Reifeprüfung für den EVL in MemmingenEV Lindau

Reifeprüfung für den EVL in MemmingenReifeprüfung für den EVL in Memmingen
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Ähnlich wie die Lindauer haben die Indians ihr erstes Saisonspiel verloren und danach eine Siegesserie gestartet. Da die Allgäuer, die ein Spiel weniger auf dem Konto haben, am Freitag nach vier Erfolgen in Serie in Nürnberg antreten mussten, darf man getrost davon ausgehen, dass hier ein fünfter Sieg dazu gekommen ist.

Damit bestätigen die Indians nun die Einschätzungen vor dem Saisonstart als größter Konkurrent von Sonthofen um den Aufstieg. „Langfristig haben sie in meinen Augen sogar ein größeres Potential. Umfeld und Einzugsgebiet stimmen, der Trainer arbeitet langfristig sehr gut und erfolgreich, die Mannschaft ist gewachsen, dazu kommt eine gute Nachwuchsarbeit. Im Grunde machen die Indians das, was wir uns auch vorgenommen haben“, sagt EVL- Vorsitzender Marc Hindelang. Nach der erfolgreichen letzten Saison, als der ECDC bis ins Halbfinale vorstieß und erst dort am Allgäu-Rivalen Sonthofen scheiterte und am Ende Dritter wurde, hat man das Team nach der besten Saison der Vereinsgeschichte kaum verändert. So ist Topscorer Anton Pertl schon Ende der vergangenen Saison von Weiden zum ECDC gekommen und hat mit 10 Punkten (4 Tore) aus fünf Spielen eine ebenso glänzende Bilanz wie der ebenfalls aus der Oberliga gekommene Martin Schweiger (Deggendorf), der es auf neun Punkte (3 Tore) bringt. Die bedeutendste Veränderung gab es auf der Position des Kontingentspielers, wo der Kanadier Alain Joanette seinen Landsmann Brit Ouelette ersetzt und sich von Spiel zu Spiel steigert. Der Stürmer erzielte letzte Saison 51 Tore in 22 Spielen für den Landesligisten Bad Kissingen und wird nach seiner Sperre am Freitag frisch und erholt gegen den EVL auflaufen. „Memmingen hat in den letzten Jahren immer gut mit seinen Ausländern gelegen. Das hat sich nicht geändert“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart.

Enorm ist auch das Zuschauerpotential in der Region. So erwartet der ECDC 1500 Zuschauer am Hühnerberg (3700 haben Platz). Die Islanders hoffen, dass trotz des traditionell im Vordergrund stehenden Jahrmarkt-Sonntags einige aus Lindau mit dabei sein werden. Dass nicht nur ein heißes Derby, sondern auch spielerisch ein Spektakel erwartet wird, liegt in der offensiven Ausrichtung beider Mannschaften. Die Indians haben in den letzten vier Spielen sage und schreibe 30 Tore erzielt, der EVL 28 in den letzten fünf. Dass die Indians gerade zuhause ein großes Risiko gehen, zeigen die Ergebnisse von 12:6 gegen Mitterteich, 10:7 gegen Moosburg (nach 4:7-Rückstand) und 5:3 gegen Peißenberg. Heißt im Umkehrschluss: Die Defensive der Islanders wird voll gefordert werden, ebenso wie sich für die Offensive ein paar Möglichkeiten ergeben können. „Wir möchten Memmingen auf Augenhöhe begegnen. Damit das klappt, muss bei uns aber alles stimmen“, sagt Schwarzbart realistisch. Gerade angesichts der Atmosphäre vor vollem Haus auf fremdem Eis dürfte es eine Art Reifeprüfung sein, die auf die Islanders zukommt. Es gilt dabei auch die schlechten Erinnerungen aus dem letzten Derby im Allgäu zu korrigieren. „Jeder bei uns weiß, das das kein guter Auftritt von uns war. Das können wir besser“, sagt der sportliche Leiter Bernd Wucher. Nikolas Oppenberger, der sich damals zu allem Überfluss eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, wird erneut fehlen, sonst sind die Lindauer – sollte sich gegen Höchstadt nichts weiteres ergeben haben – komplett.

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