Rabenschwarzer Start für die FreibeuterZweistellige Pleite gegen Lindau

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Einen schlechteren Einstand in die neue Bayernliga-Spielzeit hätte es für den ESV Buchloe am Freitagabend gar nicht geben können. So gingen die Piraten zum Auftakt beim Meister Lindau ordentlich baden. Mit einer bitteren 2:10 (0:7, 0:3, 2:0)-Pleite mussten die Gennachstädter verdient die Segel streichen und kassierten somit gleich zu Beginn eine empfindliche Niederlage.

„Bevor das Spiel überhaupt losging, war es eigentlich schon wieder zu Ende“, sagte der doch etwas sprachlose ESV-Trainer Norbert Zabel nach der Partie treffenderweise. Denn vor allem das Anfangsdrittel verschliefen die Rot-Weißen komplett.

Die Gastgeber legten nämlich einen richtigen Blitzstart hin. So führten die Islanders bereits nach 75 Sekunden durch die beiden schnellen Tore von Zdenek Cech und Jiri Mikesz mit 2:0. Die junge Buchloer Truppe wirkte durch die kalte Dusche zunächst vollkommen geschockt und beeindruckt, sodass die dynamischen Hausherren auch in der Folge praktisch nach Belieben kombinieren konnten. Folgerichtig erhöhte Marco Babic nach sieben Minuten auf 3:0. Auch dass die Pirates daraufhin den Torhüter wechselten änderte nichts an der drückenden Überlegenheit der Lindauer. So musste Daniel Blankenburg, der Schlussmann Michael Bernthaler ersetzte, nur wenige Augenblicke später gleich den nächsten Treffer erneut durch Jiri Mikesz hinnehmen (9.). Trotz einer Auszeit fanden die überfordert wirkenden Buchloer auch anschließend überhaupt kein Mittel, um Zugriff auf das Spiel zu bekommen, weil man auch nicht in die entsprechenden Zweikämpfe kam. Und die Mannen vom Bodensee ließen nicht locker und schraubten den Spielstand durch Lubos Sekula (14.), Julian Grützmann (16.) und Michal Mlynek (17.) sogar noch vor der ersten Pause auf 7:0 in die Höhe, da beim EVL fast jeder Schuss seinen Weg ins Schwarze fand. 

Im zweiten Drittel schienen sich die Buchloer zunächst zumindest ein wenig gefangen zu haben. Doch die ersten beiden echten Annäherungen von Daniel Huhn auf das EVL-Tor waren vorerst zu harmlos. Zu allem Überfluss kassierte Roman Jehle dann nach 29 Minuten auch noch eine Spieldauerstrafe wegen eines hohen Stock. Die fünfminütige Überzahl münzten die Islanders wiederum eiskalt in Tore um. Zunächst netzte Tobias Fuchs zum 8:0 ein (29.), ehe sich Alex Katjuschenko wie so oft energisch durch die Mitte durchsetzte, um dem armen Daniel Blankenburg im ESV-Gehäuse abschließend keine Abwehrchance zu lassen (31.). Auch der zehnte Lindauer Treffer fiel dann im Powerplay. Jiri Mikesz hatte rund drei Minuten vor der zweiten Pause - nach feiner Vorarbeit von Steffen Kirsch - seinen Hattrick perfekt gemacht.

Im Schlussabschnitt schalteten die Lindauer dann offenbar einen Gang runter, sodass die Buchloer immerhin noch ein wenig Schadensbegrenzung betreiben konnten. So markierte Tobias Riefler direkt nach Wiederbeginn das 10:1. Als dann auch Lindaus Mario Seifert nach einem üblen Bandencheck an Stephan Pichler mir einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen musste, glückte Alexander Schönberger das 10:2 (49.). Mehr als Ergebniskosmetik waren diese beiden Treffer aber nicht mehr. Zumindest mussten die Buchloer keinen weiteren Gegentreffer mehr hinnehmen, da Daniel Blankenburg mit einigen guten Paraden nichts mehr zuließ.

Für die Piraten heißt es nun diese deutliche Niederlage entsprechend aufzuarbeiten. Lange Zeit zum Nachdenken haben die Buchloer aber nicht. Denn schon am Sonntag steht mit dem Heimauftakt ab 17 Uhr gegen den EHC Waldkraiburg das nächste harte Duell auf dem Programm.

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