SCF unterliegt nach PenaltyschießenSC Forst

SCF unterliegt nach PenaltyschießenSCF unterliegt nach Penaltyschießen
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Die Siegesserie im heimischen Stadion ist nach der 3:4 (0:0, 3:0, 0:3, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen gegen den EV Fürstenfeldbruck gerissen, zudem wurde Coach Norbert Strobl kurz vor Ende des ersten Drittels mit einer Spieldauer-Strafe aus dem Stadion verbannt, kurz darauf folgte ihm auch Martin Kirschner, mit einer aus Forster Sicht mehr als zweifelhaften 5+Spieldauerstrafe zum Zuschauen verurteilt wurde. Als letzte Premiere an diesem Abend war, dass die Nature Boyz zum ersten mal in dieser Saison zweimal hintereinander das Eis mit einer Niederlage verließen.

Das Spiel begann, wie es sich die Fans der Forster anfänglich vorstellten. Die Gastgeber bemühten sich, das Tor der Gäste durch entsprechende Angriffsaktionen in Gefahr zu bringen. Das Zusammenspiel der Sturmreihen klappte nicht so, wie in den vergangenen Spielen gezeigt. Trotzdem erspielten sich die Nature Boyz leichte optische Vorteile, Torhüter Dennis Berger musste das eine und andere Mal für seine Verteidiger retten. Max Bergmann auf der Gegenseite wurde wenig geprüft, und wenn ein Angriff oder Schuss auf sein Tor kam, war er zur Stelle. Drei Überzahlspiele konnten nicht zur Führung genutzt werden. Hoch her ging es jedoch in der letzten Spielminute des ersten Spielabschnitts, als Manuel Weninger für eine ganz normale Spielsituation eine 2+10-Minutenstrafe erhielt, wegen angeblichen Checks von hinten. Diese Schiedsrichterentscheidung erzürnte nicht nur die Zuschauer, sondern auch Trainer Norbert Strobl, der lautstark reklamierte. Dafür erhielt er eine Zwei-Minuten-Bankstrafe, die Daniel Ebentheuer absitzen sollte. Der Schiedsrichter wollte dann noch eine Beleidigung Strobls vernommen haben und belegte ihn mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe.

Ohne ihren etatmäßigen Trainer auf der Bank begann der zweite Spielabschnitt, der dann die nächste negative Überraschung für die Heimmannschaft parat hielt. „Wieder spielten die Schiedsrichter eine seltsame Rolle, als sie einen normalen Bodycheck, Schulter an Schulter, durch Martin Kirchner mit fünf Minuten und einer Spieldauer-Strafe wegen unkorrektem Körperangriff bestraften“, so der SCF in seiner Mitteilung. Nachdem die Crusaders aus der fünfminütigen Überzahl kein Kapital schlagen konnte, schlugen die Gastgeber zu. Innerhalb von knapp vier Minuten gingen sie mit 3:0 in Führung, jeweils in Überzahl. Die erste Überzahlsituation spielten die sie ruhig abwartend, bis der entscheidende Torschuss durch Markus Schneider platziert werden konnte. Assistiert zur 1:0-Führung wurde nach einem klasse Pass von Thomas Ptok und Daniel Ebentheuer. Nach einem Foul von Andreas Kilian gaben die Schiedsrichter ebenfalls 5 + 20 Minuten wegen unkorrektem Körperangriff. Der Leidtragende war Christopher Lorenz, dessen Kinnverletzung in der Pause behandelt werden mußte. In dieser fünfminütigen Überzahlsituation die 2:0-Führung durch Dejan Pungarsek, der nach Zuspiel von Philipp Birk einschlenzen konnte. Manuel Weniger war der Torschütze zum 3:0-Zwischenstand, der wieder eine schöne Kombination mit Markus Schneider und Manfred Geggemos verwandelte. Matthias Reil hatte kurz vor Ende des zweiten Drittels noch Pech, als er nur die Latte traf.

Mit einem vermeintlichen „Schönheitsfehler“ begann der letzte Spielabschnitt. In der 42. Minute verkürzten die Crusaders durch Daniel Sontowski auf 3:1. Bei diesem Konter rutschte Max Bergmann der Puck unter den Schonern durch, über die Linie. Forst wiederum erspielte sich diverse Chancen, doch die Stürmer gingen sehr großzügig mit ihren Chancen um. Zu unkonzentriert agierten sie vorm Tor der Gäste. Die Brucker ihrerseits suchten ihre Chancen im Konterspiel, Max Bergmann musste jetzt öfters ins Spielgeschehen eingreifen. Als dann nach einer Überzahl für die Gäste in der 56. Spielminute der 2:3-Anschlusstreffer durch Felix Hartig fiel, wurden die Nature Boyz aus unerklärlichen Gründen immer nervöser. Als sie ihrerseits kurz darauf in Überzahl waren, dachte niemand daran, dass sie den Ausgleichstreffer zum 3:3 in der 59. Minute hinnehmen werden müssen. Ein unkonzentriertes Abspiel der Gastgeber fing Sven Mönch ab, spielte die gesamte Abwehr aus und vollstreckte für Bergmann unhaltbar. Das folgende Penaltyschießen entschieden die Crusaders dann für sich und nahmen somit zwei Punkte mit nach Hause. Die angekündigte Revanche war also geglückt. Pech im letzten Drittel für  Michael Kölbl, der nach einem fairen Zweikampf mit dem Kopf voraus in die Bande flog. Er musste nach dem Spiel im Krankenhaus behandelt werden.

Für das Lokalderby gegen Schongau bedeutet dieses Spiel bzw. dessen Folgen eine Schwächung der Mannschaft. Coach Norbert Strobl ist wie auch Martin Kirschner zum Zuschauen verurteilt. Andreas Pfleger trägt seine Hand im Gips und fällt mindestens drei Wochen aus. Ob Michael Kölbl auflaufen kann, ist ebenfalls noch nicht sicher. Dabei sein wird Kristian Kratzmeir, der seine Sperre absaß.

Tore: 1:0 (33:17) Schneider (Ptok, Ebentheuer/5-4), 2:0 (34:54) Pungarsek (Birk/5-4), 3:0 (36:42) Weninger (Guggemos, Schneider/5-4), 3:1 (41:40) Sontowski (Mönch S.), 3:2 (55:29) Hartig (Steidle, Weishaupt/5-4), 3:3 (58:41) Mönch S. (4-5), 3:4 (60:00) Steidle (entscheidender Penaly). Strafen: Forst 10 + 10 (Weninger) + 5 + Spieldauer (Kirschner) + Spieldauer (Strobl), Fürstenfeldbruck 16 + 5 + Spieldauer (Kilian). Zuschauer: 102.


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