Saisonstart missglücktSC Forst unterliegt EV Pfronten

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Der Start am vergangenen Freitag im heimischen Eisstadion stellten sich die Gastgeber und deren Fans sicherlich anders vor. Mit 0:4 (0:2, 0:1, 0:1) unterlagen die Nature Boyz vom SC Forst nicht mal unverdient den Falcons aus Pfronten. 

Vor dem Spiel bedankte sich Eishockeychef Lorenz Barfüßer bei seinen ehemaligen Spielern Robert Hauck, Robert Schmidt, Franz Brückl und Michael Stephan. Alle vier hatten ihre aktive Laufbahn teilweise bereits schon letzte Saison beendet. Das überreichte Retro-Trikot mit entsprechender Rückennummer und Spielernamen zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Spieler.

Anschließend wurde es ernst, der Puck zum Saisonstart wurde eingeworfen. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften respektvoll ab. Chancen waren kaum zu verzeichnen, das Aufbau- und Angriffsspiel der Gastgeber lief nicht rund. Es mag daran gelegen haben, dass Thomas Ptok und Andreas Pfleger verletzt fehlten, und Dejan Pungarsek aus privaten Gründen verhindert war. Die Falcons zeigten sich cleverer in ihrer Chancenverwertung, denn sie gingen in der 13. Minute in Führung. Adrian Hack nahm die Scheibe von Joel Titsch an, um Max Bergmann routiniert auszuspielen und zum 0:1-Zwischenstand einnetzte. Anschließend nutzten sie in der 16. Spielminute die zweite Überzahlsituation zur 2:0-Führung. Florian Häfele nahm freistehend an der blauen Linie den Paß von Stefan Schödlbauer auf, lief allein auf Max Bergmann zu und schob ihm die Scheibe durch die Beine ins Netz.

Forst bemühte sich weiter, im zweiten Drittel richtig ins Spiel zu kommen. Leider schwächten sie sich durch unnötige Strafzeiten selbst. So war es kaum verwunderlich, dass die Gäste in der 27. Spielminute bereits mit 3:0 in Führung lagen. In Überzahl zog Ladislav Hruska von der Blauen ab und überwand Max Bergmann, dem die Scheibe irgendwie durchrutschte. Die Gäste übten weiterhin Druck auf das Forster Tor aus, konnten die sich bietenden Chancen jedoch nicht verwerten, oder besagter Max Bergmann vereitelte diese. Die Einheimischen, wieder vom Fanclub stimmgewaltig angefeuert, bemühten sich um eine Resultatsverbesserung. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr trat Gästekeeper Andreas Jorde in den Mittelpunkt. Er musste zum Ende des zweiten Spieldrittels mehrmals klären.

Frisch motiviert begannen die Gastgeber den letzten Spielabschnitt. Die Stürmer erspielten sich jetzt deutlich mehr Chancen, konnten aber nichts Zählbares erreichen. Auch eine zweimalige Überzahlsituation konnten die Stürmer nicht zum Torerfolg nutzen. Sie drückten schnürten ihre Gegner zwar in deren Verteidigungsdrittel ein, die Torschüsse waren aber zu ungenau, um einen Treffer zu markieren. Als die Stadionuhr auf 54:33 stand, nahm Pfronten eine Auszeit, bei 55:03 die Forster ihrige. Ein paar Sekunden später verließ Max Bergmann seinen Kasten für einen weiteren Feldspieler, waren die Gäste doch mit einem Spieler weniger auf dem Eis. Einen Abspielfehler im Angriffsdrittel der Gäste nutzte dessen Torhüter Jorde, indem er die Scheibe einfach Richtung Forster Tor schlenzte. Er traf den Innenpfosten, von dort sprang diese über die Torlinie zum 0:4-Endstand.

Bei Pfronten konnte man die Erfahrenheit und Cleverness mancher Spieler beobachten. Forst schwächte sich selbst durch unnötige Strafzeiten, diese nutzte der Gast konsequent aus. Der Sieg geht deshalb, auch in dieser Höhe, verdient an die Falcons.

Tore: 0:1 (12:52) Hack (Titsch), 0:2 (15:27) Häfele (Schödlbauer/5-4), 0:3 (26:30) Hruska (5-4), 0:4 (56:49) Jorde (ENG, 4-5). Strafen: Forst 14, Pfronten 10. Zuschauer: 154.

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