River Rats Geretsried halten Verfolger auf AbstandESC freut sich auf das Stadiondach

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Der ERSC Amberg musste eigentlich gewinnen, um im Kampf um Platz drei nochmal ernsthaft eingreifen zu können. Der ESC brauchte die Punkte ebenso dringend, um sich die Verfolger vom Hals zu halten – was auch gelang. Die River Rats gewannen mit 8:5 (2:2, 3:2, 3:1).

Die Rats begannen hochmotiviert und suchten schnell den Weg nach vorne. An der blauen Linie behielt Andreas Dornbach die Übersicht, legte auf Ondrej Horvath quer und dieser nagelte den Puck per Direktschlagschuss zum 1:0 in die Maschen (4.). Amberg zeigte sich absolut unbeeindruckt und spielte den Partycrasher. Per Doppelschlag durch Vlach (Alleingang bei Konter / 4.) und Aukofer (glücklicher Abpraller von der Bande / 4.) drehten die Gäste in nur acht Sekunden das Spiel. Beim ESC hingegen haben die schnellen Gegentreffer schon etwas Wirkung gezeigt, im darauffolgenden Powerplay wurde Engmann im Gästetor nicht wirklich geprüft. Doch auch die Rats hatten etwas Scheibenglück, in der nächsten Überzahl landete ein abgefälschter Schuss von Andreas Dornbach genau auf dem Schläger von Bene May, der aus spitzem Winkel zum Ausgleich traf (12.). Beide Teams schenkten sich nichts, die Zweikämpfe wurden intensiver. Wirklich gefährlich wurde es im ersten Drittel aber auf beiden Seiten nicht mehr und so ging es mit einem gerechten 2:2 in die Pause.

Ausgeglichen ging es auch im zweiten Abschnitt weiter. Martin Köhler war auf und davon, Amberg konnte ihn nur durch ein Foul stoppen und Daniel Merl trat zum fälligen Penalty an. Engmann entschärfte den Versuch allerdings bravourös mit der Fanghand. Besser klappte es bei Merl offensichtlich mit dem Passen, denn durch seine starke Vorarbeit landete die Scheibe bei Bene May im Slot, der sich als dankbarer Abnehmer erwies und zum 3:2 verwandelte (37.). Wieder schüttelten sich die Gäste nur kurz, die passende Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Im Nachschuss war Benak zur Stelle, nachdem der ESC zuvor erneut in einen Konter gelaufen ist (29.). Jetzt ging es hoch und runter, diesmal zeigte der ESC die richtige Reaktion. Vorbereiter Merl wechselte wieder in die gewohnte Torjägerrolle und verwertete das glänzende Zuspiel von Dominic Fuchs mit einem Schuss in den Winkel (30.). Wegen Behinderung des Torwarts wandelte wenig später Mäx Hüsken auf die Strafbank und Amberg nutzte die Überzahl eiskalt zum 4:4 durch Keil (35.). Ein direkt verwandeltes Bully von eben jenem Hüsken brachte die Rats wieder in Front, der abgefälschte Schuss landete zum 5:4 hinter dem überraschten Engmann (39.).

Die Gäste brachten zu Beginn des Schlussabschnitts noch zwei Strafzeiten aus dem zweiten Drittel mit und der ESC nahm die Einladung dankend an. Wie schon beim 1:0 war die Kombination Querpass Dornbach – Direktschuss Horvath wieder erfolgreich (41.). Zum ersten Mal konnte sich der ESC mit zwei Toren absetzen, doch das sollte es noch lange nicht gewesen sein. Irgendwie fühlte man sich langsam an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert. Wer den Film nicht kennt: Ein Mann erlebt den gleichen Tag immer und immer wieder. Der Mann war an diesem Abend Gästetorwart Engmann, denn erneut war es das Duo Dornbach/Horvath mit abschließendem Direktschlagschuss, was zum 7:4 führen sollte (46.). Mit dem wohl schönsten Spielzug kombinierte sich kurz darauf die zweite Reihe über Köhler und Merl zum einschussbereiten Fuchs, der die Führung auf 8:4 ausbaute (47.). Amberg wirkte angeschlagen und lange nicht mehr so energisch wie in den ersten beiden Dritteln, gab allerdings nicht auf und kämpfte sich durch Hampl nochmal auf 8:5 ran (54.). Wackelte der Sieg für die Rats doch nochmal? Er tat es nicht, denn die Zeit lief den Wild Lions davon und der ESC brachte den Sieg unter Dach und Fach.

Die Rats feiern den perfekten Abschied von ihrer Open-Air Arena und können das letzte Heimspiel erfolgreich als Sieg verbuchen. Bei aller Euphorie und Abschiedsstimmung: Die Saison ist noch lange nicht vorbei. Ein Blick auf die Tabelle genügt um festzustellen, dass hier tatsächlich noch fast alles passieren kann. Dorfen wird durch die Wertung gegen Hassfurt auf 24 Punkte kommen, zudem hat Buchloe noch das Nachholspiel gegen Amberg. Den Rats stehen zwei knochenharte Wochen mit drei sehr schwierigen Auswärtsspielen bevor, von Sommerurlaub keine Spur.

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