal ob daheim oder auswärts. Aber sie war auch regelmäßig bei Nachwuchsspielen in der Erdinger Eissporthalle zu finden. Und wenn in Erding nicht gespielt wurde, dann war sie in anderen bayerischen Stadien zu Gast, wie zum Beispiel in Landshut, Rosenheim, Bad Tölz, Miesbach oder Füssen.

Die Mannschaft der Erding Gladiators, die zahlreichen Fans, aber auch viele andere Mitglieder der großen Eishockeyfamilie waren geschockt und betroffen, als sie von Petra Gaulys unerwartetem Tod erfahren haben. Es ist schwer vorstellbar, dass sie bei den Gladiators-Heimspielen nicht mehr an ihrem Stammplatz hinter dem Tor stehen und eins ihrer vielen Trikots tragen wird. Die Eishockeyabteilung des TSV Erding wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Rosenkranz für Petra Gauly findet am Samstag, 19. Dezember, um 17 Uhr, in der Stadtpfarrkirche St. Johann in Erding statt. Das Requiem ist am Montag, 21. Dezember, um 14 Uhr, in der Gottesackerkirche St. Paul. Auf dem dortigen städtischen Friedhof wird Petra anschließend zu Grabe getragen.

Ihr Lebensgefährte hat einen  Wunsch an alle Trauergäste, den er via Facebook geäußert hat: „Ich habe eine große Bitte an alle Leute, die wir über unseren geliebten Sport kennen lernen durften, egal ob Spieler, Eltern, Trainer, Betreuer oder die besten Fans der Welt. Sobald wir die Kirche verlassen und ihr die letzte Ehre am Gab erweisen, soll jeder ein Trikot anhaben. Ich denke, das würde ihr sehr gefallen und wir zeigen ihr dadurch, dass es La Familia wirklich gibt.“

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