Piraten wollen wieder punktenNach Heimspiel geht es zum Derby nach Memmingen

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Doch viel Zeit zum Ärgern blieb nicht, da schon am morgigen Freitag das nächste Heimspiel ansteht. Dann kommt es in der Sparkassen-Arena ab 20 Uhr zum Piraten-Duell gegen den ESC Dorfen. Am Sonntag wartet danach gleich die nächste Herausforderung auf die Mannen von Trainer Topias Dollhofer, wenn die Gennachstädter ab 18.30 Uhr zum Derby an den Memminger Hühnerberg reisen. Beide Spiele bilden den Auftakt für ein anspruchsvolles Programm, dass die Rot-Weißen nun bis zum Weihnachtsfest erwartet.

Auch vor dem 18. von 26 Spieltagen geht es in der Eishockey Bayernliga weiter enorm eng zu. Der Vorsprung der Piraten auf Platz neun ist allerdings inzwischen wieder auf neun Zähler zusammengeschmolzen. Dort rangiert derzeit der EV Pegnitz, dicht gefolgt von den punktgleichen Mannschaften aus Geretsried und Passau. Letztere haben sogar noch ein Nachholspiel gegen das Schlusslicht Germering in der Hinterhand, mit dem sie bei einem möglichen Dreier sogar bis auf acht Punkte an die Buchloer ranrücken können. Daher wäre es für die Freibeuter an diesem Wochenende wichtig, die Konkurrenz nicht weiter an sich herankommen zu lassen. Dazu sind aber vermutlich in jedem Fall Punkte nötig, was jedoch nicht so einfach werden dürfte. „Wir müssen wieder die Tugenden ausspielen, die uns in dieser Spielzeit schon so stark gemacht haben“, gibt ESV-Coach Dollhofer die Marschroute vor wie es trotzdem klappen könnte.

Die erste Möglichkeit dazu bietet sich den Buchloern am morgigen Freitag, wenn der Tabellenfünfte Dorfen seine Visitenkarte in der Gennachstadt abgibt. Die Eispiraten verfügen seit Jahren über einen kompakten und ausgeglichen starken Kader. Vor allem der Angriff um den Tschechen Lukas Miculka, Trainersohn Tobias Feilmeier und auch Kapitän Andreas Attenberger, die alle unter den erfolgreichsten Scorern der gesamten Liga zu finden sind, kann sich sehen lassen. Aber auch der ehemalige Kaufbeuerer Tormann Andreas Tanzer gehört zu den besten seines Faches. In der Abwehr bekam man zudem kürzlich auch aus Buchloer Sicht bekannte Verstärkung. Mark Waldhausen, der den ESV im Sommer beruflich bedingt in Richtung Moosburg verließ, schloss sich zur Wechselperiode den Eispiraten an. Dennoch haben die Buchloer ganz gute Erinnerungen, da man den damals auf Platz eins stehenden ESC im Hinspiel mit 4:2 besiegen konnte.

Eine schwere aber mindestens genauso reizvolle Aufgabe wartet auf die Buchloer dann am Sonntag beim Nachbarschaftsduell gegen die Memminger Indians. Reizvoll nicht nur, da sich beide Rivalen seit Jahren immer wieder packende und stimmungsvolle Matches wie beispielsweise beim 5:2 Heimsieg der Buchloer am dritten Spieltag liefern. Nein, hochinteressant auch deswegen, weil in beiden Teams zahlreiche Akteure stehen, die schon einmal für die andere Seite aufgelaufen sind. So haben Buchloes aktueller Topscorer Alexander Krafczyk, Pavel Vit, David Vycichlo und Torwart Alexander Reichelmeir bereits für den ECDC gespielt, während bei den Indians natürlich neben Patrick Weigant vor allem Daniel Huhn zu nennen ist, der vor dieser Saison jahrelang für die Pirates auf Torejagd ging. Und auch ESV-Trainer Topias Dollhofer war schon als Co-Trainer des damaligen Übungsleiters Jogi Koch an der Memminger Bande gestanden. Die Maustädter sind derweil mit 36 Punkte und dem damit verbundenen vierten Platz momentan absolut im Soll. Verantwortlich dafür sind unter anderem Toptorjäger Lukas Varecha (18 Treffer), der neu aus Moosburg kam und Antti-Jussi Miettinen, der mit 38 Punkten derzeit der zweitbeste Scorer der Bayernliga ist. Wollen die Piraten am Hühnerberg punkten, muss man auf diese beiden wohl ein besonderes Augenmerk legen. Der letzte Erfolg des ESV in der Memminger Eishalle ist allerdings übrigens schon fast sechs Jahre her, als man im Januar 2011 am letzten Vorrundenspieltag knapp mit 7:6 nach Penaltyschießen gewann.

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