Play-off-Fieber in Erding Vor der Finalserie gegen Passau

Die Jungs um Kapitän Sebastian Schwarz wollen bereits heute beim ersten Finalspiel in Passau für ein Erfolgserlebnis sorgen. (Foto: Baumann/Gladiators)Die Jungs um Kapitän Sebastian Schwarz wollen bereits heute beim ersten Finalspiel in Passau für ein Erfolgserlebnis sorgen. (Foto: Baumann/Gladiators)
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Wenn man vor Saisonbeginn in Fachkreisen nachgefragt hat, welche beiden Teams im Play-off-Finale der Landesliga stehen werden, dann hieß es fast ausschließlich: Erding und Passau. Und nun ist dieses „Traumfinale“ tatsächlich wahr geworden. Beide Teams sind nicht nur souverän durch die Vorrunde, sondern auch durch die Zwischenrunde marschiert und haben jeweils auf Platz eins in ihrer Gruppe abgeschlossen.

In den Play-offs mussten die Passauer allerdings einmal „nachsitzen“, weil sie im Viertelfinale das Auswärtsspiel in Fürstenfeldbruck verloren hatten. Aber in Spiel drei wurde daheim alles klar gemacht. Im Halbfinale gab es dann zwei Siege (7:1, 2:1) gegen die Mighty Dogs Schweinfurt. Überhaupt haben die Black Hawks in der ganzen Saison nur zwei Heimspiele verloren – zweimal gegen Vilshofen. Jetzt steht also die Finalserie an, die im Best-of-Three-Modus ausgespielt wird, das heißt zwei Siege werden zum Titelgewinn und damit zum Aufstieg in die Bayernliga benötigt. Spiel zwei steigt am Sonntag (18 Uhr) in Erding, ein eventuell notwendiges drittes Spiel dann am nächsten Freitag wieder in Passau.

Blickt man auf den Kader der Black Hawks, dann wird deutlich, dass die Niederbayern für die Landesliga eigentlich überqualifiziert sind. Das Team ist gespickt mit Spielern, die schon in der Oberliga und sogar in der 2. Liga recht erfolgreich im Einsatz waren.

Im Tor vertrauen die Passauer auf den bärenstarken Christian Hamberger (vormals Weiden und Pfaffenhofen) sowie den Ex-Deggendorfer Alexander Zitzelsberger. In der Abwehr stehen mit Nicolas Ackermann, der schon in Heilbronn und bei Franz Steer in Rosenheim war, dem gebürtigen Landshuter Ruben Kapzan, Mathias Pilz, Patrick Nutz und nicht zuletzt dem erst vor wenigen Wochen verpflichteten Patrick Geiger (vormals Heilbronn, Schwenningen und Deggendorf) viele erfahrene Akteure. Das Paradestück aber ist der Angriff, mit Sturmführer Frank „The Tank“ Mrazek, der schon in der 2. Liga in Landshut und Garmisch zu den Topscorern zählte. Für Tore gut sind allerdings auch seine starken Kollegen wie Mario Dörfler, Tim Hirtreiter, Vladimir Detterer, Jürgen Lederer, Andreas Popp und nicht zuletzt Jan-Niklas Linnenbrügger. Er kam erst vor drei Wochen zu den Black Hawks und hat vor allem mit seinen drei Treffern gegen Schweinfurt eine deutliche Marke gesetzt.

Da werden die Gladiators ihre ganze Kampfkraft in die Waagschale werfen müssen, um zu bestehen. Bis auf Alex Gantschnig und Johannes Pfeiffer steht Trainer Petr Vorisek voraussichtlich sein stärkster Kader zur Verfügung. Timo Borrmann hat zwar im Training einen Puck ins Gesicht bekommen, will aber heute spielen. Beim Playoff-Finale wollen eben alle dabei sein.