Saisonende für Michal Mlynek – EVL chancenlos in Sonthofen?EV Lindau

Saisonende für Michal Mlynek – EVL chancenlos in Sonthofen?Saisonende für Michal Mlynek – EVL chancenlos in Sonthofen?
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„Das ist ein Schock für Michal und für uns alle“, sagt der sportliche Leiter des EV Lindau, Bernd Wucher. In der Schlussphase des ersten Zwischenrundenspiels kollidierte der 24-Jährige nach einem Zweikampf mit dem Torpfosten und erlitt eine Bänderverletzung im Knie. „Es ist noch offen, ob eine Operation nötig ist, aber Michal wird in dieser Saison nicht auf das Eis zurückkehren. Er ist sehr geknickt wir müssen ihn jetzt erst mal wieder aufbauen, genauso wie die Mannschaft diesen erneuten Rückschlag erst einmal wegstecken muss.“

Für den EVL bedeutet das, dass seine beste Sturmreihe nun gesprengt ist, was die Aufgabe am Freitag in Sonthofen (20 Uhr) eigentlich unlösbar macht. Der Aufstiegsfavorit hat zum Start der Zwischenrunde Miesbach mit 5:0 und Peißenberg sogar mit 9:0 geschlagen – eben die beiden Mannschaften, gegen die die Islanders punktlos geblieben sind. Die Chancen auf das Halbfinale, das sich die Mannschaft selbst als Ziel gesetzt hatte, sind daher nur noch rein theoretischer Natur. „Ich finde es toll, dass unser Team nach dem Erreichen des Saisonziels auch für die Zwischenrunde ein ehrgeiziges Ziel verfolgt hat. Aber in Sonthofen geht’s jetzt für uns nicht um den Erhalt eines theoretischen Ziels, sondern um Schadensbegrenzung und darum, dass wir uns die Laune für das Heimspiel am Sonntag nicht verhageln lassen“, sagt Vorsitzender Marc Hindelang. „Wir spielen schließlich gegen ein Team, dass eine Oberliga Mannschaft hat, die in dieser Saisonphase auch Oberliga- Eishockey zeigt und niemanden mehr fürchten muss.“ Schon in der Vorrunde, als der EVL bestens drauf war, gab‘s bei den Bulls beim 1:4 nichts zu holen. Zudem kann sich der ERC schon an diesem Wochenende vorzeitig für das Halbfinale qualifizieren.

Antreten werden die Islanders natürlich trotzdem und versuchen, das Beste herauszuholen. „Auch wenn es schlecht lief: Wir haben uns nie abschlachten lassen“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart. Dies sei ein positiver Charakterzug der Mannschaft. Es ist aber ein wenig so, wie für die Mannschaften, die in der Fußball- Bundesliga gegen den FC Bayern antreten. Versuchen kann man’s ja, aber….

Wie die Islanders personell umstellen bleibt noch offen. Immerhin kehrt Topscorer Zdenek Cech nach seiner unberechtigten Sperre ins Team zurück. „In Miesbach hat man schon gesehen, dass andere Spieler bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Da haben wir besser und weniger nervös gespielt, als gegen Peißenberg“, sagt Spielertrainer Martin Masak. Was allerdings auch dringend nötig war, denn in den letzten Wochen lag auf der MCM- Reihe definitiv zu viel Last, blieben andere Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten. Jetzt heißt es für die letzten Saisonspiele: Noch einmal zusammenstehen und sich gerade gegen einen übermächtigen Gegner wie Sonthofen so gut wie möglich zu verkaufen.

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