River Rats Geretsried holen ersten Auswärtssieg ausgerechnet in PegnitzDer Fluch ist gebrochen

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Akuter Verteidigernotstand vor dem Pegnitz-Spiel. Jorde, Fuchs, Poch sowie Wiedenbauer standen nicht zur Verfügung und bereiteten Trainer Ludwig Andrä ziemliches Kopfzerbrechen. Zwar rückte Luis Rizzo nach hinten, allerdings fehlte immer noch ein Verteidiger für drei komplette Reihen. Der Co-Trainer und langjährige Rats-Kapitän Andreas Dornbach half aus und kam tatsächlich in Pegnitz zu seinem einmaligen Blitzcomeback, an der Seite von Matthias Götz rückte er in die dritte Reihe.

Abgesehen von einem brandgefährlichen Konter der Hausherren, hatte der ESC im ersten Drittel die Partie ganz gut im Griff. Man merkte den Ice Dogs die Verunsicherung durch die vergangenen Niederlagen an, viele Pässe landeten im Niemandsland und auch hinten war Pegnitz alles andere als Sattelfest. Einzig das Tor wollte nicht fallen, EV-Torwart Bädermann erwies sich als der erwartet starke Rückhalt. Etwas überraschend musste der ESC dann doch einem Rückstand hinterherlaufen, Kracht erzielte mit einer feinen Einzelleistung das 1:0 (18.).

Die Rats ließen sich nicht entmutigen, begannen auch den zweiten Abschnitt energisch und belohnten sich durch Christian Heller mit dem Ausgleich (23.). Danach spielte sich das Geschehen wieder vermehrt im Drittel der Hausherren ab, doch es fehlte weiterhin die Effizienz. Gegen Mitte des Spiels bekamen die Ice Dogs einen eher fragwürdigen Penalty zugesprochen, Gott sei Dank entschärfte Martin Morczinietz den Versuch ohne Probleme. Das gab den Rats weiter Aufschwung, in Überzahl gelang die erstmalige Führung. Merl wurde perfekt von Stefano Rizzo bedient und überwand Bädermann per Direktschuss zum 1:2 (32.). Wenig später wieder Überzahl und das nächste Tor für die Rats, Torschütze (vom Dienst) war Ondrej Horvath mit einem Schuss aus dem Slot (37.).

Keine gute Leistung brachte man zunächst im letzten Drittel aufs, doch Pegnitz konnte mit dem plötzlichen Freiraum wenig anfangen und biss sich an Martin Morczinietz die Zähne aus. Wichtig und vorentscheidend war dann das 1:4 durch Martin Köhler, der die Scheibe im Nachschuss irgendwie an Bädermann vorbeimogelte (50.). Die Moral der Icedogs war nun endgültig gebrochen, Horvath schraubte das Ergebnis mit einem Doppelpack auf 1:6 (52., 59.) und schnürte einen weiteren Hattrick.

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